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	<title>Geschichte Archive - Forum der Remonstranten in Berlin</title>
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	<description>Glauben ist Freisein</description>
	<lastBuildDate>Tue, 18 Jul 2023 19:16:37 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Trinität, Dreifaltigkeit, als Dogma überwinden!</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/1925/trinitaet-dreifaltigkeit-als-dogma-ueberwinden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jul 2023 19:11:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Dreifaltigkleit als Dogma überwinden]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben ohne das Trinitätsdogma]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten und Trinität]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten und Unitarier]]></category>
		<category><![CDATA[Trinität als Dogma überwinden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Hinweis von Christian Modehn, Juni 2023 1. Für die Frage nach Gott oder dem Göttlichen oder dem Ewigen oder dem „alles tragenden Lebenssinn“ interessieren sich noch viele Menschen. Als zusätzliches Problem erscheint für die meisten die Frage nach der göttlichen Dreifaltigkeit, der Trinität. Dabei gilt dieses Dogma innerhalb der Kirchenleitungen als etwas „unterscheidend Christliches“, also...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/1925/trinitaet-dreifaltigkeit-als-dogma-ueberwinden/">Trinität, Dreifaltigkeit, als Dogma überwinden!</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hinweis von Christian Modehn, Juni 2023</p>
<p>1.</p>
<p>Für die Frage nach Gott oder dem Göttlichen oder dem Ewigen oder dem „alles tragenden Lebenssinn“ interessieren sich noch viele Menschen. Als zusätzliches Problem erscheint für die meisten die Frage nach der göttlichen Dreifaltigkeit, der Trinität. Dabei gilt dieses Dogma innerhalb der Kirchenleitungen als etwas „unterscheidend Christliches“, also in den herrschenden, sich „orthodox, rechtgläubig“ nennenden Kirchen, wie bei den Römischen Katholiken, den Orthodoxen, den Lutheranern, den Reformierten (Calvinisten etc.). Der folgende Beitrag zeigt, dass spirituelles Leben im Sinne Jesu von Nazareth selbstverständlich ohne das Trinitäts &#8211; Dogma sehr gut möglich ist.</p>
<p>2.</p>
<p>Der internationale geschätzte (Konzils-) Theologe Karl Rahner SJ schrieb 1973 in seinem Lexikonbeitrag „Trinitätstheologie (Herders Theologisches Taschenlexikon, Band 7, S. 353): „ Es muss noch darauf hingewiesen werden, dass die Lehre von der Trinität im konkreten Leben der Christen und in der Predigt, wenn überhaupt, dann nur eine sehr bescheidene Rolle spielt“. Einen Grund für diese diese treffend beschriebene Tatsache nennt Rahner leider nicht. Die Wahrheit ist: Die Trinitätslehre, das Dogma, ist so „äußerst hochkomplex“, so sehr und so heftig eingebunden in eine metaphysische Sprachwelt des 4. Jahrhunderts n.Chr., dass sie, von wenigen Spezialisten abgesehen, heute niemand mehr versteht. In dem genannten Taschenlexikon &#8211; für weite Kreise bestimmt &#8211; braucht Rahner immerhin 13 Seiten, um das schwierigste aller theologischen Themen zu erklären. Wer diesen Rahner &#8211; Text verstanden hat, also in heute nachvollziehbaren Worten wiedergeben kann, möge sich bei mir melden.</p>
<p>3.</p>
<p>Wie unter Theologen üblich, wird von Rahner nicht erwähnt, wie stark die imperiale kaiserliche Macht damals interessiert war, Jesus von Nazareth als göttlichen Pantokrator auszugeben, und zwar aus dem einfachen Grund: Die Kaiser wollten sich als Nachfolger dieses göttlichen Christus &#8211; Pantokrator absolut aufwerten. Solches Ausblenden politisch &#8211; ideologischer Zusammenhänge beim Entstehen von Dogmen ist typisch für eine breite Tradition katholischer Theologie in Europa. Deswegen ist sie auch so irrelevant.</p>
<p>4.</p>
<p>Rahner selbst gibt zu, dass die Trinität, so wörtlich, „ein absolutes Geheimnis“ ist, das auch „nach seiner Offenbarung nicht rational durchschaubar ist“ (ebd. S. 342). Die Trinität ist also nicht nur nicht rational durchschaubar, das wäre schon viel verlangt, sie ist als solche nicht einmal als Faktum rational erreichbar. Also ein „absolutes Geheimnis“. Wer also dem Trinitätsdogma glaubend folgt, verzichtet bewusst auf jegliche Relevanz seines eigenen Geistes, seiner eigenen Vernunft. Diese Haltung, die zu dummem Schweigen führt, kann kein vernünftiger Mensch noch menschlich nennen. Menschen auf rational total bzw. absolut (!) Geheimnisvolles festzulegen, ist einzig Sache der so genannten Sekten, nicht aber der Menschen, die irgendwie den Lebensweg Jesu von Nazareth noch inspirierend finden und die Gottesfrage gerade mit ihrer Vernunft „klären“ wollen.</p>
<p>5.</p>
<p>Nur eine „Kostprobe“ zu trinitarischen Formeln, sehr dicht an dem offiziellen, bis heute in Messen etc. gesprochenen Glaubensbekenntnis: Es handelt sich demnach bei der Trinität um eine transzendente, himmlische real existierende Idee: Es ist der eine Gott mit einem Wesen und drei Hypotasen („Personen“) im „Himmel“. Gott selbst ist als erste „Person“ der Vater; die zweite Hypotase („Person“) trägt den Namen Christus. Er wurde „vor aller Zeit gezeugt“ (ohne Anwesenheit von Frauen, dann aber irgendwie auch himmlisch „geboren“). Dieser Christus hat zwei Naturen, eine göttliche und eine menschliche. Aber immerhin ist diese Hypotase so wirkungsvoll, dass aus ihm wie auch aus dem Vater der heilige Geist „ausgeht“ (im Sinne eines „Hervorgangs“, sagt die offizielle Deutung, was immer das bedeuten mag, CM). Die orthodoxen Kirchen des Osten behaupten nun, dass der heilige Geist nur aus dem Vater ausgeht! Wegen dieser „verknallten Spekulation“ kam es letztlich auch zum Bruch zwischen West &#8211; Kirche und Ost &#8211; Kirche … bis heute. Dieser heilige Geist wird in der christlichen Ikonographie als Taube dargestellt, (nebenbei: ob als „Ringeltaube“ ist umstritten, hübsch wäre auch die „Rotschwanz-Fruchttaube“, CM). Wer noch eine Nuance Rahners mag, etwa zur Zahl „drei“ innerhalb der Trinität: „Vater, Sohn und Geist können in Gott `drei` gezählt werden, wobei man sich allerdings dessen bewusst sein muss, dass man das zusammenzählt, was als reiner Unterschied im numerischen Einen der Wesenheit nicht unter einen Begriff einer Menge von Gleichartigem gebracht werden kann und darf“ ( ebd. S 351).</p>
<p>6.</p>
<p>Nun hat die zweite Person der himmlischen Trinität, der Sohn bzw. der Logos, einmal zu einem bestimmten Zeitpunkt die intern göttliche Welt verlassen und hat „Fleisch angenommen“, wie es offiziell heißt, in der Person Jesus von Nazareth, der von ca 1 nach unserer Zeitrechnung bis ca. 35 lebte. Zu dieser Zeit muss als in der himmlischen Trinität die zweite Person (der „Sohn“) gefehlt haben. Es gab also einmal &#8211; in diesem Denken &#8211; einmal einige nicht &#8211; trinitarische „Momente“ innerhalb der himmlischen Trinität: Dies nur als kleine Kostprobe zu den Fragen, die sich spekulativ ergeben… Und die ganze klassische Dreifaltigkeitstheologie fragwürdig erscheinen lassen.</p>
<p>7.</p>
<p>Die Trinitätslehre aus dem 4.Jh. (man hat darüber gerätselt und debattiert und publiziert mindestens bis zum Konzil von Florenz 1439) ist, vornehm ausgedrückt, heute eine überflüssige Alt-Last, weniger vornehm: ein störender Klumpen, ein Ballast, den es nun endlich beiseite zu legen gilt … als Akt der Befreiung.</p>
<p>8.</p>
<p>Die „Trinität“ ist für uns also nicht mehr als ein uraltes, jetzt nur noch für Historiker interessantes Bild, so, wie die religiöse Rede von Engeln im Christentum nichts als ein hübsches, aber letztlich überflüssiges Bild ist. Die außer &#8211; christliche Esoterik interessiert sich leidenschaftlich für die Engel, Pater Anselm Grün, der viel &#8211; schreibende Benediktiner, auch… Auch der Mythos von der Erbsünde ist nichts als ein Bild, aber kein Dogma mehr, sagen vernünftige Theologinnen heute. Dasselbe gilt für die Rede von der „unbefleckten Jungfrau Maria“.</p>
