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	<title>Spiritualität der Remonstranten Archive - Forum der Remonstranten in Berlin</title>
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		<title>LOGOS &#8211; eine Meditation nicht nur für die Zeit um Weihnachten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Dec 2013 13:26:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elemente der Theologie der Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
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		<category><![CDATA[Spiritualität der Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Vernünftig Weihnachten feiern]]></category>
		<category><![CDATA[Was bedeutet logos]]></category>
		<category><![CDATA[welche Spiritualität haben Remonstranten?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>LOGOS &#8211; eine Meditation nicht nur für die Zeit um Weihnachten Von Christian Modehn Am 27. 12. 2013 trafen sich 17 Freundinnen und Freunde des „Religionsphilosophischen Salon Berlin“ zu einer Besinnung, einem Gespräch, besonderer Art im „Kulturraum Mainzer7“ in Neukölln: Wir wollten uns den Prolog des Johannes Evangeliums philosophisch erschließen, d.h. fragend und kritisch suchend...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>LOGOS &#8211; eine Meditation nicht nur für die Zeit um Weihnachten</p>
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<p class="MsoNormal">Von Christian Modehn</p>
<p class="MsoNormal">Am 27. 12. 2013 trafen sich 17 Freundinnen und Freunde des „Religionsphilosophischen Salon Berlin“ zu einer Besinnung, einem Gespräch, besonderer Art im „Kulturraum Mainzer7“ in Neukölln: Wir wollten uns den Prolog des Johannes Evangeliums philosophisch erschließen, d.h. fragend und kritisch suchend den (schwierigen) Text verstehen und eine mögliche Aktualität für uns prüfen. Dabei sollte auch die musikalische Besinnung eine <span id="more-909"></span>Rolle spielen … und natürlich das gemeinsame Essen und Trinken. Christian Modehn und Michael Braun, praktischer Philosoph in Berlin, hielten einleitende Vorträge.<span style="mso-spacerun: yes;">  </span></p>
<p class="MsoNormal">Unsere Bilder vom Weihnachtsfest sind stark geprägt von den Erzählungen der Weihnachtsgeschichten, wie sie die Evangelisten Matthäus und Lukas berichten. Diese Bilder von der Geburt im Stall, von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, von den Hirten usw. sind immer noch vielen Menschen in Europa präsent. Sie wissen, dass diese Geschichten unterschiedlich von den beiden Evangelisten gestaltet sind, dass sich da Dichtung und historische Wahrheit stark mischen. Und immer kommt da gleich ein moralischer Anspruch in der Deutung hinzu: Wie etwa: Herberge geben; Werden wie die aufmerksamen Hirten; sanft wie die Tiere, fürsorglich wie Josef usw. Diese Weihnachtsgeschichten haben sich gegenüber einer anderen, viel tieferen und anspruchsvolleren Weihnachtsgeschichte in den Mittelpunkt gedrängt, der Weihnachtsgeschichte des Johannes Evangeliums, wie sie uns der Prolog im ersten Kapitel vorschlägt. Dieser Text, so abstrakt er auch erscheinen mag, ist verwurzelt im spirituellen Leben der ersten Christen. Sie fragten angesichts der Geburt dieses Jesus von Nazareth, wer er denn eigentlich ist, woher er kommt, was seine Bedeutung ist. Darum weisen Exegeten zurecht darauf hin, dass dieser Texte auch hymnische Strukturen hat. Er hat seinen konkreten Platz im Leben der Gemeinde. Auf die historische Textkritik usw. können wir hier nicht eingehen.</p>
<p class="MsoNormal">Das ist unsere, auch liberal-theologisch gestützte Überzeugung: Dieser biblische Text ist Menschenwort. Fromme Menschen schätzen ihn über alle Maßen hoch ein und erklärten ihn zum „Gotteswort“. Philosophisch gesehen ist der Prolog also ein wichtiger menschlicher Weisheitstext. Er spielt zudem im „interreligiösen Dialog“ eine große Rolle.</p>
<p class="MsoNormal">Dieser Text hat immer wieder auch Philosophen angesprochen, um 1800 gab es einen wahrlichen Boom an Prolog- und Johannes-Deutungen durch Philosophen. Etwa Hegels Notizen in Frankfurt, Fichtes Schrift „Anweisung zum seligen Leben“, vorher schon Lessing, dann Hölderlin usw.</p>
<p class="MsoNormal">Damit stehen wir vor der Frage: Was ist eigentlich eine philosophische Besinnung auf Weihnachten? Es ist der Versuch, diese Erzählung auf einen allgemeinen menschlichen Inhalt hin zu hören und zu lesen, zu suchen, was sich da an existentiellen Vollzügen zeigt, in der Hoffnung, in dieser Entdeckung Inspirierendes für das eigene Leben zu finden, sich herausrufen zu lassen von vielleicht provozierenden, unsere „Moderne“ störenden Formulierungen.</p>
<p class="MsoNormal">Philosophische Weihnachten heißt also: Sich die Freiheit nehmen, sich dem Text auf die je eigene nachdenkliche Weise zu nähern.</p>
<p class="MsoNormal">Unterstützt wird dieses philosophische Vorhaben vom Prolog selbst. Denn neuere Übersetzungen, etwa die „Bibel in gerechter Sprache“ schlagen vor, den Logos Begriff mit „Weisheit“ zu übersetzen, also mit Sophia, dann passt es gut, mit dem Medium der Philo-Sophia diese Sophia zu verstehen.</p>
<p class="MsoNormal">Was sind entscheidende Impulse? Der Prolog ist ein Text, der unser Denken weitet, Neues zu denken gibt. Und das ist schon viel! Wenn Neues passiert, geschieht das niemals ohne das Denken.</p>
