OKTOBER: Eine Zeit, um mit Steinen zu bauen
Warum kann nicht auch der jeweilige Monat unter einem spirituellen Motto stehen und zu Denken und Besinnung anregen? Christiane Berckvens – Stevelinck und Sytze de Vries machen in ihrem Buch „Vieren und Brevieren“ (Meinema Verlag) entsprechende Vorschläge. (Übersetzung Christian Modehn)
Oktober: Eine Zeit, um mit Steinen zu bauen
Solange es Erinnerungen an die Geschichte der Menschheit gibt, werden Steine aufeinander gesetzt. Natursteine, die übereinander gefügt werden als Erinnerungszeichen; leicht behauene Steine, die besser zu einander passen und leicht stehen; schon geformte Bausteine, die mit Zement aneinander befestigt sind. Dann gibt es klare und feste Baustrukturen, die aneinander befestigt werden.
Einfach oder kompliziert: Der Mensch ist der Architekt seines Lebensraumes und auch seines eigenen „geistlichen Hauses“.
Steine aufeinander stellen kann dann auch im übertragenen Sinne verstanden werden. Unser „geistliches Haus“ besteht aus Bausteinen, die aus unserer eigenen Tradition stammen oder aus der Traditionen anderer Menschen. Es sind Steine, die wir sammeln oder geschenkt bekommen und dann zusammenfügen zu einen bewohnbaren Ganzen.
Die Bibel spricht dauernd über Bausteine, deren Qualität und Gebrauch oder Missbrauch. Man kann sein Haus bauen auf einen Felsen oder auf Sand. Man kann Christus als sein Fundament wählen oder auch nach einer Stadt verlangen, in der Gott selbst der Architekt und Baumeister ist. Wir können lebendige Steine sein, sozusagen Mittel, durch das ein Haus, ein Tempel, eine Wohnung für Gott unter den Menschen gebaut wird.
Bibeltexte zum Meditieren:
Genesis, 11, 1- 9
Psalm 118, 22 29
Markus 13, 1-2
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