Get out – geht raus! Ein Magazin zum 400. Bestehen der Re­mon­s­t­ran­ten

Eine Rezension von Christian Modehn

„Geht raus“: Mit diesem Befehl mussten die Re­mon­s­t­ran­ten, die freiheitlich Gesinnten unter den Calvinisten, 1619 die Synode in Dordrecht verlassen und sich nach Belgien, dann nach Deutschland (Friedrichstadt!) flüchten. Erst später wurden sie in Holland geduldet! Re­mon­s­t­ran­ten sind also vom Ursprung her Flüchtlinge und Widerständler! Großartig, modern, diese Herkunft! Ihre Theologie passte den auf Rechtgläubigkeit bedachten Reformierten nicht. Theologie und Widerstand (heute) ist also das remonstrantische theologische Thema!

„Get out“ ist nun der Titel einer „Glossy“, wie man in den Niederlanden sagt, eines Magazins in bunten Farben, vielleicht sollte man eher von einer Illustrierten sprechen. Wie auch immer: Diese Publikation, jetzt neu erschienen, 100 Seiten stark, reich mit Fotos ausgestattet, will in zahlreichen Beiträgen und Interviews zeigen, was Re­mon­s­t­ran­ten in den Niederlanden, heute, 400 Jahre nach dem Rauswurf, als freisinnige protestantische Kirche denken, was sie leben, was ihnen wichtig ist. Dabei wird wohl eher an die LeserInnen außerhalb der Kirche gedacht als an „Insider“, deswegen wohl das aufwändige und bunte layout.

Nur einige Hinweise des Rezensenten:

Der gegenwärtige Finanzminister Wopke Hoekstra (CDA), Mitglied der Re­mon­s­t­ran­ten und laut Tageszeitung de Volkskrant einer der einflussreichsten Niederländer, wird ausführlich interviewt. Ebenso Christa Anbeek, eine der führenden TheologInnen am Seminar für remonstrantische Theologie an der Freien Universität von Amsterdam. Sie plädiert in einem Gespräch mit Inez van Oord u.a. dafür, dass die TheologInnen „viel mehr hören sollten auf die Menschen an der Basis“…Immer wieder wird das Thema „Verwundbarkeit“ durch Leiden, auch seelisches Leiden, thematisiert, darüber hat Christa Anbeek etliche Bücher geschrieben. Sie fordert, dass auch (durch die Kirche?) viel mehr freie Orte und Räume geschaffen werden sollten, wo Menschen einander ihr Leben und Leiden sagen und Mitgefühl finden. Interessant sind auch die persönlichen Lebenszeugnisse von Re­mon­s­t­ran­ten aller Generationen, von 20 bis 100…Wichtig die Hinweise auf die Gemeinde der jungen Re­mon­s­t­ran­ten! Sie sind die Zukunft der Kirche.

Ein bisschen, nein, sehr schade finde ich, dass der Beitrag des auch in Berlin bekannten remonstrantischen Theologen Prof. Johan Goud (Den Haag) über das (innere) Kind so kurz und knapp ist; zudem ist dies ein politisch-kritischer Beitrag etwa zum Konsumismus. Ebenso muss ich in dieser „Rezension“ auch bemerken, dass der ebenfalls leider sehr kurze Beitrag über die Diakonie der Re­mon­s­t­ran­ten von Arrien Kruyt erst ganz Ende des Heftes, auf Seite 97 erscheint. Das Thema hätte meines Erachtens viel mehr zentrale Aufmerksamkeit verdient, wenn man bedenkt: Re­mon­s­t­ran­ten waren zu Beginn Vertriebene und Flüchtlinge. Was tun sie also heute in den Gemeinden gemeinsam mit Flüchtlingen, auch mit Muslims? Vielleicht werden Flüchtlinge und andere „Ausländer“ auch gern Mitglieder und Freunde der Re­mon­s­t­ran­ten? Das wäre ein gutes neues Thema gewesen! Kommt aber vielleicht noch in einer Publikation am Ende des „Jubiläums“? Wenn man hoffentlich noch stärker einen Vorausblick bietet, was diese freisinnige protestantische Kirche, so klein sie auch sein mag, international in Zukunft bedeuten könnte und sollte. Dies in einer Zeit, in der der fundmentalistische christliche Glaube sich immer mehr durchsetzt: Was für eine Aufgabe für eine freisinnige und theologisch liberale und deswegen lernbereite christliche Kirche! Ein Freund in Berlin hat die Broschüre durchgeblättert und fragte mich dann: Wissen die Re­mon­s­t­ran­ten eigentlich, wie einmalig sie in der weiten Ökumene sind und wie notwendig sie heute sind als Orte des umfassenden interreligiösen Dialogs zum Beispiel? Ich kann diese Frage nur weitergeben. Vielleicht findet sie gelegentlich eine Antwort.