<p>9.</p>
<p>Dass damit ein Diskussionsfeld eröffnet wird, in dem die Konservativen, die Reaktionären und Traditionalisten alle ihre angeblich scharfen Argumente noch einmal gegen angeblich „böse Irrlehrer“ vorführen, ist klar. Die sich „rechtgläubig“ nennenden Kirchen (also römische Katholiken, Orthodoxe aller Couleur, Lutheraner, Calvinisten …) haben im Laufe ihrer Herrschaftsgeschichte bewiesen, wie sie mit dogmatischen Erneuern und Reformatoren gerade hinsichtlich der „Trinität“ umgehen: Der Theologe Michel Servet (bekannt und geschätzt durch sein Werk „De trinitatis erroribus“, 1531) wurde vom Reformator Calvin am 26. Oktober 1553 öffentlich in Genf (!) verbrannt. Die Theologen Sozzini (etwa Fausto Sozzini 1539-1604) als argumentierende und hoch gebildete Anti-Trinitarier und ihre kleine mutige Gemeinschaft der „Polnischen Brüder“ wurden verfolgt usw. An die Vorbehalte des großen Theologen Erasmus gegen die Trinitäts &#8211; Lehre müsste erinnert werden oder auch an die heute noch bestehende freisinnige christliche Kirche der Remonstranten. Ihr offenes Glaubensbekenntnis von 2006 versucht die göttliche Wirklichkeit jenseits trinitarischer Formeln auszusagen, ein einmaliger Vorgang in einer christlichen Kirche heute. LINK.</p>
<p>10.</p>
<p>Seit einigen Jahren haben sogar wenige katholische Theologen den Mut, ihre Zweifel an der offiziellen „Trinitätslehre“ öffentlich zu äußern. Ich denke da vor allem an Professor Edward Schillebeeckx, der lange Jahre als Theologe an der Universität Nijmegen lehrte. In dem Interview-Buch „Edward Schillebeeckx im Gespräch“ (Luzern 1994, Edition Exodus) sagt Schillebeeckx klar und deutlich: „Ich bin im Hinblick auf eine Trinitätstheologie fast ein Agnostiker“ (S. 107). Zuvor hat er in wenigen Sätzen erklärt, was ihn zu dieser Erkenntnis geführt hat: „Im Glaubensbekenntnis geht es nicht um die drei göttlichen Personen…Ich glaube an den heiligen Geist, der für mich allerdings ein großes Problem darstellt. In der Bibel ist der heilige Geist ein Geschenk, nicht eine dritte Person: Er ist die Seinsweise Gottes selbst, der sich den Menschen als Geschenk gibt“ (S. 106).</p>
<p>11.</p>
<p>Damit bietet Schlillebeeckx entscheidende Hinweise: Gott selbst ist, wenn man schon sprachlich sich auf ihn bezieht, nur als Geist denkbar, auch nicht als „Person“ im landläufigen Sinne, schon gar nicht als Materie, als Klotz, als Stein oder was… Sondern als ewiger Geist, und weil Geist, eben auch lebendig- tätig- schöpferisch. Auch Geist kann im populären Verständnis von „Geistern“ etc. falsche Assoziationen wecken… Auch „Geist“ als Beschreibung des Ewigen, Göttlichen, ist also sehr differenziert zu verstehen.</p>
<p>12.</p>
<p>Zunächst folgen wir der Spur, die zu einem neuem Verständnis des „heiligen Geistes“ führt, der nicht als göttliche „Person“ verstanden werden sollte. Unser Ausgangspunkt ist die menschliche Selbsterfahrung des Geistes: Im menschlichen Geist als Vernunft, als Emotion, zusammengefasst als „Seele“, gestalten wir unser menschliches humanes Leben, mit allen seinen vielfältigen Produktionen des Geistes und der Vernunft, mit seinen ständigen Reflexionen und Entscheidungen, auch zwischen Böse und Gut, um es klassisch moral-philosophisch zu sagen. Es unser Geist, der seine Lebendigkeit zeigt. Aber was soll dann noch ein heiliger Geist, offenbar ein zusätzlicher Geist in uns? Wann und wo und wie wirkt denn dieser zweite Geist in uns? Etwa nur, wenn es sich um explizit religiöse und spirituelle Fragen handelt? Aber kann der allgemeine, der menschliche Geist nicht von sich aus auch in der Auseinandersetzung mit Lebensfragen, in der Begegnung mit Kunst usw. Spuren der Transzendenz und des Göttlichen entdecken? Lehrt nicht sogar die katholische Kirche im Ersten Vatikanischen Konzil schon, dass der „natürliche“, also der allgemeine menschliche Geist Gott erkennen kann? Wozu dann noch diese behauptete doppelte Geist &#8211; Struktur in der einen geistigen Selbsterfahrung des Menschen? Kann der menschliche Geist nicht von sich auch Erstaunliches, wunderbar Genanntes, erleben?</p>
<p>13.</p>
<p>Die Rede von einem zusätzlichen, zweiten Geist, einem heiligen Geist, im Menschen ist also überflüssig. Aber was bedeutet dann die literarische Erzählung im Neuen Testament von der Begeisterung der ersten kleinen Gemeinde, die behauptet, zu „Pfingsten“ mit dem heiligen Geist beschenkt worden zu sein? Unsere Antwort: Diese ersten Christen fühlten sich durch ihren eigenen Geist ermutigt, als kleine Gemeinschaft weiter zu leben und ihren Glauben weiter zu gestalten: Diese allgemein menschliche Einsicht, Reflexion und Entscheidung, deuteten sie bei dem damals religiös-kulturell üblichen Enthusiasmus als besondere Gabe Gottes, als besonderen, gegenüber dem eigenen Geist noch zusätzlich gegeben göttlichen, heiligen Geist. Diese Deutung von „Pfingsten“ durch die ersten Christen ist also kulturell bedingte Deutung anzusehen. Diese ersten Christen hatten wie alle anderen Menschen ihren Geist, ihre Vernunft, ihre Emotionen usw. Und dieser Geist der Menschen ist &#8211; theologisch gesehen &#8211; der Geist, den der unendliche „Schöpfer“ der Evolution der Welt und der Menschen den Menschen erschaffen hat. Es ist also der von Gott geschaffene Geist (Vernunft) im Menschen, der auch zu religiösen Erkenntnissen führt. Einen zweiten, im Menschen irgendwie und irgendwann wunderbar wirkenden zusätzlichen göttlichen Geist braucht die Menschheit nicht. Denn der menschliche Geist (Vernunft) als Gottes Schöpfung ist heilig.</p>
<p>14.</p>
<p>Mit dieser Skizze wird deutlich: Der so genannte heilige Geist ist eine vom Überschwang bestimmte Konstruktion. Der heilige Geist ist also keine Person einer göttlichen Trinität: Denn Gott selbst ist schöpferischer Geist, der seinen Geist der evolutiven Welt (und den Menschen) mit &#8211; teilt…Es gilt also „Gott als den Ewigen als absolute Einheit zu denken“ (vgl. Kurt Flasch, „Christentum und Aufklärung“, Frankfurt/Mn., 2020, S 354)</p>
<p>15.</p>
<p>Es bleibt die Frage, wie denn Jesus von Nazareth als Logos in die „Trinität“ als die „zweite Person“ hineingesetzt werden konnte. Dazu hat der katholische Theologe Prof. em. Hermann Häring (Tübingen) in PUBLIK-FORUM( Heft 10/2023, S. 36 f.) einige Hinweise gegeben unter dem Titel „Die kirchliche Trinitätslehre ist überholt“. Häring schreibt: „Jesus hat sich nie als Teil einer Trinität verstanden, der ihm zugeschriebene Titel Sohn Gottes ist meilenweit entfernt von der zweiten innergöttlichen Person… Unser Bruder Jesus ist zum Träger von Gott gegebener Weisheit geworden. Dazu braucht es keine Dreifaltigkeit“ (S. 36). Im leider ziemlich knappen Beitrag betont Häring treffend: „Man habe in der Kirche diesen Trinitätsglauben aus kindlichem Glaubensgehorsam bewahrt“ (S. 37). Und er schlägt wie auch der Autor dieses Hinweises „eine Generalrevision unserer Glaubenskonstrukte“ vor (ebd.)</p>
<p>16.</p>
<p>Man muss den genannten Spuren folgen und „Jesus von Nazareth“ endlich wieder als Menschen sehen, als „unseren Bruder“, bezeichnen und als solchen auch religiös respektieren. Jesus von Nazareth ist einer von uns Menschen. Er zeigt in seinem Leben, dass er wie die Menschen überhaupt mit kreativem menschlichen Geist, als der Gabe des schöpferischen Gottes, ausgestattet, „beschenkt“, ist. Mit anderen Worten: Jesus von Nazareth zeigt, dass alle Menschen als Geschöpfe Gottes gemeinsam gleichberechtigte Brüder und Schwestern sind, im Bild gesprochen des einen „schöpferischen Vaters“…Es ist also die eine geistvolle Menschheit gemeint, die sich auch in Kirchen sammeln kann, um diese Erinnerung an den einen „Vater“ aller aktuell, auch politisch, aber auch meditativ lebendig zu gestalten.</p>
<p>17.</p>
