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	<title>eine freisinnige Kirche Archive - Forum der Remonstranten in Berlin</title>
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	<description>Glauben ist Freisein</description>
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		<title>Remonstranten- eine freisinnige christliche Kirche besteht seit 400 Jahren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2019 15:35:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elemente der Theologie der Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[400 Jahre Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Dordrecht Synode]]></category>
		<category><![CDATA[eine freisinnige Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[gibt es eine humanistische Kirche?]]></category>
		<category><![CDATA[humanistisches Chistentum]]></category>
		<category><![CDATA[Jubliäum der Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten bestehen 400 Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten feiern Jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[Synode zu Dordrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gedenken und Feiern im Jahr 2019 Ein Hinweis von Christian Modehn Die „Remonstranten“ als einzige explizit freisinnige und liberal-theologische und humanistisch-orientierte Kirche besteht im Jahr 2019 400 Jahre. Diese Kirche ist bis jetzt fast ausschließlich in den Niederlanden vertreten, seit 1622 in Friedrichsstadt, Nordfriesland. In Berlin wurde 2010 ein „Forum der Remonstranten“ gegründet. Die Erinnerung...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gedenken und Feiern im Jahr 2019</p>
<p>Ein Hinweis von Christian Modehn</p>
<p>Die „Remonstranten“ als einzige explizit freisinnige und liberal-theologische und humanistisch-orientierte Kirche besteht im Jahr 2019 400 Jahre. Diese Kirche ist bis jetzt fast ausschließlich in den Niederlanden vertreten, seit 1622 in Friedrichsstadt, Nordfriesland. In Berlin wurde 2010 ein „Forum der Remonstranten“ gegründet.</p>
<p>Die Erinnerung an die Geschichte der „remonstrantischen Bruderschaft“, so der offizielle Titel, ist wesentlich, nur so wird das besondere theologische Profil dieser Kirche deutlich.</p>
<p>In der Monatszeitschrift ADREM beschreibt Peter Nissen wesentliche historische Momente, die zur Gründung der Remonstranten führten. Peter Nissen ist remonstrantischer Pastor und Professor für Ökumene an der Radboud Universität in Nijmegen.</p>
<p>In der Dezember Ausgabe 2018 von ADREM erinnert Peter Nissen an die Synode der calvinistischen Kirche in Dordrecht im November 1618. Die Synode war zusammengekommen vor allem wegen der theologischen Dispute, die der Theologe Arminius angestoßen hatte: Es ging ihm ursprünglich um die Frage: Welche Bedeutung hat der freie Wille des Menschen, wenn er sich der Botschaft des Evangeliums anschließt. Arminius unterstützte dabei die Teilnahme, die Anerkennung des freien menschlichen Willens; die meisten Theologen der calvinistischen Kirche hielten an der Lehre von der totalen Vorherbestimmung (Prädestination) fest. „Remonstrance“ bedeutet Einspruch, Widerspruch, eben Beschwerde gegen die totale Prädestinationslehre Calvins.</p>
<p>Die Theologen, die den Vorschlägen von Arminius folgten, waren zunächst bei Eröffnung der Synode in Dordrecht (am 13.November 1618) gar nicht zu gelassen. Erst am 6. Dezember 1618 konnten 12 remonstrantische Theologen dabei sein, sie waren nicht (gleichberectigte) Teilnehmer, sondern Angeklagte, wie Nissen schreibt.</p>
<p>„Diese Synode war kein Forum offener Diskussion, sondern ein Gerichtshof der Rechtsgesinnten, also der orthodoxen Calvinisten“. Die Vertreter der Remonstranten hatten schon den Eindruck, dass abweichende theologische Argumente in der Synode nicht mehr zählten. Am 14. 1. 1619 mussten die Remonstranten die Synode verlassen. Die freisinnigen Remonstranten wurden ausgegrenzt.</p>