GET OUT ist eine Publikation der Re­mon­s­t­ran­ten. Man kann das Heft, in niederländischer Sprache, bestellen:

www. Re­mon­s­t­ran­ten.nl   oder Re­mon­s­t­ran­ten, Nieuwe Gracht 27 A, 3512 LC Utrecht,

Christian Modehn, www.remonstranten-berlin.de

Re­mon­s­t­ran­ten gegen evangelikale Nashville-Erklärung

Die Ehe für alle ist selbstverständlich…

Von Christian Modehn (Berlin) am 8.1.2019

Die Re­mon­s­t­ran­ten sind eine freisinnige, liberal-theologische protestantische Kirche in Holland. Sie sind die einzige christliche Kirche weltweit, die als solche kein verpflichtendes dogmatisches Bekenntnis von ihren Freunden und Mitgliedern verlangt.

Die für Toleranz eintretenden Re­mon­s­t­ran­ten lassen sich von konservativen Kirchen nicht alles bieten. Theologisch liberal sein heißt auch widersprechen, wenn die Freiheit der Menschen und ihre Würde bedroht sind.

Darum widersprechen jetzt die Re­mon­s­t­ran­ten offiziell, wenn in diesen Tagen von den zunehmend mächtiger werdenden Kreisen der konservativen Kirchen der USA ein theologisches Dokument auch in Holland verbreitet wird, mit entsprechenden Unterschriftensammlungen: Es handelt sich um die so genannte Nashville-Erklärung aus dem Jahr 2017, die weltweit schon Irritationen auslöste. In dem Text wenden sich zahlreiche evangelikale US-Theologen (unter ihnen Pastor John Piper, auch in den entsprechenden Kreisen in Deutschland bekannt) gegen die Gleichwertigkeit von Homosexualität und gegen die Rechte von Transsexuellen. Die Autoren der „Nashville Erklärung“ lesen wie üblich und unbelehrbar die Mythen der Bibel wortwörtlich, was Sexualität betrifft. Was die Worte Jesu gegen die Herrschaft des „Klerus“ betrifft, bekanntlich nicht, die werden je nach Laune evangelikal interpretiert.

Diese immer mächtiger werdenden evangelikalen Kreise (man denke an ihre aktuelle Unterstützung des brasilianischen rechtsextremen Präsidenten Bolsonaro) wollen damit die Muster einer für Europa längst vergangenen Kultur der absoluten Dominanz der „Hetero-Ehe“ fortschreiben und damit auch an einem entsprechenden Familien- und Frauenbild festhalten. Insofern ist das Nashville Dokument auch ein politisches Pamphlet. Und ein Dokument einer in der aufgeklärten, gebildeten westlichen Welt längst untergegangen Kultur. Es ist förmlich ein Kulturkampf um die Bibelinterpretation entstanden!

Darum haben jetzt, am 7.1. 2019, die Re­mon­s­t­ran­ten gegen die sogen. Nashville Erklärung protestiert. Diese Kirche war bekanntlich die erste, die schon 1986 als christliche Kirche die Segnung von Paaren des gleichen Geschlechts in ihren Kirchen gestaltete und damit diese Lebensform als normale Alternative zur Hetero-Ehe ansieht.