<p>Aus der „Trinität“ ist also nicht nur der „heilige Geist“ als Person bzw. als Taube befreit. Aus der Trinität ist auch Jesus von Nazareth befreit. Was bleibt? Der eine ewige Gott, den viele als den geistvollen Schöpfer der evolutiven Welt und der Menschen ansehen und verehren, mit religiösen Menschen anderer Religionen…</p>
<p>18.</p>
<p>Aber auch bei diesem Bild, das sinnvoller und geistvoller,„vernünftiger“ und biblischer ist als das Bild „Trinität“, bleiben Fragen: In der Mystik und bei wenigen zeitgenössischen Theologen wird das Bild Trinität oder das Bild des einen schöpferischen Gottes noch einmal weiterentwickelt bzw. überwunden. Denn das Bild des einen schöpferischen Gottes lässt viele Probleme offen: Der schöpferische Gott hat den Menschen als Freiheit geschaffen, aber: Diese von Gott geschaffene Freiheit kann der Mensch auch zum Bösen, Krieg etc. gestalten. Das heißt doch wohl: Dass damit auch Gott als der Schöpfer dieser menschlichen Freiheit ins Böse mit hineingezogen wird.</p>
<p>19.</p>
<p>Gibt es also noch einen größeren Gott als das Bild des schöpferischen Gottes (vielleicht auch klassisch noch als Trinität)? Meister Eckart (1260-1328) dachte an die „Gottheit“, sozusagen an den „Gott über Gott“. In seiner „deutschen Predigt“ mit dem Titel „Selig die Armen“, bezogen auf Matthäus 5,3 heißt es: “Darum bitte ich Gott, dass er mich Gott-los (wörtlich Gottes quitt) mache. Denn mein wesentliches Sein ist oberhalb von `Gott`, sofern wir Gott als Ursprung der Welt fassen“(vgl. „Meister Eckart. Einheit mit Gott“, hg. von Dietmar Mieth, Düsseldorf 2002, S. 154). Es geht also bei diesem Gott über „Gott“ um eine Idee über allem Sein und über aller Unterschiedenheit… Auch Paul Tillich dachte Gott jenseits eines Theismus, der sich auf drei göttliche Personen bezieht. Eine authentische religiöse Lebensform ist für Tillich „Der Mut zum Sein“, der seinen Halt findet in dem „Gott über Gott“ (GW XI. S. 138 f). Siehe auch: &#8222;Paul Tillich&#8220; von Werner Schüssler und Erdmann Sturm, Darmstadt, 2007, S. 163ff): &#8222;Die Idee von dem Gott über Gott, dem letzten Grund allen Seins,  der erschient, wenn der Gott , dem wir Namen geben, versunken ist &#8211; , mag mir in der unbewussten Erinnerung an Dionysios (Areeopagita) gekommen sein&#8220; (S. 166). &#8222;Gott über Gott&#8220; ist also ursprünglich ein neuplatonischer Gedanke&#8230;.</p>
<p>20.</p>
<p>Was also ist erreicht in dem hier nur angedeuteten Versuch, das Dogma der Trinität beiseite zu legen und für eine „einfache“ Spiritualität zu plädieren? Es wurde beispielhaft gezeigt, dass eine moderne Theologie und ihr folgend Kirchen, die den Begriff modern für angemessen und richtig finden, (denk-)möglich sind. Dieser Hinweis will von Begriffen und Lehren befreien, die nur noch wie altes, verstaubtes Mobiliar in den Kirchen herumstehen und nur Historiker noch interessieren dürfen. Spirituelle Christen können sich also vom Ballast der Traditionen lossagen, befreien, wenn sie denn nicht von Angst vor dem Klerus bestimmt bleiben wollen. Und wichtig ist, dass Theologie wieder sich eine sehr lebhafte, erneuerungsbereite kritische Forschung zeigt…</p>
<p>21.</p>
<p>Wie sich diese von der alten „Trinität“ befreite Theologie zu den vielfältigen Formen der Unitarier bzw. unitarischen Kirchen verhält, ist eine andere Frage. Sie kann hier nicht beantwortet werden, weil die unitarischen Glaubensformen selbst noch sehr bezogen sind auf die alte, „klassische“ Trinitätstheologie. Unser Vorschlag geht ja dahin, den Gedanken Gott über „Gott“ im Sinne Meister Eckarts neu zu denken, von diesem „anderen“ Denken wären dann auch die unitarischen Glaubensformen betroffen.</p>
<p>22.</p>
<p>Zusammenfassung:<br />
Gott als der Ewige, der letzte Grund unseres Seins, ist Geist.<br />
Jesus von Nazareth ist Vorbild und Inspiration für ein &#8222;menschliches Leben&#8220;, das diesen Namen verdient.<br />
Der Geist ist heilig, weil er als Gottes Schöpfung im Menschen anwesend ist, als das Belebende, lebendig Machende.<br />
Die Konsequenzen dieser Theologie sind deutlich:<br />
Wir brauchen keine Ideologie der Erbsünde mehr, wir brauchen keine Klerus-Macht, sondern die Gemeinschaft der spirituell Suchenden, einander Ermunternden&#8230;<br />
Selbstverständlich wird dann auch die so genannte Erlösungs-Lehre der Kirchen neu gesehen: Der &#8222;Logos&#8220;, der vom Himmel herabsteigt und &#8222;Fleisch annimmt&#8220;, (Weihnachten!!), wird durch das Bild ersetzt: Jesus von Nazareth ist ein Vorbild der Menschlichkeit. Ihm in seiner Menschenfreundlichkeit zu folgen, kann erlösend sein. Aber nicht die metaphysische Kraft eines vom Himmel herabgestiegenen Logos (also die 2. Person der Trinität).<br />
Eine gewisse, ganz andere &#8222;Trinität&#8220;, also dann doch. Aber eine  nachvollziehbare, nicht als total &#8222;geheimnisvoll&#8220; behauptete&#8230;<br />
Eine andere &#8222;Trinität&#8220;, die zu denken &#8230; und zu leben gibt &#8211; auch im Gespräch mit anderen Religionen und Konfessionen, mit den Kulturen und anderen &#8222;Darstellungen&#8220; des Geistes&#8230;</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Remonstranten &#8211; eine Geschichte von &#8222;Verlierern&#8220;?</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/1664/die-remonstranten-eine-geschichte-von-verlierern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2019 15:30:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktueller Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienste der Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengeschichte immer aus der Sicht Sieger]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Nissen]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Nissen über Geschichte der Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten als Verlierer?]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten sind kein Teil der Reformierten Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[remonstrantisch-reformiert ein falscher Titel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über einen Beitrag von Peter Nissen, Professor für Ökumene an der Radboud-Universität von Nijmegen und Remonstranten Pastor in Oosterbeek NL. Von Christian Modehn Peter Nissen, Ökumene Professor und als Historiker auch Spezialist für die Geschichte der Remonstranten, hat in diesem Jahr (2019) in der Zeitschrift ADREM 11 ausführliche Beiträge geschrieben über die Synode von Dordrecht...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/1664/die-remonstranten-eine-geschichte-von-verlierern/">Die Remonstranten &#8211; eine Geschichte von &#8222;Verlierern&#8220;?</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Über einen Beitrag von Peter Nissen, Professor für Ökumene an der Radboud-Universität von Nijmegen und Remonstranten Pastor in Oosterbeek NL.</p>
<p>Von Christian Modehn</p>
<p>Peter Nissen, Ökumene Professor und als Historiker auch Spezialist für die Geschichte der Remonstranten, hat in diesem Jahr (2019) in der Zeitschrift ADREM 11 ausführliche Beiträge geschrieben über die Synode von Dordrecht und die Folgen. Vor 400 Jahren kam es dort bekanntlich zur Verwerfung (und kurzzeitig auch zur Verfolgung) der freiheitlich – humanistisch orientierten Gruppe der Remonstranten-Theologen durch die offizielle mehrheitliche calvinistische Kirche in den Niederlanden.</p>
<p>So entstanden damals zwei Kirchen: Die streng orthodoxe calvinistische Kirche der großen Mehrheit und die zahlenmäßig kleinere, aber explizit freiheitliche, wir würden heute sagen liberal-theologische, Remonstranten Kirche. Sie trägt bis heute den Titel „Bruderschaft“. Damit ist selbstverständlich keine antifeministische Aussage gemacht!</p>
<p>Was ist wichtig in dem Beitrag von Peter Nissen, der meines Erachtens sehr erhellend ist und weitere Debatten anregen könnte:</p>
<ol>
<li>Auch Kirchengeschichte wurde und wird wohl noch immer aus der Perspektive der Sieger geschrieben.</li>
<li>Die Verlierer in den Auseinandersetzungen um den „wahren Glauben“ werden kaum wahrgenommen. Ihre Wahrheit wird ausgeblendet.</li>