<p class="MsoNormal">Der zentrale LOGOS Begriff im Text macht die meisten Schwierigkeiten, weil LOGOS im Griechischen eine weite Bedeutungsebene hat: Wort, Sprache, Vernunft, Sinn….</p>
<p class="MsoNormal">Diese verschiedenen Bedeutungen müssen, zusammen mit Weisheit, immer mitgehört werden, wenn man den PROLOG liest. Dadurch wird auch ein Raum der Freiheit des Denkens eröffnet.</p>
<p class="MsoNormal">Gesprochen wird von „Im Anfang war der Logos“…. Damit ist nicht ein Datum eines Weltbeginns gemeint, sondern das Unvordenkliche in ewigen Zeiten beschworen, als Gott sozusagen vor der Schöpfung „nur“ Gott war mit seinem Logos. Das hier das Mysterium berührt wird, ist deutlich… Zurecht wurde darauf verwiesen: Der Prolog ist auch ein „mystischer Text“, der sich der stillen Meditation erschließt.</p>
<p class="MsoNormal">Die späteren Verse zeigen, dass dieser Logos bei Gott kein anderer ist als Jesus Christus. Er ist nicht nur der Offenbarer, er nimmt alle, die sich seiner Existenzdeutung anschließen, also „glauben“, vor allem aber „lieben“ als praktische Lebensform, in das ewige Leben Gottes hinein. Insofern wird hier von einer doppelten menschlichen Existenz gesprochen: Der Glaubende ist nach dem PROLOG nicht nur irdisches, weltliches Wesen, sondern auch Wesen des göttlichen Lebens. Dieser Gedanke ist offenbar heute schwer mit zu vollziehen, aber er sollte gedacht und gefühlt werden. Das „Ewige im Menschen“ ist ja längst eine wichtige philosophische Einsicht, die nur von Naturalisten aus Unkenntnis und Abwehr oft belächelt wird.</p>
<p class="MsoNormal">Interessant und provozierend ist die Aussage des Prologs: Das Wort ist Fleisch geworden“. Da steht auf Griechisch SARX, Fleisch, nicht etwa das neutralere Wesen „Mensch“. Fleisch heißt hier: Ganz Mensch in Leiblichkeit, Eros, Sexualität, Begierde, Liebe, Vereinigung. Offenbar war für die frühen und späteren Christen dieser Gedanke so ungeheuerlich, dass sie lieber das hier angesprochene göttliche Fleisch (als Begriff für den Menschen) verurteilt haben und es vernachlässigten und zähmten und unterdrückten. Darin waren sie wohl abhängig von ihrem kulturellen Umfeld, neuplatonisch geprägt…Dadurch wurden aber langfristig Neurosen gefördert, Kirche als krankmachende Institution hat in der „Fleisch“- Verachtung eine Bedingung.</p>
<p class="MsoNormal">Man sieht also, welche „Ungeheuerlichkeiten“ sich auftun, in einer achtsamen und kritischen Lektüre des Prologs.</p>
<p class="MsoNormal">Es wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass die ganze Wirklichkeit der Welt LOGOS- geprägt erlebt wird. Da muss man wieder LOGOS in der ganzen Breite der Bedeutungen hören. Die Welt, so der ungeheuerliche Vorschlag des Autors aus dem Jahr 100, ist grundsätzlich und nicht mehr revidierbar eben Logos-Welt. Das heißt: Die Sinnlosigkeit hat für den Text nicht das letzte Worte; auch nicht die heute so allerorten spürbare Unvernunft: Dieser Text ist sozusagen ein radikales Nein zu jedem Nihilismus. Der Logos ist der ganzen Wirklichkeit eingestiftet, dies ist für den Autor keine Willkür eines einzelnen frommen Spinners; es ist von Gott, dem Unendlichen, selbst in diese Welt gelegt. Hier eröffnen sich Perspektiven, die bis zu Theorien der Evolution reichen, etwa Teilhard de Chardin… Tatsächlich ist es ja wohl so, dass auch heute unabhängig von dieser theo-logischen Deutung wir Sinnlosigkeit und Widerwärtiges immer nur im Horizont von Sinn und Vernunft wahrnehmen können. Wir stehen offenbar auch bei aller erfahrbaren Sinnlosigkeit im Horizont eines offensichtlich unabwerfbaren Sinns. Das Nein ist also immer nur möglich durch das größere Ja, auch wenn es faktisch oft so schwach und zerbrechlich erscheint. Mit anderen Worten: So fern ist uns der Text des Prologs für uns Modernen nicht, selbst für Menschen, die sich nicht so religiös explizit verstehen wollen.</p>
<p class="MsoNormal">Zu Vers 4: Da wird Gott als Lebendigkeit beschrieben; und diese (göttliche) Lebendigkeit ist in den Menschen. Welche Bedeutung hat dieser Vorschlag für das Verstehen von menschlicher Kreativität, die ja auch als Geschenk erlebt wird? Das ist kaum auszumessen. Diese Lebendigkeit wird im Prolog als Licht beschrieben. Da gibt es eine weite Linie auch in die Philosophie-Geschichte: Licht spielt immer eine zentrale Bedeutung, nicht nur die geschenkten Geistesblitze wären zu erwähnen. Lumières, Licht, ist auf Französisch Aufklärung, Helligkeit und Klarheit. Die Aufklärung auch als göttliches Geschehen – warum nicht? Wichtiger vielleicht noch:</p>
<p class="MsoNormal">Wir Menschen stehen immer im (göttlichen) Licht und suchen die Quelle des Lichts. Zu Vers 5: Aber es gibt Finsternis. Aber die Finsternis ist nicht total. Es gibt ein Licht. Es scheint in der Finsternis. Aber es gibt so etwas wie Verfestigung der Finsternis durch die freie Entscheidung des Menschen.</p>
<p class="MsoNormal">Aber diese (nur von Menschen gemachte Finsternis ?) kann das schöpferische göttliche Licht nicht ergreifen, d. h. nicht auslöschen, nicht zerstören. Die Finsternis ist nicht Herr des Lichts.</p>
<p class="MsoNormal">Darin eine ungeheuere Hoffnungsaussage: In den Dunkelheiten unseres Lebens ist das Licht stärker. Wir stehen immer im Licht, wir erinnern uns an das Licht, es gíbt keine totale Dunkelheit. Keine totale Gottesfinsternis.</p>
