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	<title>Kirche ohne allgemeines Glaubensbekenntnis Archive - Forum der Remonstranten in Berlin</title>
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	<description>Glauben ist Freisein</description>
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		<title>Für einen modernen Glauben im 21. Jahrhundert: Ein kurzes Plädoyer der Remonstranten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2015 15:43:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Forum der Remonstranten Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch über Glauben genauso wichtig wie Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[gibt es eine schwulenfreundliche Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben beginnt bei dir]]></category>
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		<category><![CDATA[Kirche ohne allgemeines Glaubensbekenntnis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue website der Remonstranten in Holland hat einen Text veröffentlicht, der für einen modernen Glauben im 21. Jahrhundert plädiert, zur neuen website klicken Sie hier. Was glauben wir? Einige Hinweise der Remonstranten-Kirche, Holland. Sie ist als freisinnige, „liberal-theologische“ protestantische Kirche Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen Genf. &#8222;Glauben beginnt bei dir&#8220;, heißt es immer...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/1088/fuer-einen-modernen-glauben-im-21-jahrhundert-ein-kurzes-plaedoyer-der-remonstranten/">Für einen modernen Glauben im 21. Jahrhundert: Ein kurzes Plädoyer der Remonstranten</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <em>neue website der Remonstranten in Holland</em> hat einen Text veröffentlicht, der für einen modernen Glauben im 21. Jahrhundert plädiert, zur neuen website klicken Sie <a href="https://www.remonstranten.nl/">hier</a>.</p>
<p><strong>Was glauben wir?</strong></p>
<p>Einige Hinweise der Remonstranten-Kirche, Holland. Sie ist als freisinnige, „liberal-theologische“ protestantische Kirche Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen Genf.</p>
<p><strong>&#8222;Glauben beginnt bei dir&#8220;, heißt es immer wieder bei den Remonstranten. Was bedeutet das genau</strong> ?</p>
<p>Für Remonstranten heißt das: Wir nehmen deine Lebensweisheit und deine Ansichten uneingeschränkt ernst. Auch legen wir Wert auf eine wachsende, fortschreitende Einsicht. Man kann das auch Flexibilität nennen. Gott lässt sich nicht <span id="more-1088"></span>einfangen in Worte, in Kirchen, in Glaubensbekenntnisse. Das bedeutet: Alles Sprechen von Gott ist vorläufig. Trotzdem ist ein Gespräch über den Glauben wirklich der Mühe wert. Das ist sogar von größter Bedeutung, denn so verhindern wir auch, dass wir in unseren subjektiven Annahmen einfach „hängen bleiben“. Remonstrantische Gemeinden bilden dann sozusagen auch das „pulsierende Herz“ von der Kirchengemeinschaft (im ganzen).</p>
<p>Aber beginnt Glaube nicht mit Gott?</p>
<p>Da gibt es verschiedene Meinungen. Es gibt eine alte theologische Diskussion, wo Glauben genau beginnt, bei den Menschen oder mit Gott. In jedem Fall sind Remonstranten vorsichtig, um im Namen Gottes zu sprechen. Auch wollen sie die Kenntnis, das Verstehen, nicht vertreiben und gelten lassen im Glauben. Wir wissen aufgrund der biblischen Wissenschaft, dass die Bibel ein Werk der Menschen ist und wir wissen auch, dass die Kirche nicht unfehlbar ist. Remonstranten behaupten nicht schnell, dass das Christentum der einzig wahre Glaube ist. Darum ging es Jesus auch nicht. Ein Auge zu haben oder einen Sinn zu haben für das menschliche Maß im Glauben, das finden Remonstranten so wichtig. Wie kommt man damit zurecht? Remonstranten plädieren deswegen für ein freies und tolerantes Christentum. Jeder Remonstrant ist frei, seinen Glauben auf seine eigene Art zu gestalten. Darum kann man Menschen unter den Remonstranten treffen, die sich mit Achtsamkeitsübungen oder mit Zen-Buddhismus persönlich beschäftigen.</p>