<li>Die Remonstranten sind in der Sicht von Peter Nissen historisch gesehen die Verlierer. Durchgesetzt haben sich die „orthodoxen“, streng calvinistischen Kirchen.</li>
<li>Noch immer besteht gelegentlich die falsche Meinung, so Peter Nissen, die Remonstranten seien eine Variante der Reformierten (Calvinisten). Der Titel als Selbstbezeichnung „remonstrantisch-reformierte“ kommt ja noch vor. Die Remonstranten sind etwas Eigenes, mit eigener Theologie.</li>
<li>Es gilt, so Prof. Nissen, sich von der Perspektive zu befreien, die Gewinner (die Reformierten) hätten recht, die Remonstranten unrecht. Diese verbreitete Denk-Richtung nennt er „Tunnelblick“.</li>
</ol>
<p>Was bleibt also, meiner Meinung nach?</p>
<p>Die Remonstranten als eigenständige Kirche (als liberal-theologische, nicht-fundamentalistische Kirche) sind heute dringender und wichtiger denn je. Denn angesichts globaler Ängste geht das religiöse Interesse sehr vieler Menschen in die Richtung evangelikal, pfingstlerisch, fundamentalistisch charismatisch etc.</p>
<p>Dass es eine andere Gestalt des christlichen Glaubens gibt, eben eine freisinnige christliche Kirche, die offen, dialogbereit, tolerant, nicht-dogmatisch ist und bleiben will, dies muss wohl noch viel deutlicher gesagt werden. Auch in Deutschland.</p>
<p>Und deutlich werden sollte dann: Auch diese liberal-theologischen Kreise und Gemeinden haben ihren eigenen Charme, ihre eigene menschliche Wärme! Die braucht man nicht bei den enthusiastischen Fundamentalisten zu suchen.</p>
<p>Wichtig wäre nur, in meiner Sicht, wenn sich die Gottesdienste (am Sonntag) deutlich von den üblichen reformierten Gottesdiensten unterscheiden würden, wenn sie auch liturgisch mehr eigenes und neues Profil erhielten.</p>
<p>Und die tatsächlich ja aus Flüchtlingen gegründete Remonstranten – Kirche könnte meines Erachtens deutlicher noch ihr politisches Profil zeigen im praktischen Einsatz für die Menschenrechte.</p>
<p>Copyright: Christian Modehn</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/1664/die-remonstranten-eine-geschichte-von-verlierern/">Die Remonstranten &#8211; eine Geschichte von &#8222;Verlierern&#8220;?</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rembrandts Porträts von Remonstranten: Eine Ausstellung im Rijks Museum Amsterdam</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/1651/1651/</link>
					<comments>https://forum.remonstranten-berlin.de/1651/1651/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Sep 2019 15:28:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktueller Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Hinweis von Christian Modehn Die niederländische Kirche der Remonstranten (liberal-theologisch, freisinnig, ökumenisch) feiert in diesem Jahr ihr 400 jähriges Bestehen. Als der Organisator dieser zahlenmäßig immer kleinen, theologisch aber immer inspirierenden, und manchmal auch provozierenden Kirche gilt Johannes Uytenbogaert. Er musste sich nach der Synode in Dordrecht, die zur Trennung von der sehr konservativen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/1651/1651/">Rembrandts Porträts von Remonstranten: Eine Ausstellung im Rijks Museum Amsterdam</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hinweis von Christian Modehn</p>
<p>Die niederländische Kirche der Remonstranten (liberal-theologisch, freisinnig, ökumenisch) feiert in diesem Jahr ihr 400 jähriges Bestehen.</p>
<p>Als der Organisator dieser zahlenmäßig immer kleinen, theologisch aber immer inspirierenden, und manchmal auch provozierenden Kirche gilt Johannes Uytenbogaert. Er musste sich nach der Synode in Dordrecht, die zur Trennung von der sehr konservativen calvinistischen Kirche führte, nach Antwerpen flüchten.</p>
<p>Später haben Rembrandt van Rijn und Jacob Becker ihn und andere Remonstranten in Porträts lebensnah – lebendig gestaltet. Diese Bilder sind noch <em>bis zum 29. September 2019 im „Prentenkabinet“ des Amsterdamer Rijksmuseums zu betrachten.</em></p>
<p>Uytenbogaert war u.a mit Hugo Grotius, dem berühmten Rechtsphilosophen und Sympathisanten der remonstrantischen Theologie, befreundet.</p>
<p>Um 1630 konnten die Remonstranten in den Niederlanden relativ sicher leben. Der frühere theologische Streit um die Freiheit des Menschen hätte das Land fast in einen Bürgerkrieg geführt.</p>
<p>Die Remonstranten traten für die Freiheit des Menschen, auch in seinen Glaubensentscheidungen, ein, sie wehrten sich also gegen eine allumfassende Prädestination durch Gott&#8230; Sie sind gewissermaßen eine humanistische christliche Kirche! Das ist in der weiten christlichen Ökumene eine Ausnahme! Bekanntlich sind zahlenmäßig und finanziell besonders stark die Pfingstgemeinden und Evangelikalen, sie sind sozusagen der &#8222;dialektische Kontrast&#8220; zur remonstantischen theologischen Offenheit.</p>
<p>Interessant und für die Zukunft vielleicht inspirietend ist: Die ersten Remonstranten Gemeinden in Holland waren <em>Hausgemeinden</em>.</p>
<p>Die Remonstranten wurden als Kirche sozusagen im Exil, <em>von einem Flüchtling</em>, organisiert.</p>
<p>Die Remonstranten sind die ersten, die <em>Aufklärung und christlichen Glauben</em> zusammenführen.</p>
<p>Wer sich die Remonstranten Porträts von Rembrandt <a href="https://kalden.home.xs4all.nl/verm/rembr_uyttenboogaerdNL.html">ansehen</a> will:</p>
<p>Eine andere Publikation zeigt auch das <a href="https://www.rd.nl/kerk-religie/rembrandt-schilderde-remonstrantse-voorman-1.1590846">Porträt Uytenbogaerts</a> mit einem Buch zu seiner Linken. Dies ist nicht die Bibel, das ist bemerkenswert, sondern es handelt sich offenbar um theologische Notizen, vielleicht um eine kurzgefasste Kirchenordnung der Remonstranten. Über die verschiedenen Aktivitäten der Remonstranten informiert die Zeitschrift <a href="https://www.remonstranten.nl/adrem/">ADREM.</a></p>
<p>Bekanntlich haben die Remonstranten bis heute kein für alle Mitglieder und Freunde verbindliches Glaubensbekenntnis. Und sie wollen das auch nicht um der je persönlichen spirituellen Freiheit willen. Lediglich eine kurze, sehr allgemeine und offene „Grundsatz – Erklärung“ gilt als verbindliche Orientierung: „Die Remonstrantische Bruderschaft ist eine Glaubensgemeinschaft, die im Evangelium von Jesus Christus verwurzelt ist. Und die getreu dem Grundsatz von Freiheit und Toleranz Gott ehren und dienen will“.</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Remonstranten Forum Berlin</p>
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		<title>Remonstranten- eine freisinnige christliche Kirche besteht seit 400 Jahren</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/1547/remonstraten-eine-freisinnige-christliche-kirche-besteht-seit-400-jahren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2019 15:35:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elemente der Theologie der Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[400 Jahre Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Dordrecht Synode]]></category>
		<category><![CDATA[eine freisinnige Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[gibt es eine humanistische Kirche?]]></category>
		<category><![CDATA[humanistisches Chistentum]]></category>
		<category><![CDATA[Jubliäum der Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten bestehen 400 Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten feiern Jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[Synode zu Dordrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gedenken und Feiern im Jahr 2019 Ein Hinweis von Christian Modehn Die „Remonstranten“ als einzige explizit freisinnige und liberal-theologische und humanistisch-orientierte Kirche besteht im Jahr 2019 400 Jahre. Diese Kirche ist bis jetzt fast ausschließlich in den Niederlanden vertreten, seit 1622 in Friedrichsstadt, Nordfriesland. In Berlin wurde 2010 ein „Forum der Remonstranten“ gegründet. Die Erinnerung...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gedenken und Feiern im Jahr 2019</p>