Es scheint, als hätten die Evangelikalen in dieser unserer Gegenwart der politischen Verwirrung (Nationalismus, Kriege, Rechtsradikalismus, Öko-Krise, Armut, Ungerechtigkeit weltweit) keine anderen Sorgen, als dieses uralte Thema der absoluten Geltung der Hetero-Ehe wieder zu propagieren. Als solle ein letztes Gefecht dieser Kirchen stattfinden um eine Kultur, die mit dem 20. Jahrhundert de facto, aber noch nicht in allen Köpfen, überwunden wurde. In Afrika sind die Kirchen die heftigsten Feinde des Respekts für Homosexuelle. Der Kardinal von Tanzania sagte kürzlich noch, besser sollten die Menschen in Tanzania verhungern, als Hilfen anzunehmen, die irgendwie mit „Gay“ (Schwul) etwas zu tun haben.

Man mache sich nur keine Illusionen: Wer heute noch christlich sein will, bindet sich oft an diese dogmatisch starren Kirchen. Diese Menschen suchen Sicherheit, Führung, sie wollen von anderen hören, was Gott will. Sie fragen nicht selbst, suchen nicht selbst. Alte Antworten in alten Floskeln und Sprüchen werden nachgesprochen…

Und vor allem: Die Nashville Erklärung könnte der Vatikan auch jetzt nicht besser formulieren. Selbst Papst Franziskus ist alles andere als ein Verteidiger der Gleichberechtigung der Homosexualität und der Homosexuellen. Er ist theologisch sehr konservativ, das hören die wenigen progressiven Katholiken nicht gern, aber es die Wahrheit. Man lese bitte auch den offiziellen, immer noch gültigen römischen Katholizismus von 1996, dort gibt es beste inhaltliche Übereinstimmungen mit der Nashville Erklärung!

Und man vergesse nicht: Die Nashville Erklärung können die meisten Muslime mit Begeisterung unterschreiben, jedenfalls solche, die in den Herrschaftsgebieten der arabischen Diktatoren leben.

Die Nashville Erklärung ist insofern leider ein ökumenisches, man möchte fast sagen, interreligiöses Dokument.

Man darf gespannt sein, wie etwa in Deutschland sich die Evangelische Kirche offiziell von diesem theologischen Unsinn aus Nashville distanziert. Kaum zu erwarten, wenn man nur an die Macht evangelikaler Kreise etwa in der Württembergischen Landeskirche denkt…Die offizielle katholische Kirche in Deutschland wird – nicht nur stillschweigend – jubeln. Das ist ja das richtige Thema für die katholischen, d.h. päpstlichen Weltjugendtage in Panama im Januar 2019. Sie haben das Motto: “Siehe, ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe nach deinem Worte“. Haben auf solch eine antifeministische Theologie die jungen (armen) Frauen in Lateinamerika gewartet, die in dieser Macho-Gewalt-Unkultur um Überleben kämpfen müssen?

Die Nashville Erklärung richtet viel Schaden an: Sie weckt den Eindruck bei vielen LeserInnen: Ja, so denken halt „die“ Kirchen. Ist ja leider nicht ganz falsch! Die Menschen haben also einen Grund mehr, sich von den Kirchen zu verabschieden.

Die Re­mon­s­t­ran­ten feiern in Holland in diesem Jahr 2019 ihr 400 Jahre dauerndes Bestehen. Ein Thema der aktuellen Auseinandersetzungen wurde ihnen nun mit der niederländischen Nashville-Erklärung vorgelegt, ein Thema, das in den Gedenk- und Denkfeiern jetzt nicht fehlen wird.

Die Re­mon­s­t­ran­ten sind eine zahlenmäßig sehr kleine Kirche, aber sie sind ein Ort der Zuflucht für jene, die eine Verbindung von Moderne, Vernunft, Menschenrechten UND christlichem Glauben erleben und gestalten wollen.

Copyright: Christian Modehn, Forum der Re­mon­s­t­ran­ten Berlin.