<p>Zusammensein und Sprechen&#8230;</p>
<p>„Glauben beginnt bei dir“ bedeutet für Remonstranten nicht, dass der Glaube der aller individuellste Ausdruck der aller individuellsten Gefühle ist. Sondern: Gerade im Gespräch mit anderen entwickelt man am besten die eigene Lebensweisheit. „Glaube beginnt bei dir“ : Dieser Satz stimmt, aber dann geht es doch auch um andere. Darum treffen sich Remonstranten während der Woche oder am Sonntag, zuweilen in der Kirche oder auch bei den anderen zuhause.</p>
<p>Moderne christliche Perspektiven</p>
<p>Remonstranten bilden eine christliche Kirche. Aber das bedeutet für uns: Wir untersuchen, in welcher Form der christliche Glaube auch für das 21. Jahrhundert orientierend sein kann. Wir übernehmen nicht ohne weiteres, was frühere Generationen über den Glauben gesagt haben. Wir als Remonstranten sind bereit, die Kirche zu verändern, wenn die Zeit das verlangt. Gleichzeitig ist unser Glaube verwurzelt im Evangelium von Jesus Christus. Seit ihrem Entstehen vor 4 Jahrhunderten, sind die Remonstranten stets eine etwas „vorwitzige“, „vorlaute“ „Schwester“ der christlichen Kichen gewesen. Remonstanten lieferten wichtige Beiträge zur Erneuerung der Theologie. Sie gehörten zu den ersten, die Frauen zum Amt des Pastors zuließen, sie waren eines der Gründungsmitglieder des Ökumenischen Weltrates der Kirchen (Genf). 1986 standen sie auf Seite 1 der „New York Times“, weil die Remonstranten die erste Kirche weltweit war, die die Ehe und die Segnung in der Kirche erlaubte für Liebende des gleichen Geschlechts.</p>
<p>Im Jahr 2006 präsentierten remonstrantische Pastoren ein neues Glaubensbekenntnis für unsere Kirche. Dabei war es keine Absicht, den Glauben ein für allemal festzulegen. Es ging nur darum, eine Orientierungshilfe zu bieten für den persönlichen Glauben eines jeden. Das Glaubensbekenntnis bindet nicht den einzelnen!</p>
<p>Neben dem Gespräch über den Glauben inmitten des Lebens legen die Remonstranten auch wert auf das aktive Tun zugunsten der anderen Menschen. Darum unterstützen wir auch verschiedene Initiativen der Solidarität. Wir sind ja keine „kirchliche Insel“. Darum gibt es auch viele Kontakte mit anderen Kirchen und mit „weltlichen“ Gruppen, die einen ähnlichen offenen Geist haben.</p>
<p>Übersetzung aus dem Niederländischen: Christian Modehn Berlin.</p>
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		<title>Huub Oosterhuis inspiriert: Der &#8222;Beraadsdag&#8220; der Remonstranten in Amsterdam</title>
		<link>https://forum.remonstranten-berlin.de/551/huub-oosterhuis-inspiriert-der-beraadsdag-der-remonstranten-in-amsterdam/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 17:34:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktueller Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Oosterhuis spricht für remonstranten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Huub Oosterhuis inspiriert: Das jährliche Treffen der Remonstranten. Diesmal in Amsterdam Von Christian Modehn Die Remonstranten halten einmal im Jahr einen so genannten „Beraadsdag“, frei übersetzt: einen „Tag der Gespräche und Diskussionen“. Von den 5.000 Mitgliedern dieser freisinnigen Kirche waren am 10. März 2012  200 dabei: Sie trafen sich im neuen Zentrum der Studentenekklesia in...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/551/huub-oosterhuis-inspiriert-der-beraadsdag-der-remonstranten-in-amsterdam/">Huub Oosterhuis inspiriert: Der &#8222;Beraadsdag&#8220; der Remonstranten in Amsterdam</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Huub Oosterhuis inspiriert: Das jährliche Treffen der Remonstranten. Diesmal in Amsterdam</p>
<p>Von Christian Modehn</p>