<p>In Erinnerung bleibt eine Rede, die der remonstrantische Theologe Simon Episcopius noch am 7. Dezember 1618 hielt. Seit 1612 war Episcopius Professor in Leiden. „Wie Arminius wollte Episcopius Theologie treiben auf der Linie des Erasmus, mit der Vernunft als Richtschnur und mit der Philosophie als Hilfe fürs Verstehen der Bibel“. 2015 wurde der Vortrag von Episcopius unter dem Titel „Die arminianische Friedenskirche“ aus dem Lateinischen, der damaligen „Gelehrtensprache“ übersetzt und veröffentlicht. Dieser Vortrag ist, so Peter Nissen, „ein Plädoyer für ein tolerantes und pluriformes Christentum. Er plädiert für eine Kirche, die die Bibel zwar als Fundament hat, aber in der Raum ist für Vielfalt in der Auslegung der Bibel&#8230; Zwang gehört nicht zur Eigenart der Kirche“.</p>
<p>Es folgte ab 1619 eine Zeit, in der die Remonstranten vertrieben und verfolgt wurden, später konnten sie ihre Kirchengebäude nur als „versteckte Kirchen“ hinter einer neutralen Häuserfront bauen (etwa die Kirche „de rode hoed“ in Amsterdam).</p>
<p>Die Remonstranten heute sind selbständig, also nicht Mitglied der Protestantischen Kirche der Niederlande“ (PKN), einem Zusammenschluss von Hervormden, Gereformeerden und Lutheranern.</p>
<p>Am 11. November 2018 fand aber in der „Großen Kirche“ zu Dordrecht, dem Ort der Synode von 1618, ein gemeinsamer Gottesdienst von Protestanten der PKN (also den Nachfahren von Calvin, wenn man so will) und den Remonstranten statt.</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, remonstranten-berlin.de</p>
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		<title>Remonstranten in Berlin &#8211; eine freisinnige Spiritualität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Modehn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 20:31:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[eine freisinnige Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[eine liberale Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten in Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freisinnige Spiritualität Remonstrantenforum in Berlin Zum ersten Mal wurde in Berlin am Sonntag, den 10. Januar 2010, die freisinnige protestantische Kirche der Remonstranten vorgestellt. Sie hat genau vor 400 Jahren, am 14. Januar 1610, in Holland ihre Entwicklung begonnen mit der „Remonstrance“, dem Einspruch und Widerspruch gegen die dogmatische Behauptung, die Freiheit des Menschen sei...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/77/remonstranten-in-berlin-eine-freisinnige-spiritualitaet/">Remonstranten in Berlin &#8211; eine freisinnige Spiritualität</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Freisinnige Spiritualität</p>
<p>Remonstrantenforum in Berlin</p>
<p>Zum ersten Mal wurde in Berlin am Sonntag, den 10. Januar 2010, die freisinnige protestantische Kirche der Remonstranten vorgestellt. Sie hat genau vor 400 Jahren, am 14. Januar 1610, in Holland ihre Entwicklung begonnen mit der „Remonstrance“, dem Einspruch und Widerspruch gegen <span id="more-77"></span>die dogmatische Behauptung, die Freiheit des Menschen sei nichts gegenüber der Allmacht Gottes. Glaube ist Freisein könnte das Motto sein. Damit wird die übertreibene Deutung der Erbsünde zurückgewiesen, wonach alle Menschen von der Geburt an Sünder sind und zum Guten gar nicht fähig sind. Diese negative Anthropologie&nbsp; wird abgelehnt.</p>
<p>Im Mittelpunkt dieses „theologischen Salons“ in Berlin – Schöneberg mit 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stand das Gespräch mit den Gästen aus Amsterdam, Margriet Dijkmans van Gunst und Dik Mook von der dortigen Remonstranten Gemeinde.</p>
<p>Besondere Aufmerksamkeit fand das Profil dieser Kirche, die sich humanistisch und christlich versteht. Humanistisch, weil sie den Lebenserfahrungen des einzelnen Mitglieds ihr volles Recht lässt und keine Vorschriften macht, was und wie der einzelne glauben soll. Diese Freiheit von autoritärer Einrede wurde von vielen TeilnehmerInnen als Überraschung und als sehr wohltuend empfunden. Gerade angesichts einer zunehmenden Verfestigung vieler Kirchen und Religionen in Dogmatismus und Fundamentalismus ist es wohltuend und befreiend zu sehen, dass es solch eine Kirche überhaupt gibt.&nbsp; Überraschend auch der Bericht, dass in Gottesdiensten der Remonstranten auch spirituelle Texte, etwa aus Literatur oder Buddhismus eine inspirierende Rolle spielen. Interessant war es zu erfahren, dass die beiden Gäste aus der Gemeinde VRIJBURG in Amsterdam auch „Brunch – Gottesdienste“ vor allem für Jugendliche und jüngere Menschen gestalten. Dort steht die Auseinandersetzung mit Kunst im Mittepunkt einer Feier, bei der sich die TeilnehmerInnen um einen fein gedeckten Tisch gruppieren.</p>