<p>Ein Hinweis von Christian Modehn</p>
<p>Die „Remonstranten“ als einzige explizit freisinnige und liberal-theologische und humanistisch-orientierte Kirche besteht im Jahr 2019 400 Jahre. Diese Kirche ist bis jetzt fast ausschließlich in den Niederlanden vertreten, seit 1622 in Friedrichsstadt, Nordfriesland. In Berlin wurde 2010 ein „Forum der Remonstranten“ gegründet.</p>
<p>Die Erinnerung an die Geschichte der „remonstrantischen Bruderschaft“, so der offizielle Titel, ist wesentlich, nur so wird das besondere theologische Profil dieser Kirche deutlich.</p>
<p>In der Monatszeitschrift ADREM beschreibt Peter Nissen wesentliche historische Momente, die zur Gründung der Remonstranten führten. Peter Nissen ist remonstrantischer Pastor und Professor für Ökumene an der Radboud Universität in Nijmegen.</p>
<p>In der Dezember Ausgabe 2018 von ADREM erinnert Peter Nissen an die Synode der calvinistischen Kirche in Dordrecht im November 1618. Die Synode war zusammengekommen vor allem wegen der theologischen Dispute, die der Theologe Arminius angestoßen hatte: Es ging ihm ursprünglich um die Frage: Welche Bedeutung hat der freie Wille des Menschen, wenn er sich der Botschaft des Evangeliums anschließt. Arminius unterstützte dabei die Teilnahme, die Anerkennung des freien menschlichen Willens; die meisten Theologen der calvinistischen Kirche hielten an der Lehre von der totalen Vorherbestimmung (Prädestination) fest. „Remonstrance“ bedeutet Einspruch, Widerspruch, eben Beschwerde gegen die totale Prädestinationslehre Calvins.</p>
<p>Die Theologen, die den Vorschlägen von Arminius folgten, waren zunächst bei Eröffnung der Synode in Dordrecht (am 13.November 1618) gar nicht zu gelassen. Erst am 6. Dezember 1618 konnten 12 remonstrantische Theologen dabei sein, sie waren nicht (gleichberectigte) Teilnehmer, sondern Angeklagte, wie Nissen schreibt.</p>
<p>„Diese Synode war kein Forum offener Diskussion, sondern ein Gerichtshof der Rechtsgesinnten, also der orthodoxen Calvinisten“. Die Vertreter der Remonstranten hatten schon den Eindruck, dass abweichende theologische Argumente in der Synode nicht mehr zählten. Am 14. 1. 1619 mussten die Remonstranten die Synode verlassen. Die freisinnigen Remonstranten wurden ausgegrenzt.</p>
<p>In Erinnerung bleibt eine Rede, die der remonstrantische Theologe Simon Episcopius noch am 7. Dezember 1618 hielt. Seit 1612 war Episcopius Professor in Leiden. „Wie Arminius wollte Episcopius Theologie treiben auf der Linie des Erasmus, mit der Vernunft als Richtschnur und mit der Philosophie als Hilfe fürs Verstehen der Bibel“. 2015 wurde der Vortrag von Episcopius unter dem Titel „Die arminianische Friedenskirche“ aus dem Lateinischen, der damaligen „Gelehrtensprache“ übersetzt und veröffentlicht. Dieser Vortrag ist, so Peter Nissen, „ein Plädoyer für ein tolerantes und pluriformes Christentum. Er plädiert für eine Kirche, die die Bibel zwar als Fundament hat, aber in der Raum ist für Vielfalt in der Auslegung der Bibel&#8230; Zwang gehört nicht zur Eigenart der Kirche“.</p>
<p>Es folgte ab 1619 eine Zeit, in der die Remonstranten vertrieben und verfolgt wurden, später konnten sie ihre Kirchengebäude nur als „versteckte Kirchen“ hinter einer neutralen Häuserfront bauen (etwa die Kirche „de rode hoed“ in Amsterdam).</p>
<p>Die Remonstranten heute sind selbständig, also nicht Mitglied der Protestantischen Kirche der Niederlande“ (PKN), einem Zusammenschluss von Hervormden, Gereformeerden und Lutheranern.</p>
<p>Am 11. November 2018 fand aber in der „Großen Kirche“ zu Dordrecht, dem Ort der Synode von 1618, ein gemeinsamer Gottesdienst von Protestanten der PKN (also den Nachfahren von Calvin, wenn man so will) und den Remonstranten statt.</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, remonstranten-berlin.de</p>
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		<title>Mennoniten und Remonstranten arbeiten seit 400 Jahren zusammen</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/879/mennoniten-und-remonstranten-arbeiten-seit-400-jahren-zusammen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 11:24:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[400 Jahre Ökumene in Holland]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinsame gemeinden von mennoniten und Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenarbeit Mennoniten und Remonstranten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mennoniten und Remonstranten arbeiten seit 400 Jahren zusammen In Holland gibt es seit 400 Jahren schon eine enge ökumenische Freundschaft und Zusammenarbeit: Die Mennoniten, in den Niederlanden &#8222;Doopsgezinde&#8220;, also auf (Wieder) Taufe bezogene Christen, genannt und die Remonstranten, die in Holland offiziell &#8222;remonstrantische Bruderschaft&#8220; heißen, arbeiten heute auf der Ebene von Gemeinden zusammen, etwa in...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><a href="http://forum.remonstranten-berlin.de/uploads/2013/10/Jacobus_Arminius.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-1313" src="http://forum.remonstranten-berlin.de/uploads/2013/10/Jacobus_Arminius-150x150.jpg" alt="" height="150" width="150"></a>Mennoniten und Remonstranten arbeiten seit 400 Jahren zusammen</p>
<p class="MsoNormal">In Holland gibt es seit 400 Jahren schon eine enge ökumenische Freundschaft und Zusammenarbeit: Die Mennoniten, in den Niederlanden &#8222;Doopsgezinde&#8220;, also auf (Wieder) Taufe bezogene Christen, genannt und die Remonstranten, die in Holland offiziell &#8222;remonstrantische Bruderschaft&#8220; heißen, arbeiten heute auf der Ebene von Gemeinden zusammen, etwa in Dokkum, Amersfoort, Hilversum, Leiden, Meppel, Nijmegen, Hoorn.</p>
<p class="MsoNormal">Schon in den Jahren des Entstehens beider Kirchen, also im 17. Jahrhundert, war man sich in vielen theologischen Fragen einig, etwa in der Ablehnung einer rigiden Gnadenlehre (nach Calvin), in der Hochschätzung von <span id="more-879"></span>Friedensarbeit und in der nachdrücklichen Betonung individueller Freiheit.</p>
<p class="MsoNormal">Im November 2013 werden die<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp; </span>Monatszeitschriften beider Kirchen eine gemeinsame Ausgabe publizieren, weitere Veranstaltungen sind im Noveber 2013 geplant, etwa im Museum Catharijneconvent in utrecht, am 16. 2.2104 gibt es einen feierlichen Gottesdienste beider Kirchen in Leiden.</p>
<p class="MsoNormal">Die Zeitschriften heißen: ADREM und Doopsgezind.nl</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Remonstranten haben ihren &#8222;Tag der Beratung&#8220; (Beraadsdag) am 9. März 2013 in Amsterdam</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/738/remonstranten-haben-ihren-tag-der-beratung-beraadsdag-am-9-maerz-2013-in-amsterdam/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 20:43:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Beraadsdag 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Moses und Aaronkirche Amsterdam]]></category>