<p class="MsoNormal">Jetzt geht es im Vers 9 explizit um die Weihnachtgeschichte:</p>
<p class="MsoNormal">Dieser Logos als Licht ist bereits bei den Menschen, es erleuchtet bereits alle Menschen, die in diese Welt kommen.</p>
<p class="MsoNormal">Vers 10: ER war in der Welt, also der logos, als Gott. Dahinter steht eine Überzeugung: Gott (Vater) bleibt sozusagen im Himmel, aber der Logos ist unter uns.</p>
<p class="MsoNormal">Zum Schluss des Prologs die Warnung, nun zu meinen, allzu viel von Gott zu wissen. „Niemand hat Gott gesehen“ heißt es da. Im Logos Jesus Christus, so der Autor, wird Gott verkündet, und zwar als Menschenliebhaber. Er ist der, der Mensch wird, der als göttlicher Logos das Leben, das fleischliche Leben des Menschen lebt. Der Gott als Mensch: Das ist eine Revolution des Denkens über Gott. Weihnachten ist also eigentlich ein Fest, das fix und fertige, vor allem schlicht – naive Gottesbilder durcheinander wirbelt und zerstört zugunsten eines authentischen auch vor der Vernunft Bestand habenden Gottes-Bezugs.</p>
<p class="MsoNormal">Der Johannes Prolog beschreibt, wenn man so will, „das Wesen“ der Menschen, er sagt, was Menschen sind (bzw. sein könnten, wenn sie sich dem Vorschlag des Textes anschließen). Der Prolog spricht vom Sein, noch bevor irgendwelche moralischen Appelle des Sollens formuliert werden. Das macht ihn so fundamental wichtig.</p>
<p class="MsoNormal">Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin.</p>
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		<title>Spiritualität im Februar: Eine Zeit, um zu suchen</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/529/spiritualitat-im-februar-eine-zeit-um-zu-suchen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 16:10:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eine Spiritualität für den jeweiligen Monat]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität der Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität im Februar]]></category>
		<category><![CDATA[Suchen]]></category>
		<category><![CDATA[Suchen und Gefunden werden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Spiritualität im Februar: Eine Zeit, um zu suchen Spirituelle Impulse aus dem Buch Vieren en brevieren zum Monat Februar: Ein Zeugnis für freisinnige, remonstrantische Spiritualität. Was suchen wir? Halt? Fundamentale Sicherheiten? Bestätigung? Harmonie? Wie alle Generationen vor uns suchen wir nach Antworten auf die großen Lebensfragen. Wer bin ich? Was tu ich hier? „Is this...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Spiritualität im Februar: Eine Zeit, um zu suchen</p>
<p>Spirituelle Impulse aus dem Buch Vieren en brevieren zum Monat Februar: Ein Zeugnis für freisinnige, remonstrantische Spiritualität.</p>
<p>Was suchen wir? Halt? Fundamentale Sicherheiten? Bestätigung? Harmonie? Wie alle Generationen vor uns suchen wir nach Antworten auf die großen Lebensfragen. Wer bin ich? Was tu ich hier? „Is this all there is?</p>
<p>Die richtigen Antworten zu finden ist nicht selbstverständlich. Aber vielleicht ist es auch wichtiger, die richtigen Fragen zu stellen! Denn jeder Mensch muss für sich selbst immer wieder seine eigenen Antworten finden und wieder finden.</p>
<p>Aber was ist, wenn wir auch nach einem langen Weg des Suchens nichts finden? Ist dann unser Suchen sinnlos gewesen? Das Leben selbst ohne Sinn? Oder ist es möglich, das Suchen selbst wichtiger zu finden als das Finden? Den Weg wichtiger als das Ziel? Die Fragezeichen viel sagender zu finden als die Ausrufungszeichen?</p>
<p>Suchen nach dem Alten, Vertrauten, nach dem, was ich kenne, das ist Fragen nach dem bekannten Weg.</p>
<p>Aber Suchen nach dem Unbekannten, nach dem Überraschenden, nach dem Nicht  &#8211; Gedachten und Nicht -Üblichen , das öffnet neue Wege. Solches Suchen erfordert kühnen Mut.</p>
<p>Die Suchbewegung nach dem eigenen Platz in der Welt, nach unserer persönlicher Verantwortlichkeit im täglichen Leben und in der Gesellschaft, setzt eins voraus: Das kritische Suchen nach uns selbst.</p>
<p>In der Bibel lernen wir die suchende Menschen kennen. Sie suchen nach einer neuen Zukunft, nach dem verborgenen Gott, nach Gerechtigkeit und Friede, sie suchen nach dem „Reich Gottes“. Dabei heißt Gott ein „leuchtendes Zeichen“, das uns den Weg weist.</p>
<p>Spuren suchend in der Bibel, finden wir Erzählungen über Sackgassen und  sichere Erzählungen, die eine Sicherheit geben: „Wer sucht, wird endlich auch finden“.</p>
<p>Liegt hierin nicht der größte Wert im Suchen selbst? Oder vielleicht selbst in dem „Gefunden- Werden“.</p>
<p>Zur biblischen Meditation:</p>
<p>Matthäus, 7, 1-12</p>
<p>Jesaja, 55, 1- 6</p>
<p>Lukas, 15. 3-10.</p>
<p>Weitere meditative Texte und Gebete finden sich in dem schon mehrfach von mir empfohlenen Buch: „Vieren en Brevieren“. Meinema Verlag, 2009. ISBN 978 90 211 4238 8</p>
<p>Übersetzung : Christian Modehn.</p>