<p>Die Remonstranten halten einmal im Jahr einen so genannten „Beraadsdag“, frei übersetzt: einen „Tag der Gespräche und Diskussionen“. Von den 5.000 Mitgliedern dieser freisinnigen Kirche waren am 10. März 2012  200 dabei: Sie trafen sich im neuen Zentrum der Studentenekklesia in Amsterdam, der ökumenischen Gemeinde, die von dem Theologen und Dichter Huub Oosterhuis 1970 ins Leben gerufen wurde. Nach mehreren Umzügen hat diese Gemeinde seit einem Jahr ein neues Zuhause gefunden in einem prächtigen Gebäude an der Da Costakade.</p>
<p>Die Remonstranten hatten Huub Oosterhuis gebeten, den ersten Vortrag beim „beraadsdag“ zu halten. Er sprach – dem Motto des Treffens entsprechend –über das Reich Gottes, jenes universale Symbol einer friedlichen und gerechten Welt; es ist DIE zentrale Zusage der biblischen Botschaft für die Menschen. Huub Oosterhuis legte allen Nachdruck darauf, dass das Reich Gottes mehr ist als ein schöner Traum. Reich Gottes sollte nicht in eine spirituelle Innenwelt eingeschlossen sein. Es wird vielmehr von den Menschen hier und jetzt „gebaut“, wann immer sie sich für Gerechtigkeit und gegen die Ausgrenzung der Armen einsetzen. Im Tun des Guten werde das Reich Gottes geschaffen.</p>
<p>Huub Oosterhuis unterstrich den aktiven Einsatz der Menschen für das Reich Gottes. Damit entsprach er durchaus den theologischen Vorstellungen der Remonstranten, die sich seit Beginn ihrer Geschichte im 17. Jahrhundert gerade von einer abstrakten Gnadenlehre absetzen, die behauptet, der Mensch selbst könne nichts Gutes tun für sein Heil und seine Erlösung.</p>
<p>Es gab beim Beraadsdag mehrere Workshops. IKON berichtet, dass ein Gesprächskreis sich auch mit der 400 jährigen Geschichte der Remonstranten befasste. Tjaard Barnard zeigte, dass es in der Geschichte der Remonstranten oft Akzentverschiebungen gab, einmal mehr zu orthodoxen , dann viel mehr zu freisinnigen theologischen Ansätzen. Beachtlich bleibt &#8211; in unserer Sicht- , dass sich die Remonstranten wie kaum eine andere Kirche er Philosophie der Aufklärung und auch dem Modernismus wohlwollend und lernbereit stellten. &#8222;Seit den 1960 Jahren ist einem orthodoxen (calvinistischen) Glauben bei den Remonstranten nichts mehr übrig geblieben, die Remonstranten präsentieren sich als freisinnig&#8220; (IKON).  In der weiten christlichen Ökumene  das darf man ohne Übertreibung sagen &#8211; eine recht seltene Erscheinung! Schön, dass es diese Kirche gibt.</p>
<p>Remonstranten sind – in unserer Sicht – eine Art Avantgarde! Viele große Kirchen haben nie die Aufklärung und den Modernismus anerkannt und rezipiert, etwa die römische Kirche oder die Orthodoxen Kirchen Griechenlands, Rußlands usw.  Das Ausbleiben mit diesen modernen Denkrichtungen ist in diesen Kirchen machtvoll zu spüren, bis heute.</p>
<p>Die Toleranz wurde von Remonstranten während ihrer ganzen Geschichte immer als hoher Wert verteidigt. Beachtlich bleibt, dass die Remonstranten Kirche heute eine freisinnige Kirche ist, in der jedes Mitglied selbstverständlich sein individuelles Glaubensbekenntnis formuliert. Das wird beim Eintritt in die Kirche  respektiert. Beachtlich ist weiter, dass es kein allgemein bindendes Glaubensbekenntnis für alle Mitglieder gibt. Auf diese Weise wird die individuelle spirituelle Entwicklung eines jeden Menschen respektiert. Ein interessanter Versuch, Menschen mit ausdrücklich unterschiedlicher Glaubenshaltung in einer Kirche zusammenzuführen. Das hat sich in Deutschland &#8211; und weltweit &#8211; leider noch nicht so herumgesprochen. Aber freisinnige Kirchen haben es Zeiten  flammender Religiosität und lautstarker Bekenntnisse und Dogmen und moralischer Vorschriften ohnehin nicht so ganz leicht&#8230;</p>
<p>copyright: christian modehn, berlin.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/551/huub-oosterhuis-inspiriert-der-beraadsdag-der-remonstranten-in-amsterdam/">Huub Oosterhuis inspiriert: Der &#8222;Beraadsdag&#8220; der Remonstranten in Amsterdam</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
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