		<category><![CDATA[Mozes en Aaronkerk te Amsterdam]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstrants beraadsdag 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[verdraagsamheid]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Remonstranten gestalten in jedem Jahr einen &#8222;beraadsdag&#8220;, einen Tag der Beratung und Aussprache; in diesem Jahr findet er am 9. März 2013 in Amsterdam im der Moses &#8211; und Aaron Kirche am Waterlooplein statt. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen steht diesmal die Toleranz, eine Haltung, die seit der Gründung der Remonstranten Kirche zu...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/738/remonstranten-haben-ihren-tag-der-beratung-beraadsdag-am-9-maerz-2013-in-amsterdam/">Remonstranten haben ihren &#8222;Tag der Beratung&#8220; (Beraadsdag) am 9. März 2013 in Amsterdam</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Remonstranten gestalten in jedem Jahr einen &#8222;beraadsdag&#8220;, einen Tag der Beratung und Aussprache; in diesem Jahr findet er am 9. März 2013 in Amsterdam im der Moses &#8211; und Aaron Kirche am Waterlooplein statt. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen steht diesmal die Toleranz, eine Haltung, die seit der Gründung der Remonstranten Kirche zu Beginn des 17. Jahrhunderts zum Kernpunkt der Theologie und Spiritualität geworden ist. Was heißt aber Toleranz heute in einer Welt, die offenbar keinen Respekt vor der Verschiedenheit und so wenig Sinn für den Frieden hat, zumal in der Welt der Religionen immer mehr Intoleranz, immer mehr Fundamentalismus, immer mehr Machtbesessenheit zu vermerken sind.</p>
<p>Toleranz bedeutet heute wohl auch Intoleranz gegenüber den Intoleranten. Wobei Toleranz ja nur die schwächste Ebene des menschlichen Miteinanders ist, wichtiger sind Fairness und vor allem Respekt und Geichberechtigung&#8230;.</p>
<p>Wir bieten hier in niederländischer Sprache das Programm des &#8222;Beraadsdag&#8220; in Amsterdam am 9. März 2013:</p>
<p>KOM NAAR DE REMONSTRANTSE BERAADSDAG 2013</p>
<p>VERDRAAGZAAMHEID &#8230; in the global village</p>
<p>zaterdag 9 maart 2013 van 10.30 tot 16.15 uur</p>
<p>Mozeshuis/ Mozes en Aäronkerk in Amsterdam</p>
<p>met o.a. James Kennedy, Marcel Poorthuis, Sharda Nandram</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Remonstranten en verdraagzaamheid</p>
<p>Sinds het ontstaan van de Remonstrantse Broederschap is verdraagzaamheid een belangrijke waarde voor remonstranten. Al werden er door de eeuwen heen wel verschillende accenten gelegd. Hoe geven we verdraagzaamheid vorm in de 21ste&nbsp; eeuw? Wie zich met die vraag wil bezig houden is van harte welkom.</p>
<p>21ste eeuw</p>
<p>Mobiliteit en communicatie zijn voor een deel van de wereldbevolking aanmerkelijk verbeterd. Maar zijn we hierdoor ook verdraagzamer geworden? Wat valt er over verdraagzaamheid te zeggen in een wereld die alsmaar kleiner wordt? Worden we door alle mogelijkheden om met elkaar in verbinding te staan klein van geest of groot van hart? Wat is de remonstrantse inbreng aan de discussie over Islam en populisme? Waardoor laten we ons inspireren als we proberen om verdraagzaam te zijn? Tijdens deze beraadsdag gaan we in op de betekenis van verdraagzaamheid in een&nbsp; moderne samenleving waar kerk en religie niet meer vanzelfsprekend zijn maar waar nog altijd&nbsp; – gegeven al die verschillende mensen –geenszins sprake is van een seculiere monocultuur. Verdraagzaam zijn in het werelddorp, kan dat eigenlijk wel?</p>
<p>Ter voorbereiding</p>
<p>Het boekje Islam, populisme en kerkelijke respons van dr. Antje van der Hoek e.a. ( zie webwinkel op website remonstranten) is zeer geschikt als voorbereidende lectuur voor de remonstrantse Beraadsdag 2013,&nbsp; waar het thema verder uitgewerkt wordt met lezingen en workshops.</p>
<p>Over de locatie</p>
<p><strong>Het Mozeshuis in Amsterdam is in 2012 uitgeroepen tot ‘ambassade van de verdraagzaamheid’. De ambassade van de verdraagzaamheid leek volgens de organisatie van de remonstrantse beraadsdag bij uitstek de plaats waar remonstranten zich kunnen bezinnen op dit onderwerp.</strong></p>
<p>‘Paspoort Europa’</p>
<p>De Remonstrantse Beraadsdag wordt dit jaar georganiseerd in samenwerking met de International Association for Religious Freedom (IARF) en de remonstrantse Taakgroep Europese Contacten. Het deelprogramma ‘paspoort Europa’ wordt door deze twee groepen georganiseerd.</p>
<p>HET PROGRAMMA</p>
<p>10.00 uur&nbsp; ontvangst en inschrijving</p>
<p>10.30 uur&nbsp; liturgische opening door Christa Anbeek – docent remonstrants Seminarium</p>
<p>10.45 uur&nbsp; James Kennedy over verdraagzaamheid , met reactie van Marcel Poorthuis</p>
<p>James Kennedy is hoogleraar Nederlandse Geschiedenis sinds de Middeleeuwen aan de Universiteit van Amsterdam. Hij groeide op in de Verenigde Staten en is vanaf 2003 werkzaam in Nederland.</p>
<p>Marcel Poorthuis is in 2010&nbsp; benoemd tot hoogleraar aan de Faculteit Katholieke Theologie met als leeropdracht de dialoog tussen godsdiensten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>11.45&nbsp; &#8211; 12.00 uur koffie + op weg naar de workshops</p>
<p>12.00 &#8211;&nbsp; 13.00 uur workshopronde 1</p>
<p>Paspoort Europa &#8211; deel 1, De Remonstrantse Beraadsdag 2013 wordt dit jaar georganiseerd in samenwerking met de International Association for Religious Freedom (IARF) en de remonstrantse Taakgroep Europese Contacten. Tijdens de dag verzorgen zij een speciaal programma met workshops: ’Paspoort Europa?’</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Verdragen en kwetsbaarheid met&nbsp; Christa Anbeek, docent aan het Remonstrants Seminarium.</p>
<p>Christa Anbeek schreef ondermeer ‘Overlevingskunst – leven met de dood van een dierbare’, dat vorig jaar verscheen. Daarin onderzoekt Anbeek wat filosofie, godsdienst en psychologie aan troost te bieden hebben. In het voorjaar van 2013 verschijnt haar nieuwe boek ‘De berg van de ziel’ waarin ze verder ingaat op het thema ‘kwetsbaar leven’.</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aan de slag om de hoek met Arie Nico Verheul.</p>
<p>Hoe kom je in contact met andersgelovigen en hoe voer je een zinvol interreligieus gesprek?&nbsp; Wat breng je ter sprake? Hoe kun je in je plaatselijke gemeente werken aan interreligieuze dialoog?&nbsp; Remonstrants predikant Arie Nico Verheul heeft hier ervaring mee.</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Over Friedrichstadt en remonstrantse verdraagzaamheid met Severien Bouman.</p>
<p>In de zeventiende eeuw stichtten remonstranten het stadje Friedrichstadt in Sleeswijk-Holstein. Het is de enige remonstrantse gemeente buiten Nederland. Wat leert het zeventiende-eeuwse experiment van Friedrichtstadt ons nu over verdraagzaamheid? Severien Bouman is remonstrants predikant in Friedrichstadt.</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; The global village van de apostel Paulus. Leerhuis met Carolien Sieverink, student aan het remonstrants Seminarium.</p>
<p>Haar afstudeerscriptie gaat over de rol van vrouwen in de gemeente in de theologie van Paulus. Hoe ruimdenkend was Paulus eigenlijk? Hoe groot of hoe klein was zijn global villlage?</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Van Harem tot Fitna met Marcel Poorthuis. De beeldvorming over de Islam in Nederland is aan verandering onderhevig. Marcel Poorthuis schreef hier een standaardwerk over ‘Van Harem tot Fitna’. Op deze beraadsdag zet hij de hoofdlijnen van dit boek uiteen.</p>
<p>13.00 – 14.00 uur&nbsp;&nbsp; LUNCH</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>14.00 – 15.00 uur workshopronde 2</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; A Common word met Antje van der Hoek en Marcel Poorthuis.</p>
<p>Antje van der Hoek geeft in het boekje dat verschenen is ter voorbereiding op de beraadsdag ( zie onder) de discussie weer binnen kerken in Duitsland en Nederland&nbsp; over de verhouding tussen moslims en christenen. Zij gaat met name in op de handreiking van de Evangelisch Lutherse Kerk in Duitsland ‘Klarheit und gute Nachbarschaft. Christen und Muslime in Deutschland’ (2006) en op de verklaring van 138 moslimgeleerden ‘A Common Word’ (2007). Deze laatste tekst heeft ook bij kerken in Nederland reacties losgemaakt.&nbsp; Antje van der Hoek legt aan het einde van haar bijdrage de indringende vraag op tafel welk vrijzinnig alternatief er kan worden geboden voor anti-islamitische sentimenten in de samenleving en geeft een eerste aanzet voor de beantwoording ervan. Hoe kunnen de remonstranten aansluiten bij het document ‘A common word’? Zij gaat hierover in gesprek met Marcel Poorthuis.</p>