<p>Copyright: meinema.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Spiritualität der Remonstranten &#8211; &#8222;Glauben ist Freisein&#8220;</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/75/spiritualitaet-der-remonstranten-glauben-ist-freisein/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 20:31:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität der Remonstranten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Nachlesen. Der Text einer Radiosendung: „ORIENTIERUNG“: Sendereihe im Saarländischen Rundfunk SR „Glauben heißt Freisein“ Über die Remonstranten Kirche Am 10. Januar 2010 Von Christian Modehn O TON Ich denke, dass eine Art von humanistischem Christentum sehr wichtig ist, dass nicht Gott und Mensch als Konkurrenten gesehen werden. Aber: Wie Arminius das sagt: Gott ist...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/75/spiritualitaet-der-remonstranten-glauben-ist-freisein/">Spiritualität der Remonstranten &#8211; &#8222;Glauben ist Freisein&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Nachlesen. Der Text einer Radiosendung:</p>
<p>„ORIENTIERUNG“: Sendereihe im Saarländischen Rundfunk SR</p>
<p>„<strong>Glauben heißt Freisein“</strong></p>
<p><strong>Über die Remonstranten Kirche </strong></p>
<p>Am 10. Januar 2010</p>
<p>Von Christian Modehn</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Ich denke, dass eine Art von humanistischem Christentum sehr wichtig ist, dass nicht Gott und Mensch als Konkurrenten gesehen werden. Aber: Wie Arminius das sagt: Gott ist allmächtig und gnädig, aber er braucht Menschen, um&nbsp;<span id="more-75"></span> Ja zu sagen zu seinem Angebot. Ich glaube, dass das aktuell ist, dass die Sachen des Glaubens sehr menschliche Sachen sind.</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Marius van Leeuwen, Professor für Theologie an der Universität von Leiden, Niederlande, erinnert an den holländischen Kirchenreformer Jacob Arminius. Dieser Tage wird seines 400. Todestages weltweit gedacht. Er gilt als der&nbsp; „Verteidiger der menschlichen Freiheit“: Aber die Anhänger Calvins waren im 17. Jahrhundert so radikal von Gottes absoluter Allmacht überzeugt, dass es für Arminius und seine Freunde keinen Platz in dieser Gemeinschaft geben konnte. Sie gründeten eine selbständige Kirche, eine „Bruderschaft“, geprägt vom Geist des Widerspruchs, des Protests gegen die Herabsetzung der menschlichen Freiheit: Für diese Haltung war „Rémonstrance“ damals der gängige Begriff. So heißen diese humanistisch gesinnten Protestanten bis heute „Remonstrantische Bruderschaft“. Sie sind aktiv in der ökumenischen Bewegung und Mitglied im „Ökumenischen Weltrat der Kirchen“.&nbsp; Den Vorschlägen ihres Gründers entsprechend, haben sie sich immer für einen modernen Glauben eingesetzt. Der Remonstrant Professor Marius van Leeuwen über die Theologie des Reformators Jacobus Arminius:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p><strong>2. SPR.:</strong></p>
<p>In der Rede über den Frieden in der Kirche gab er einige Regeln an, darin ist er bis heute aktuell. Er machte einen Unterschied zwischen Wahrheiten, die man notwendigerweise glauben muss und Glaubenswahrheiten, die von geringerer Bedeutung sind oder nicht notwendig sind. Remonstranten kennen die Regel noch bis heute: Sie heißt: Einheit im Notwendigen, Freiheit im Nicht Notwendigen und in allen Fällen die Liebe.</p>
<p><strong>1. SPR.:</strong></p>
<p>Mit diesen Worten beschreiben Remonstranten seit altersher die Großzügigkeit ihres Denkens: Die Liebe ist wichtiger als die Lehre, die menschliche Vernunft genauso entscheidend wie die Bibel. Wer sich dieser Kirche anschließen möchte, stimmt einer bewusst knapp gefassten „Grundsatzerklärung“ zu:</p>
<p><strong>2. SPR.:</strong></p>
<p>Die Remonstrantische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft, die verwurzelt ist im Evangelium Jesu Christi und, getreu ihrer Grundsätze von Freiheit und Toleranz, Gott ehren und dienen will.</p>
<p><strong>1. SPR.:</strong></p>
<p>Auf dieser Basis kommen Menschen zusammen, die das kritische Nachdenken für eine göttliche Tugend halten. Professor van Leeuwen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Einer der wichtigen Punkte bei Arminius war, dass er Fragen hatte, auch wenn es ja gefährlich war sozusagen für: was die Kirche an Wahrheit und Doktrin hatte. Eine Art von intellektueller Redlichkeit war sehr wichtig für ihn. Eigentlich eine Frommheit des Fragens war wichtig für ihn ihn. Er war ein frommer Mensch, aber er versuchte doch auch fragender Weise alles zu verstehen, was er da glaubte. Dass man fragen darf, dass man zweifeln darf und in Diskussion gehen darf, das ist eine Aktualität, wie Arminius das sah.</p>
<p><strong>1. SPR.:</strong></p>
<p>Die Remonstranten haben tiefen Respekt vor dem individuellen Glauben. Sie fördern nicht nur das persönliche Fragen und Suchen, entscheidend ist vielmehr: Bei den Remonstranten wird die eigenwillige, die persönliche Antwort des einzelnen anerkannt. Da gibt es keine Kontrolle, erst recht keine Form der Exkommunikation. Jeder Remonstrant soll seinen Glauben an das Evangelium auf seine eigene Weise ausdrücken. Das ist einmalig in der weiten christlichen Ökumene. Professor van Leeuwen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Wir haben in 2006 ein Glaubensbekenntnis gemacht, und das war ein Bekenntnis, welches recht tun sollte an das Zweifeln, aber dass man Gott ehrt und dass man Christus als idealer Mensch ansieht. Jedermann darf das auch interpretieren wie er das selbst fühlt. Das ist nicht so dogmatisch eingeengt.</p>
<p><strong>1. SPR.:</strong></p>