Bekenntnis der Re­mon­s­t­ran­ten

Eine Information vorweg: Der deutsche Wikipedia Beitrag über die protestantische Kirche der Re­mon­s­t­ran­ten entspricht nicht dem Stand der heutigen Theologie der Re­mon­s­t­ran­ten und auch nicht der Realität der Vielfalt remonstrantischen Lebens. Der Wikipedia Beitrag ist veraltet…

Die Re­mon­s­t­ran­ten sind eine kleine protestantische Kirche, vor allem in den Niederlanden, sie ist Mitglied im Weltrat der Kirchen und in Deutschland Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.

Sie ist theologisch liberal orientiert, sie sucht eine Verbindung von christlichem Glauben und Humanismus.

Zentrale Veranstaltung des “Forum der Re­mon­s­t­ran­ten Berlin” ist der religionsphilosophische Salon seit 2009.

Am Freitag, den 27. März 2020 um 19 Uhr findet ein religionsphilosophischer Salon über einige zentrale Aspekte der Philosophie HEGELS statt. In der Galerie Fantom, Hektorstr.9. Anmeldung dringend empfohlen. christian.modehn@berlin.de   Dies ist der Auftakt unserer Veranstaltungen zum 250. Geburtstag des Philosophen Hegel, der 1831 in Berlin gestorben ist.

Am Freitag, den 14.Februar 2020 um 19 Uhr fand ein religionsphilosophischer Salon statt über das Thema: „Das Kalte Herz“. Mehr als ein Märchen (von Wilhelm Hauff). Es offenbart die „imperiale Lebensweise“.  22 TeilnehmerInnen waren dabei. Leider mussten wir 8 Interessierten absagen, weil der Raum klein ist und vor allem: Nur eine kleinere Gruppe eine Gesprächssituation ermöglicht. Aber das große Interesse, ohne jede öffentliche Werbung, allein im Internet, und ohne jede Finanzierung von außen, ist schon bemerkenswert. Einige vertiefende Hinweise zur imperialen Lebensweise: Beachten Sie diesen LINK.

Am DONNERSTAG , den 9., Januar 2020, trafen sich in der Kunstgalerie Fantom Hektorstr. 9,  17 TeilnehmerInnen zum Thema: Das NEUE !? Gibt es noch das Neue im emphatischen Sinne? Das Bessere, das Gerechtere? Ein Abend, der auch dem persönlichen Austausch gewidmet war: Was ist mein Neues, habe ich Neues als Neubeginn erlebt? Habe ich eine, meine, Utopie?

Für Re­mon­s­t­ran­ten als einer protestantischen Kirche gibt es kein Glaubensbekenntnis, das für jedes Mitglied verpflichtend ist. Jeder, der Remonstrant werden möchte, formuliert sein eigenes, sein persönliches Bekenntnis. Dieses wird von der Kirche respektiert, es kann inspirieren zu weiteren Gesprächen. Im Jahr 2006 haben einige Theologen der Re­mon­s­t­ran­ten Kirche ein Bekenntnis formuliert, das sehr wertvoll, sehr inspirierend ist, das aber nicht bindend ist für die Mitglieder und Freunde der Re­mon­s­t­ran­ten. Nur so kann eine Kirche leben, die Vielfalt respektiert und den Glauben des einzelnen ernst nimmt. Bitte lesen Sie dazu den wichtigen Beitrag von Prof. Johan Goud, Den Haag. Johan Goud ist Philosoph und Theologe der Re­mon­s­t­ran­ten Kirche in Den Haag.

2006 haben einige remonstrantische Theologen einen Vorschlag gemacht, wie ein Glaubensbekenntnis ihrer Kirche aussehen könnte. Auffallend und einmalig in der weiten Ökumene ist wohl, dass das Glaubensbekenntnis nicht sofort mit “Gott” beginnt, sondern mit menschlichen Erfahrungen.