<p>Die Remonstranten gehören zu den Gründungsmitgliedern des Ökumenischen Weltrates der Kirchen (Genf), für sie ist die Bibel ein inspirierendes Buch, das glaubende Menschen einst geschrieben haben. Also ein Text von und für Menschen. Von daher haben die Menschen heute die Freiheit, sich einer bestimmten Bibellektüre anzuschließen, etwa der feministischen oder der befreiungstheologischen, immer aber in kritischem Geist. Ein „wortwörtliches verstehen“ dieses alten Textes gläubiger Menschen kommt nicht in Frage. Hingegen werden Mitglieder eingeladen, ihr eigenes persönliches Glaubensbekenntnis aufzuschreiben. Die Remonstranten sehen in der hohen Einschätzung der Kompetenz eines jeden Menschen keinen „Subjektivismus“. Vielmehr stehen sie in bester biblischer Tradition, wo es immer um die ganz individuell geprägte „Gotteserfahrung“ eines jeden einzelnen geht. In der Gemeinde findet dann die Aussprache statt über die vielen verschiedenen Glaubensweisen und Gottesbilder, dabei gibt es keine „hierarchische Kontrolle“.</p>
<p>Diese Kirche hat die Ausgrenzung von Minderheiten überwunden und praktiziert z.B. seit mehr als 20 Jahren die Segnung homosexueller (Ehe) Paare.</p>
<p>Warum sind die Remonstranten nach wie vor interessant und hilfreich?</p>
<p>Natürlich gibt es in verschiedenen anderen Kirchen auch eine freisinnige Theologie und Praxis. Aber die „freisinnigen Mitglieder“ dieser Kirchen, etwa progressive Katholiken,&nbsp; sind immer von Strafen und Einschränkungen orthodoxer Hierarchen bedroht.</p>
<p>In der Remonstranten Kirche hingegen hat eine Befreiung aus Angst und Repression stattgefunden: Die einzelnen Christen müssen nicht – wie Kirchenreformer in anderen Kirchen – permanent gegen die Wand von Vorschriften und Einschränkungen angehen. Das offene Abendmahl, also die Einladung an ALLE, ist z.B. für Remonstranten selbstverständlich. Die Probleme, die etwa im Umfeld des Ökumenischen Kirchentages in München 2010 noch diskutiert werden, ob Katholiken und Protestanten gemeinsam Abendmahl, Eucharistie feiern „dürfen“,&nbsp; haben Remonstranten einfach nicht!</p>
<p>Die beiden Remonstranten aus Amsterdam wurden gefragt, was denn für sie besonders wichtig sei: „Es ist die Freiheit, die sich äußert in Verantwortung für sich selbst wie für die anderen“, sagte Dik Mook. „Für mich ist das Gespräch in der Remonstrantengemeinde mit Menschen unterschiedlicher Überzeugungen sehr inspirierend, darin zeigt sich die Vielfalt der Glaubensüberzeugungen, die wir einander zugestehen“ sagte Margriet Dijkmans van Gunst.</p>
<p>Leider, so haben viele Teilnehmer am Berliner Remonstranten Salon gemeint, haben nur wenige Menschen Zugang zur Remonstranten Kirche gefunden, die heute ca. 7000 Mitglieder und Freunde zählt. „Warum&nbsp; erfährt man so wenig und so selten davon, dass es diese Kirche überhaupt gibt, die ja in der Ökumene einen festen Platz hat“, fragte ein Besucher. „Und warum weisen die Remonstranten außerhalb Hollands so wenig auf ihre Kirche hin?“</p>
<p>In Berlin wird ein</p>
<p>„Forum Freisinnige Spiritualität – Remonstranten in Berlin“ vorbereitet.</p>
<p>Vorläufige Informationen dazu über</p>
<p><a href="http://www.remonstranten.org/">www.remonstranten.org</a> (die Seite in deutscher Sprache anklicken, symbolisiert durch die Flagge)</p>
<p>oder:</p>
<p>www. religionsphilosophischer-salon.de&nbsp;&nbsp; (dort die Seiten über Freisinnige Kirchen)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/77/remonstranten-in-berlin-eine-freisinnige-spiritualitaet/">Remonstranten in Berlin &#8211; eine freisinnige Spiritualität</a> erschien zuerst auf <a href="https://forum.remonstranten-berlin.de">Forum der Remonstranten in Berlin</a>.</p>
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