<p>Antje van der Hoek, ‘Islam, Populisme en kerkelijke respons. Vrijzinnigen aan het woord’. Eigen uitgave van de remonstranten in het kader van het jaarthema ‘Verdraagzaamheid in the global village’ . 96 pagina’s. Prijs: € 7,- excl. porto ( bij 5 exemplaren voor € 5,- per stuk). ISBN 978 90 811949 0 7 – bestellen via info@remonstranten.org</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Paspoort Europa – vervolg</p>
<p>De remonstrantse Beraadsdag 2013 wordt dit jaar georganiseerd in samenwerking met de International Association for Religious Freedom (IARF) en de remonstrantse Taakgroep Europese Contacten. Tijdens de dag verzorgen zij een speciaal programma met workshops:” “Paspoort Europa?”</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bidden we voor dezelfde God?&nbsp; Predikant en islamoloog Jan Slomp was kritisch over de nota van de PKN over de Islam uit 2010. In deze nota ging het ook om de vraag of moslims en christenen samen kunnen bidden. In deze workshop gaat Jan Slomp in op de vraag of we voor dezelfde God bidden.</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Verdraagzaamheid bij de Remonstranten met Tjaard Barnard. Tjaard Barnard gaat in op de verschillende wijzen waarop remonstranten in de afgelopen vier eeuwen verdraagzaamheid aan de orde stelden. Tjaard Barnard is remonstrants predikant in Rotterdam en rector van het remonstrants Seminarium.</p>
<p>15.00 &#8211; 15.15 uur theepauze</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>15.15 – 16.00 uur Afronding van de dag onder leiding van Sharda Nandram</p>
<p>Sharda Nandram is sociaal psycholoog en werkt als associate professor aan Nyenrode Business University op het terrein van spirituele innovatie en werkt als lector bij de Hoge School Arnhem/ Nijmegen</p>
<p>16.15 uur liturgische afsluiting onder leiding van Tjaard Barnard</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Neue Bücher von Remonstranten, Sommer 2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jul 2012 17:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher von Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten in Amsterdam]]></category>
		<category><![CDATA[Smsterdam Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[theologisches Seminar der Remonstranten in Amsterdam]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Neue Bücher&#160; &#8230; und: Ein Umzug nach Amsterdam Remonstranten Theologen haben wieder interessante Bücher publiziert, sicher ein Zeichen für die theologische Kreativität dieser ungewöhnlichen Kirche: Sie ist protestantisch und freisinnig, d.h. sie nimmt also entschieden Abstand von allgemein verpflichtenden dogmatischen Lehren;&#160; sie zählt ca. 5.000 Mitglieder und Freunde. Das Buch von Dr.Antje v.d Hoek&#160;...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Neue Bücher&nbsp; &#8230; und: Ein Umzug nach Amsterdam</p>
<p>Remonstranten Theologen haben wieder interessante Bücher publiziert, sicher ein Zeichen für die theologische Kreativität dieser ungewöhnlichen Kirche: Sie ist protestantisch und freisinnig, d.h. sie nimmt <span id="more-644"></span>also entschieden Abstand von allgemein verpflichtenden dogmatischen Lehren;&nbsp; sie zählt ca. 5.000 Mitglieder und Freunde.</p>
<p>Das Buch von Dr.Antje v.d Hoek&nbsp; (und anderen) mit dem Titel „Islam, Populismus und die kirchliche Antwort“ ist als Diskussionsgrundlage gedacht für das Jahresthema der Remonstranten 2012- 2013. „Toleranz im =global village=“.</p>
<p>Dabei sollen u.a. die Fragen diskutiert werden: Was ist der Beitrag der Remonstranten als einer freisinnigen Kirche, die stark auf die Entwicklung der Individualität (und des Individualismus ?) setzt zum zunehmenden Populismus und der Präsenz des Islam in Europa/Holland. Können, sollen, die zentralen Begriffe von Toleranz und Freiheit neu bestimmt werden? Das Buch erscheint:&nbsp; „Uitgave Remonstrantse Broederschap – im Juni 2012“.</p>
<p>Auf unserer Websitewurde&nbsp; schon häufig erwähnt die Theologin Christiane Berkvens – Stevelinck. Sie hat ein neues Buch publiziert: „Erfenis Europa. Toekomst van een stervende zwaan“.&nbsp; Skandalon –Verlag, 2012. Preis 19,50. ISBN&nbsp; 978 94 90708 44 3. Die Kulturwissenschaftlerin (bis vor kurzem lehrte sie an der Universität Nijmegen) plädiert für Europas Kraft und Phantasie gerade auch in Krisenzeiten.</p>
<p>Auch Joost Röselaers (Pastor in Amsterdam)&nbsp; hat (zusammen mit dem Politologen Fennand van Dijk) ein neues Buch herausgegeben. Es hat den Titel „Het vrije woord. religie en politiek in domineesland“ (Das freie Wort. Religion und Politik im Pastorenland). Ein Buch, das Pastoren zu Wort kommen lässt, die in der Politik aktiv sind; Publizisten der großen Medien kommentieren diese Beiträge, sie werden die „neuen Pastoren“ genannt. Erschienen ist das Buch im Verlag Meinema, 192 Seiten, ISBN: 9789021143019.</p>
<p>Ein Umzug nach Amsterdam</p>
<p>Die Ausbildung der künftigen PastorInnen und Prediger der Remonstranten folgt auf weiten Strecken der Universitätsausbildung reformierter Theologen, aber einige besondere Traditionen und spirituelle Schwerpunkte der Remonstranten müssen doch eigens dargestellt und erforscht werden. Seit der Frühzeit der Remonstranten Kirche (also von 1634 bis 1873) befand sich dieses „Remonstranten Seminar“ in Amsterdam, danach fand die Ausbildung an der Universität Leiden statt. Jetzt hat die „Allgemeine Versammlung“ der Remonstranten beschlossen, wegen der Auflösung der Theologischen Fakultät in Leiden, das Seminar wieder in Amsterdam zu eröffnen, in enger Zusammenarbeit mit der Vrije Universiteit dort, die über eine große theologische bzw. religionswissenschaftliche Fakultät verfügt.</p>
<p>In Leiden lehrte bis seiner Pensionierung Prof. Th. Marius van Leeuwen. In Amsterdam werden als Dozenten tätig sein: Dr. Christa Anbeek, Dozentin u.a. in Utrecht (systematische Theologie) und Dr. Tjaard Barnard, Pastor in Rotterdam ( vor allem für praktische Theologie), er wird auch der Rektor des Seminars sein.</p>
<p>Dieser Beitrag wurde von Christian Modehn im Juni 2012 verfasst.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Remonstranten &#8211; &#8222;klein, aber fein&#8220;: Aus einem Interview mit Prof. Marius van Leeuwen</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/641/remonstranten-klein-aber-fein-aus-einem-interview-mit-prof-marius-van-leeuwen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jul 2012 17:28:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elemente der Theologie der Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Adrem Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Christ ohne Taufe]]></category>
		<category><![CDATA[emeritaat van Leeuwen]]></category>
		<category><![CDATA[homofreundliche Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexuelle kirchlich voll anerkannt]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchenmitglied ohne Taufe]]></category>
		<category><![CDATA[l eglise des Remonstrantes]]></category>
		<category><![CDATA[Leeuwen Remonstrant]]></category>
		<category><![CDATA[Marius van Leeuwen]]></category>
		<category><![CDATA[offnes Abendmahl]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. van Leeuwen]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. van Leeuwen Adrem]]></category>
		<category><![CDATA[remonstrantes pour la reconnaissance de l homosexualité]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Remonstranten – „klein, aber fein“ Aus einem Interview mit Prof. Marius van Leeuwen Von Christian Modehn Die Juli Ausgabe (2012) der Monatszeitschrift der Remonstranten ADREM (Utrecht) ist ein Heft, das der Theologe Marius van Leeuwen redaktionell betreut hat. Von 1993 bis zum Sommer 2012 ( Zeitpunkt seiner Emeritierung) leitete er das theologische Seminar der Remonstranten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/641/remonstranten-klein-aber-fein-aus-einem-interview-mit-prof-marius-van-leeuwen/">Remonstranten &#8211; &#8222;klein, aber fein&#8220;: Aus einem Interview mit Prof. Marius van Leeuwen</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Remonstranten – „klein, aber fein“</p>