Dies ist der Text des Glaubenbekenntnisses als Impuls für alle Freunde und Mitglieder der Kirche:

Wir erkennen und glauben, dass wir unsere Ruhe nicht in der Sicherheit dessen finden, was wir bekennen, sondern im Erstaunen über das, was uns zufällt und geschenkt wird. Dass wir unsere Bestimmung nicht finden in Gleichgültigkeit und in Habgier, sondern in der Wachheit und Verbundenheit mit allem, was lebt. Dass unser Dasein nicht seine Vollendung findet in dem, was wir sind und was wir haben, sondern durch das, was unendlich größer ist als unser Begreifen. In diesem Bewusstsein glauben wir an Gottes Geist, der alles, was Menschen trennt, übersteigt, der sie begeistert für das, was heilig und gut ist. Damit die Menschen dann singend und schweigend, betend und handelnd Gott ehren und dienen.

Wir glauben an Jesus, einen vom Geist erfüllten Menschen das Antlitz Gottes, das uns ansieht und beunruhigt. Er hatte die Menschen lieb und wurde gekreuzigt, aber er lebt, sein eigener Tod und unser Tod sind vorüber. Er ist uns ein heiliges Vorbild für Weisheit und Mut, er bringt Gottes ewige Liebe ganz dicht zu uns.

Wir glauben an Gott, den Ewigen, der unergründliche Liebe ist, der Grund unseres Daseins, der uns den Weg zu Freiheit und Gerechtigkeit weist und uns einlädt zu einer Zukunft in Frieden.

Wir glauben, dass wir selbst, so schwach und fehlerhaft wir auch sind, gerufen werden, um mit Christus und allen Gläubigen verbunden, Kirche zu sein im Zeichen der Hoffnung.

Denn wir glauben an die Zukunft von Gott und Welt, an eine göttliche Geduld, die Zeit schenkt, um zu leben und zu sterben und um aufzuerstehen in das Königreich, das da ist und kommen wird, wo Gott auf ewig sein wird: Alles in allem. Gott sei der Lob und die Ehre in Zeit und Ewigkeit. Amen.

Zum Glaubensbekenntnis siehe das Buch:“Een weg van vrijheid” (Ein Weg der Freiheit), Reflectie bij de nieuwe remonstrantse belijdnis (Reflektionen zum neuen Re­mon­s­t­ran­ten Bekenntnis), hg u.a. Mijnke Bosman, Verlag Meinema, Zoetermeer, 2. Auflage 2007.

Das Forum der liberal-theologischen protestantischen Re­mon­s­t­ran­ten – Kirche in Berlin hat im Augenblick seinen Schwerpunkt in den religions-philosophischen Salons. Dies sind philosophische Gesprächskreise, auch zu literarischen, künstlerischen, religionswissenschaftlichen und theologischen Themen, in der selbstverständlichen Freiheit, ohne jede “konfessionelle Werbung”. Wir wollen ein Ort der Pluralität sein, ein Ort, in dem deutlich wird: Jeder Mensch hat seinen eigenen Glauben und soll ihn pflegen und mit anderen besprechen…Diese Salon-Abende sind natürlich offen für alle, die nach einer kritischen und selbstkritischen philosophischen Vertiefung ihrer Lebensfragen mit anderen zusammen suchen. Wir als  Re­mon­s­t­ran­ten halten nicht viel von einer Religion oder Kirche, die dogmatisch eng “nur unter sich bleiben will”. Lernen von “den anderen” ist für uns philosophisch und theologisch entscheidend.

Am Freitag, den 22. NOVEMBER 2019 um 19 Uhr, fand wieder ein religionsphilosophischer Salon statt:  In der Galerie Fantom, Hektorstr.9. Unser Thema: Was bedeutet “Apokalypse” und “apokalyptisch”? Dies sind heute vielfach verwendete Begriffe zur Bescheibung des Zustandes unserer Welt. Reflexionen über das “Ende von allem” sind also erforderlich und hilfreich, genauso wie eine Auseinandersetzung mit dem Buch der “Apokalypse des Johannes” im Neuen Testament. Aber was vermag da die Reflexion auf die Apokalypse? Ist sie Lähmung des Lebens/Denkens oder (letzter) Impuls zum Handeln? Das Thema hat philosophische Implikationen!  18 TeilnehmerInnen waren dabei!