<p>Das Glaubensbekenntnis spricht vom Suchen heutiger Menschen, von Jesus als geisterfülltem Mann und von Gott als unergründlicher Liebe&#8230; Das Glaubensbekenntnis ist nicht mehr als eine Orientiungshilfe für den einzelnen&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON, Lied. </strong></p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Sonntagsgottesdienst in der Remonstranten Kirche von Amsterdam. „Lass uns nicht vergessen, wofür wir geschaffen sind“, singt die Gemeinde. Und ihr Wunsch ist: „Der Geist soll uns helfen, dass wir unsere liebe Erde noch retten können&#8230;“</p>
<p><strong>O TON, Lied. </strong></p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>In einer Remonstranten Gemeinde fühlen sich Menschen zu Hause, die sich gegenüber den großen christlichen Konfessionen eher als Randsiedler fühlen: Suchende, Zweifelnde, Skeptiker. Sie brauchen sich in dieser Kirche nicht zu verstecken;&nbsp; sie sind ausdrücklich willkommen, berichtet der Remonstranten Pfarrer Reinhold Philipp aus Den Haag:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Wir haben neulich noch ein neues Mitglied begrüßt. Inzwischen hat sie eine wichtige Funktion sogar im Kirchenrat, und sie hat ihr Glaubensbekenntnis in einem Gottesdienst ausgesprochen. Und fängt damit an: Ich glaube eigentlich nicht an Gott, aber: Jesus spielt mir eine wichtige Rolle als Vorbild. Aber es wurde akzeptiert, da ist viel Offenheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1. SPR.:</strong></p>
<p>Von dieser großzügigen Haltung ließ sich Reinhold Philipp selbst überzeugen: In Bayern geboren, studierte er zunächst in Regensburg katholische Theologie. Auf der Suche nach einer Kirche, die den persönlichen Glauben über alles schätzt, kam er zu den Remonstranten &#8230; und wurde dort Pfarrer:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Jeder ist willkommen. Ich denke, dass bei uns nicht einer sagt: So ist es, ich denke, dass wir miteinander auf der Suche sind. So erfahre ich die Gottesdienste, die Gesprächsgruppen. Niemand weiß genau: Das ist der Weg, so müssen wir gehen. Sondern im Gespräch, im Austausch der Gedanken, lernen wir voneinander und gehen wir miteinander den Weg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON, Lied </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1.SPR.:</strong></p>
<p>Die Remonstranten Gemeinde dankt für die Einladung Jesu zu seinem Tisch, zu Brot und Wein. In dem Lied heißt es:</p>
<p><strong>2. SPR.:</strong></p>
<p>Menschen erfahren, dass Friede möglich ist und Verzeihen. Sie erfahren, dass im Miteinander -Teilen der Sinn des Lebens liegt.</p>
<p><strong>O TON, Lied, </strong></p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Zum Abendmahl der Remonstranten ist jeder Besucher des Gottesdienstes eingeladen; es gibt eben Wichtigeres als Bestimmungen und Ausgrenzungen, meint Pfarrer Philipp:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Für mich persönlich eigentlich auch das Argument, dass Jesus auch das Mahl gesehen hat als etwas&nbsp; Gemeinschaft Stiftende, und mit Zöllnern und Sündern gegessen hat, getrunken hat. Wer sind wir dann eigentlich, um irgendwelche Grenzen zu stellen, welche Gründe haben: Der ist nicht willkommen. Das ist für uns genug, dass jeder selber für sich beurteilt: Kann ich teilnehmen, wenn er selber will, dann ist gut.</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>In den Niederlanden sind die Remonstranten trotz ihrer ungewöhnlichen Theologie eng mit der ökumenischen Bewegung verbunden. Die Kirchen dort wissen, dass die Remonstranten die historisch – kritische Bibelwissenschaft gefördert haben;&nbsp; sie haben kirchliches Leben demokratisch organisiert und Frauen schon vor 100 Jahren Zugang zum Pfarramt geboten. Der Remonstrant Professor van Leeuwen ist z. B. 2. Vorsitzender des landesweiten Ökumenischen Rates. Auch mit holländischen Katholiken gibt es regelmäßigen Austausch. Inzwischen wissen Christen aller Konfessionen aus Umfragen der letzten Jahre: Längst nicht alle Kirchenmitglieder sind in allen Glaubensfragen hundertprozentig von der vorgegebenen Kirchenlehre überzeugt. Die Remonstranten gehen mit dieser Tatsache damit nur offen um und sehen darin eine Bereicherung.</p>
<p><strong>O TON, Vater Unser auf Niederländisch. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1. SPR.:</strong></p>
<p>Das Vater Unser, das in jedem Gottesdienst gebetet wird, hat für die Remonstranten eine besondere Bedeutung, betont Pfarrer Reinhold Philipp:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Es ist auch der Moment, wo man gerade die Gemeinschaft spürt,&nbsp; trotz aller verschiedenen Richtungen, trotzdem dass jeder so seine eigenen Vorstellungen hat, brauchen wir ja auch was uns bindet. Wenn man später drüber reden würde, nach dem Gottesdienst, hätte jeder eigene Gedanken über das Vater Unser. Man braucht Momente des Zusammenstehens, Zusammenbetens, wodurch dann die Gemeinschaft da ist.</p>
<p><strong>1. SPR.:</strong></p>
<p>Die Remonstranten sind eng mit der holländischen Kultur verbunden. Zu Beginn noch von den Calvinisten verfolgt, sind sie immer für eine Kultur der Toleranz eingetreten, in&nbsp; Schulen, Akademien und Radiostationen. Heute haben sie in Holland 40 Gemeinden. Die Anzahl der Mitglieder und Freunde ist eher bescheiden: Es sind nur etwa 7.000. Aber eine Massenbewegung war die remonstrantische Bruderschaft nie: dafür ist ihre Theologie&nbsp; wohl zu ungewöhnlich und anspruchsvoll. Heute versuchen immer mehr Pfarrerinnen und Pfarrer der Remonstranten Kirche, Menschen zu begleiten, die jegliche Bindung an religiöse Gemeinschaften aufgegeben haben. Sie werden so zu Dialogpartnern säkularer, agnostischer oder atheistischer Menschen. Pastorin Christiane Berckvens – Stevelinck stammt aus Belgien, sie lehrt Theologie an der Universität von Nijmegen und ist Spezialistin für freie, individuelle Ritengestaltung:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON</strong></p>