<p>Aus einem Interview mit Prof. Marius van Leeuwen</p>
<p>Von Christian Modehn</p>
<p>Die Juli Ausgabe (2012) der Monatszeitschrift der Remonstranten ADREM (Utrecht) ist ein Heft, das der Theologe Marius van Leeuwen redaktionell betreut hat. Von 1993 bis zum Sommer 2012 ( Zeitpunkt seiner Emeritierung) leitete <span id="more-641"></span>er das theologische Seminar der Remonstranten in Leiden. Er ist u.a. durch zahlreiche Studien zur Geschichte dieser Kirche hervorgetreten. Für ADREM hat Martijn Junte mit Prof. van Leeuwen ein Interview geführt. Wir bieten in eigener Übersetzung einige Auszüge, vor allem solche Texte, die für deutsche LeserInnen das besondere Profil der Remonstranten – Kirche einmal mehr deutlich machen können.</p>
<p>Frage: Welches Bild hast du von der Zukunft der Kirche?</p>
<p>Van Leeuwen:</p>
<p>Kirchen sind in eine Minderheiten – Position gekommen. Viele Menschen leben sehr gut ohne Glaube und ohne Kirche. Man kann nicht darauf beharren, dass diese Menschen ein unvollkommenes Leben führen oder des Glücks entbehren, wenn sie nicht glauben. Doch werden immer Menschen auf religiöse Weise das Leben betrachten und die Werte der christlichen Tradition erkennen oder danach suchen. Der Glaube wird fortbestehen, aber als eine Option, nicht als eine Notwendigkeit im Leben.Dann wird Prof. van Leeuwen gefragt, ob in diesem Kontext die Remonstranten eine „Chance“ haben:</p>
<p>„Es gibt auch eine gemäßigte Form des Glaubens (gegenüber den orthodoxen und evangelikalen Kirchen), also die Remonstranten. Ich denke, dass diese Form von Kirchesein für viele Menschen ansprechend ist. Es ist auch nötig, dass Menschen weiterhin experimentieren mit einer „freisinnigen Variante“ des Glaubens. &#8230; Nicht, dass man nun jeden bekehren muss, aber der Glaube bleibt eine wichtige Lebensorientierung.</p>
<p>Freisinnig bedeutet für mich: Niemand hat die ganze Wahrheit.&nbsp; Das christliche „Gedankengut“ gibt es, aber nicht in dem Sinn von Glaubensartikeln, die nun jeder glauben muss. Der eine Glaubende wird einem „Element“ des Glaubens fasziniert, der andere von einem anderen Element. Immer handelt es sich um Fragmente, und darin leben wir. Der remonstrantische Glaube hat nicht eine Substanz, die ein für alle mal klar umschrieben werden kann. Unser Glaube ist eher eine bestimmte Form, mit Wahrheit und Wahrheitsansprüchen umzugehen“.</p>
<p>Dann weist Marius van Leeuwen darauf hin, dass die Remonstranten „eine niedrigschwellige Kirche“ sind. „Wir stellen wenige Forderungen an Menschen, wir kennen etwa das offene Abendmahl als Einladung an alle; wir haben ein einladendes Glaubensbekenntnis, das man nicht in irgendeiner Form unterschreiben muss. Das Glaubensbekenntnis ist ein Vorschlag, eine Anregung: Schau selbst die Dinge des Glaubens an! Aber diese niedrige Schwelle hat auch die Gefahr in sich, dass man alles schön findet und den Kern nicht mehr sieht. &#8230; Da kommt die Frage nach dem Bekenntnis wieder auf“.</p>
<p>Auf die Frage nach der Bedeutung der Remonstranten Kirche für die weltweite Ökumene nennt Marius van Leeuwen einige Beispiele:</p>
<p>Im Rahmen der Diskussionen über die Taufe „brachten wir den Hinweis ein, dass wir auch Mitglieder haben, die nicht getauft sind. Unserer Meinung ruft Gott auch Menschen auf anderen Wegen als über das Ritual der Taufe. Dann treten wir bei internationalen Konferenzen der Ökumene (etwa in Harare oder Porto Alegre) immer für die Gleichberechtigung der Homosexuellen ein.&nbsp; „Darüber gibt es viel Streit mit einigen afrikanischen Kirchen“.</p>
<p>Ausdrücklich weist Prof. van Leeuwen darauf hin, dass die kleine Kirche der Remonstranten jetzt „die Bescheidenheit abgeworfen hat. Der Gedanke heißt jetzt: Wir sind klein, aber fein. Beweglich. Wir können eine Rolle als Wegbereiter für Neues sein. Dazu gehört auch die publizistische Arbeit und PR Arbeit unseres allgemeinen Sekretärs Tom Mikkers“.</p>
<p>„In den kommenden Jahren werden wir uns besonders um einen neuen Lebensstil kümmern. Wenn alle Menschen dieser Welt so leben wie wir (Europäer), dann haben wir wohl das Ende. Auch bei diesem Engagement für die Gerechtigkeit spielt der Glaube eine Rolle, die Verantwortung für die Schöpfung und damit auch für die kommenden Generationen“.</p>
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		<title>Buchbesprechung &#8222;Coming out churches&#8220;</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/474/buchbesprechung-coming-out-churches/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 15:40:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[coming out churches]]></category>
		<category><![CDATA[homosexuelle paare segnen]]></category>
		<category><![CDATA[homosexuelle willkommen in kirche]]></category>
		<category><![CDATA[kirche segnet homosexuelle paare]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten in Holland als coming out churches]]></category>
		<category><![CDATA[segnung von homosexuellen paaren selbstverständlich]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Mikkers]]></category>
		<category><![CDATA[tom mikkers coming out churches]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/474/buchbesprechung-coming-out-churches/">Buchbesprechung &#8222;Coming out churches&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://forum.remonstranten-berlin.de/uploads/2011/09/comming-out-churches.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-475" title="comming-out-churches" src="http://forum.remonstranten-berlin.de/uploads/2011/09/comming-out-churches.jpg" alt="" width="700" height="2067"></a></p>
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		<title>1933: Protest gegen die Entwicklungen in Deutschland</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/348/1933-protest-gegen-die-entwicklungen-in-deutschland/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 17:25:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1933 Protest gegen Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. G.J. Heering]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstrant]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten gegen Nazis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kritisch schon 1933 „Es gibt um 1930 eine stets kritische Dimension in der Remonstranten Kirche. Der Universitätsprofessor G.J. Heering (1879 – 1956)&#160; war z.B. ein heftiger Verfechter&#160; des Antimilitarismus. Die Remonstranten waren die einzige Kirche in den Niederlanden, die 1933 ausdrücklich warnten vor den Entwicklungen in Deutschland. Sie protestierten gegen das Unrecht, das den Juden,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kritisch schon 1933</p>
<p>„Es gibt um 1930 eine stets kritische Dimension in der Remonstranten Kirche. Der Universitätsprofessor G.J. Heering (1879 – 1956)&nbsp; war z.B. ein heftiger Verfechter&nbsp; des Antimilitarismus. Die Remonstranten waren die einzige Kirche in den Niederlanden, die 1933 ausdrücklich warnten vor den Entwicklungen in Deutschland. Sie protestierten gegen das Unrecht, das den Juden, den Pazifisten und Sozialisten angetan wurde. Heering hatte als „Mann mit Autorität“ eine wichtige Stimme“.</p>
<p>Ein Zitat aus dem Buch „58 Milljonen Nederlanders en hun Kerken“, erschienen in Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender NOS, Verlag Amsterdam Boek, 1979. 127 Seiten. Dort wird auf Seite 103 auch über das Verhalten der Remonstranten nach dem Jahr 1933 berichtet</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/348/1933-protest-gegen-die-entwicklungen-in-deutschland/">1933: Protest gegen die Entwicklungen in Deutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
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