Moderne Kunst ist wie eine “Kapelle” für die Menschen. Peter Kattenberg, Künstler und Remonstrant

„Kunst als Kapelle von heute“

In der Ausgabe März/April 2010 der Zeitschrift ADREM, der Monatszeitschrift der Re­mon­s­t­ran­ten, wird über Peter Kattenberg (Jahrgang 1954) berichtet. Er war von 1990 bis 2004 Re­mon­s­t­ran­ten Pfarrer in Amsterdam und Leiden. Seit 2004 kann er sich ganz seiner KUNST widmen, denn schon seit mehr als 20 Jahren interessiert ihn vor allem die Malerei über alles. Peter Kattenberg hatte eine Galerie in New York, er war auch Kunsthändler, jetzt gibt er auch Vorträge in Schulen und Kunstakademien.

Einige Zitate aus dem Beitrag, den Michel Peters, Utrecht, verfasst hat. Peter Kattenberg sagt:
„In allen Re­mon­s­t­ran­ten Kirche wurde vor einigen Jahren Gemälde und Bilder ausgestellt. Das war damals neu, denn die Welt der Kirchen und die Welt der Kunst waren noch strikt getrennt. Jetzt ist es „in“, Kunst in gewisser Weise zu verbinden mit dem Glauben. Früher waren die Re­mon­s­t­ran­ten eine Art religiöser Zufluchtsort. Das ist heute nicht mehr so nötig. Menschen, die den Sinn suchen, haben auch eine andere Kapelle betreten, zum Beispiel die „Kapelle der Kunst“. W.J. Otten, der Dichter, meint, dass Kunst und Glaube sozusagen am selben Baum gewachsen sind. Ästhetische und religiöse Erfahrungen erwachsen aus einer Erfahrung von Emotion, das ist auch ein physisches Erlebnis von Schönheit, vom Guten, vom Lebenssinn. Es ist ein Gefühl für etwas, was ist. Aber es ist schwierig, es genau zu fassen. Dieses „etwas“ wird in der Kunst auf eine direkte oder indirekte Weise sichtbar. Ich lasse eine Arbeit oft eine Zeitlang liegen. Später schaue ich es mir noch mal an und wie in einem „Blitz“ weiß ich, das es so stimmt. Dann habe ich eine Erfahrung, die ähnlich ist der Erfahrung, als Gott die Welt schuf. Aber bisweilen weiß ich dann auch, dass eine Arbeit nichts ist. Das ist furchtbar, weil ich doch Zeit, Energie usw. aufgewendet habe“…
„Ich sehe die Kunst als ein wesentliches Element in der Ausbildung der Menschlichkeit, sie muss aus drücken, was man das „Wesen der Menschen“ nennt…

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