<p>3. SPRECHERIN:</p>
<p>Viele Menschen, die eine Art Übergangsritus anlässlich von Geburt, Hochzeit und Bestattung wünschen, gehören keiner Kirche an. Aber sie haben den Wunsch, einen Ritus zu feiern, der ihrem Leben mehr Tiefe verleiht. Darum spüren sie ein spirituelles Verlangen in diesen wichtigen Augenblicken. Darum gestalte ich Riten. Die Menschen verlangen nach einer spirituellen Vertiefung, aber dafür haben sie oft nicht die entsprechenden Möglichkeiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Pastorin Berckvens Stevelinck achtet darauf, welche Wünsche diese Menschen haben;&nbsp; gemeinsam können sie dann Riten schaffen, die der&nbsp; eigenen Spiritualtität Ausdruck zu geben. Dabei ist für die Pastorin entscheidend:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>3. SPRECHERIN:</p>
<p>Die Remonstranten machen keine missionarische Werbung. Wir sind überzeugt, die Menschen können nur aus eigenem Antrieb zu unserer Kirche kommen. Dennoch möchten wir jene Menschen auf internationalem Niveau zusammenführen, die aus einer sehr frei interpretierten jüdisch – christlicher Tradition stammen und sich treffen möchten. Mit der heutigen Globalisierung gibt es für uns keinen Grund, dass unsere Kirche nur auf ein Land begrenzt bleibt.</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Bis jetzt aber gibt es nur in Friedrichstadt, Schleswig &#8211; Holstein, eine Gemeinde außerhalb Hollands.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON, Glocke </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1. SPR.:</strong></p>
<p>Von einem machtvollen Geläut kann wahrlich keine Rede sein, wenn die kleine Glocke der Remonstranten Kirche in Friedrichstadt erklingt. Dort gibt es eine Gemeinde seit fast 400 Jahren. Flüchtlinge aus Holland konnten dort die Stadt nach eigenen Vorstellungen entwerfen und bauen, betont Hellmuth Rabach vom Gemeindekirchenrat:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Normalerweise steht am Marktplatz die Kirche, und wenn sie bei uns auf den Marktplatz gehen, steht da nur das Rathaus, und die Kirchen gruppieren im Ort. Das ist ganz bewusst so gemacht, um nicht irgendeiner Kirche hierein besonderes Merkmal zugeben, dass keine Kirche die andere dominiert.</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Von den Calvinisten vertrieben, ließen sich die Remonstranten auch&nbsp; als Flüchtlinge vom Geist der Toleranz leiten, erklärt Holger Vogt von der Gemeinde:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Die Remonstranten haben sich auch immer dafür eingesetzt, dass andere Glaubensgemeinschaften hier in Friedrichstadt neben ihnen leben konnten. Deswegen gab es auch Juden hier, Quäker, Mennoniten, na ja alle möglichen Glaubensgemeinschaften, die es damals gab, kamen hier nach Friedrichstadt, weil sie hier eben einigermaßen Glaubensfreiheit ausleben konnten, durch die Remonstranten auch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON, Orgelspiel </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1. SPR.:</strong></p>
<p>In dem hellen Kirchenraum ist die Kanzel der Mittelpunkt. Sie steht, leicht erhöht, mitten im Chorraum. In den unteren Teil der Kanzel wurde ein Relief eingefügt, es zeigt eine Frauengestalt, die auf die Bibel weist. Und über allem erscheint eine phrygische Mütze, sie ist das Symbol der Freigeister, berichtet Heinrich Mannel vom Gemeindekirchenrat:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Es ist&nbsp; so auch ein Zeichen des Humanismus und dieses Symbol der Freiheit drückt auch unsere Auffassung von Glauben aus und sie hat auf einen Ölzweig auf die aufgeschlagene Bibel gelegt und dort ist der Vers von Johannes aufgeschlagen: Ihr sollt euren Nächsten lieben, wie ich euch geliebet habe. Ich denke, das ist so der Kern der Remonstranten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1. SPR.:</strong></p>
<p>Die Kirche als ein nüchterner, beinahe kahl erscheinender Raum: Er lädt ein, konzentriert auf die ausführliche Predigt zu achten und „die Augen nach Innen zu wenden“.&nbsp; Hellmuth Rabach fühlt sich hier sehr wohl:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Sehen Sie, wir haben keine Bilder, wir haben kein Kreuz in der Kirche. Und das ist mit Bewusstsein, weil wir wollen niemanden dazu zwingen, dass er irgendwelche vorgeprägten Vorstellungen habe. Jeder bitte mit Gott und sich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1. SPR.</p>
<p>Der Kirche gegenüber ist das Gemeindehaus, der zentrale Treffpunkt der 180 Remonstranten von Friedrichstadt. Die Gemeinde lebt von Spenden und dem ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitglieder. Sorgen um die Zukunft braucht sie sich wohl nicht zu machen: Hellmuth Rabach:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Aus dem Grundgedanken der Toleranz fühlen sich viele von unserer Kirche angesprochen. Und 20 bis 30 Prozent unserer Gemeindemitglieder sind unserer Kirche beigetreten, weil sie sich hier besser wieder finden. Ursprünglich war ich Lutheraner, habe auch als 16, 17 Jähriger mal überlegt, ob ich auch Pastor werden sollte. Das, was mich hier begeistert, ist eben, dass jeder auch seine eigenen Vorstellungen, wie er seinen Glaube sieht, zum Ausdruck bringen kann, und auch darin nicht behindert wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Verantwortlich handeln gilt als der „weltliche Gottesdienst“ im Alltag, auch im Beruf, betont der Arzt Jürgen Barth, er ist im Bereich der Onkologie tätig:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Ich bin nicht jemand, der jetzt meint, jemanden missionieren zu müssen. Das tue ich grundsätzlich nicht. Aber die Sinnfrage stellt sich eigentlich automatisch. Wie sie nun ausgestaltet wird, christlich oder weniger christlich, das ist nicht Inhalt meiner Arbeit. Aber es spielt natürlich auch für mein eigenes Selbstverständnis eine Rolle, über die Dinge zu sprechen, die den jeweiligen Patienten wichtig sind, wie Angst, Vergänglichkeit, Sinn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON, Lied </strong></p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Zur Feier der Sonntagsgottesdienste kommt regelmäßig ein holländischer Pfarrer nach Friedrichstadt.</p>
<p>In seinen Predigten erinnert Pastor Severien Bouwman er immer wieder an die transzendente&nbsp; Dimension menschlichen Lebens, an das göttliche Geheimnis, das uns trägt:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Wir leben in einer Zeit, wo es viele gibt, die den Geist nicht nötig haben, den Geist Gottes, der uns spüren tut nach dem Geheimnis des Lebens und nach demjenigen, was uns Menschen wirklich inspiriert. Der Geist Gottes, der sehen tut, was wirklich notwendig ist im Leben und kritisch macht sowohl über uns selbst und was alles in der Welt passiert. Dieser Geist Gottes haben wir immer noch nötig. Amen.</p>
<p><strong>O TON, Orgel Intermezzo </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Die Pfarrer der Remonstranten Kirche werden an der Theologischen Fakultät der Universität Leiden ausgebildet, zusätzlich werden sie in einem eigenen Seminar mit der besonderen Spiritualität vertraut gemacht, die einen Pastor auszeichnet:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Wenn ich eine Predigt halte, sage ich nicht: Sie müssen so und so glauben. Aber sie können so und so glauben. Es gibt keine Wahrheit, die ich schon wusste und dann ausspreche, sondern ich suche die Wahrheit auf einem bestimmten Moment und für bestimmte Leute, versuche beizutragen, wie sie leben können. Die Fragen öffnen Zukunft und Lebensmöglichkeit.</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Nach dem Sonntagsgottesdienst bleibt die Gemeinde noch für eine oder zwei Stunden zusammen, auch darin folgen die Friedrichstädter holländischen Traditionen. Aber Unterschiede gibt es trotzdem: In den Niederlanden wurden etliche Remonstranten Kirchen so umgebaut, dass die Gläubigen auf Stühlen Platz nehmen. In Friedrichstadt hält man sich noch an die alte Sitzordnung und nutzt die Kirchenbänke weiter. Die Gemeindevorsitzende Petra Kühl:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Für mich ist kein freier Gottesdienst oder kein Freiheitsgefühl, wenn wir da im Kreis sitzen oder ob ich eben in diesem alten Gestühl sitze. Und es ist im Unterschied zu anderen Kirchen sogar auch wiederum relativ frei wiederum, dass ja bis der Pastor kommt dann auch immer geschnackt wird und gelacht wird und getan. Während das ja in manchen Kirchen anderer Konfession nicht möglich ist. Da ist ja in dem Moment, wo man das Kirchengebäude betritt dann auch Stille.</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Die Remonstranten haben eigene diakonische Projekte; aber sie fördern in der weltweiten Ökumene auch andere Kirchen, wenn sie denn für mehr mehr Toleranz und Demokratie eintreten, berichtet&nbsp; Franz Wauschkuhn:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Heute war ja die Kollekte für die koptischen Christen in Ägypten, das sind ja Menschen, die heutzutage verfolgt werden. Man hat im Westen immer den Endruck, dass Ägypten ein tolerantes Land ist, in Ägypten ist die Scharia wieder eingeführt worden.&nbsp; Wir versuchen mit ganz kleinen Mitteln, die wir hier zusammen kriegen, solchen Menschen zu helfen. Wir haben hier auch Kopten, die in unsere Gottesdienste kommen, also ein ganz konkretes Projekt.</p>
<p>1.SPR.:</p>
<p>Gesprächskreise während der Woche sind für Remonstranten genauso wichtig wie Gottesdienste. In Friedrichstadt hat sich eine Gruppe kürzlich mit Lessings Theaterstück „Nathan der Weise“ befasst und angesichts der&nbsp; aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen über Toleranz diskutiert: Anke Richter Teubler:</p>
<p><strong>O TON</strong></p>
<p>Meine Kritik an einem oberflächlichen Toleranzbegriff ist der, dass er völlig a- politisch und letztlich unmenschlich ist. Weil es der Toleranzbegriff ist, der das hohe Ideal der Achtung verrät, verkauft an eine Haltung, die wir alle immer kritisieren in allen Medien, nämlich die des Wegguckens. Dann sind wir auch „tolerant“, nichts zu machen. Und das darf nicht sein. Also da werde ich scharf. Und jede Toleranz hat ihre Grenzen. Auch die aktive Toleranz, die sich wirklich um Verständnis um Auseinandersetzung und Dialog bemüht, auch die kommt irgendwann zwangsläufig an den Punkt: wo sie sagt. Stopp: Weiter mit mir nicht.&nbsp; Keine Verhandlung mehr möglich, bewege du dich jetzt, auch das gehört zur Toleranz. Also Friede, Freude, Eierkuchen, das ist keine Toleranz, das ist eine ganz bescheuerte Beliebigkeit.</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>In Friedrichstadt mit seinen 4.000 Einwohnern sind mehrere Konfessionen vertreten. Die Gemeinde der Wiedertäufer, Mennoniten genannt, sowie Katholiken und Mitglieder der Dänischen Kirche. Am größten ist die Lutherische Gemeinde. Auch sie hat gute ökumenische Beziehungen den Remonstranten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> O TON Glocke Utrechter Dom </strong></p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Die Glocken der mittelalterlichen Domkirche zu Utrecht in Holland, Hier, im Herzen der Niederlande, haben die Remonstranten in einem kleinen Grachtenhaus ihr zentrales Büro untergebracht. Hier werden Studientage organisiert, zum Beispiel zur Globalisierung oder zur ökologischen Krise; auch die remonstrantischen Jugendgruppen werden von hier aus gefördert. Angesichts einer zunehmenden Vorliebe so vieler Menschen für fundamentalistische Überzeugungen wollen sich die Remonstranten als freie, liberale Geister noch deutlicher behaupten und ihren freisinnigen Geist zum Ausdruck bringen, Generalsekretär der Remonstranten ist Pastor Tom Mikkers:</p>
<p><strong>O TON</strong></p>
<p>Das Christentum hat die ersten 1500 Jahre sich engagiert in einem Institut und gesagt:&nbsp; Gott wohnt in dieses Institut. Dann kam die Reformation und hat gesagt: Er wohnt nicht im Institut, denn das&nbsp; gibt zu viel Machtmissrauch, er wohnt jetzt in der in einem Buch, Bibel. Aber das ist nur eine Möglichkeit. Aber man soll das ein bisschen relativieren. Ich glaube, Jesus hat nie ein Buch geschrieben und nie eine Kirche gestiftet. Für mich ist das Zentrum von Glauben: Dass Jesus war eine Gegenbewegung, also es war nicht konformistisch.</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Neues vorschlagen, alte Traditionen befragen und möglicherweise auch zurücklassen: Die Remonstranten haben sich schon vor 20 Jahren ausdrücklich entschieden, homosexuelle Paare kirchlich zu segnen:, und zwar auch dann, wenn sie nicht Mitglieder der Remonstranten sind. Pastor Bouman:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Das ist überhaupt kein Problem. Wir machen keinen Unterschied mehr. Schon lange. In Holland habe ich verschiedene Leute gesegnet, Hochzeit gemacht, ich bin auch ein bisschen stolz darauf, dass wir als erste Kirche überhaupt das gemacht haben. Es wurde nicht von allen anderen Kirchen geliebt. Dennoch. Das ist etwas, was voll und ganz und ganz realisiert ist.</p>
<p>1.SPR.:</p>
<p>Und in den letzten Jahren öffnen sich die Remonstranten durchaus auch für Menschen anderer Religionen, erklärt der Philosoph Wibren van der Burg:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Wir sind davon bereichert worden, dass wir immer Leute von anderen Religionen innerhalb unserer Kirche haben. Und zum Beispiel gibt es auch Leute, die bei uns interessiert sind im Zenbuddhismus und Islam. Und auch Elemente davon mitnehmen. Zum Beispiel gibt es auch Leute bei uns, die jetzt den Ramadan mitfeiern. Sie lassen sich davon inspirieren, und sagen: Ja, das will ich auch mitmachen.</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Die Remonstranten wollen konfessionelle Grenzen überwinden. Darum unterstützen sie weltweit auch Projekte des interreligiösen Dialogs. Seit vielen Jahren sind sie Mitglied der „Internationalen Vereinigung für religiöse Freiheit“, zu der etwa 70 weitere religiöse Gemeinschaften gehören. Der Remonstranten Pfarrer Johan Blaauw</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Wir sind auch Mitglied der IAF, der International Association of Religious Freedom. Und da sind auch Freisinnigen aus der buddhistischen oder der islamitischen Tradition und von anderen Konfessionen. Und ich muss sagen: In diesen Kreis freisinniger Muslime und freisinniger Buddhisten kann man besser sprechen über Rel. als z B. mit fundamentaltistischen, orthodoxen Christen.</p>
<p>1. SPR.:</p>
<p>Die Remonstranten: Zweifellos eine ungewöhnliche Kirche in der weiten Christenheit. Sie wagt sich in ihrer Lehre und Praxis weit hinaus über Alt &#8211; Vertrautes. In Zeiten zunehmenden Fundamentalismus in der religiösen Szene sind sie diese Freigeister fast eine absolute Ausnahme. Über das Internet werden sie allmählich zu einer internationalen Gemeinschaft, berichtet Pastor Tom Mikkers:</p>
<p><strong>O TON </strong></p>
<p>Internet gibt uns die Möglichkeit, die Leute zu interessieren für die Remonstranten. Im letzten Jahre hat es Leute aus dem Ausland gegeben, die auch die Frage stellen: Können wir Remonstrant werden? Und dann sagen wir immer: Das ist möglich. Wenn Sie noch 10 oder fünf andere finden, dann kann so eine Gruppe beginnen. Und dann werden wir dazu helfen. Wir sagen immer. Paulus hatte ein Boot, und wir haben das Internet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/75/spiritualitaet-der-remonstranten-glauben-ist-freisein/">Spiritualität der Remonstranten &#8211; &#8222;Glauben ist Freisein&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
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