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	<title>Forum der Remonstranten in Berlin</title>
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	<description>Glauben ist Freisein</description>
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		<title>Spiritualität im Mai: Eine Zeit, um einander zu umarmen</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 12:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Spiritualität für den jeweiligen Monat]]></category>
		<category><![CDATA[Christiane Berkvens - Stevelinck]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorschlag Mai Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In ihrem Buch &#8220;Vieren en Brevieren&#8221; bieten Christiane Berkvens &#8211; Stevelinck (Remonstranten Pastorin) und Sytze de Vries (Reformierter Pastor) Hinweise für eine Spiritualität eines jeden Monats, als Impuls, das besondere &#8220;Profil&#8221; der jeweiligen Jahreszeiten besser wahr &#8211; zu nehmen. Spiritualität im Monat MAI: Eine Zeit, um einander zu umarmen Mit dem Beginn der „Guten Jahreszeit“, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In ihrem Buch &#8220;Vieren en Brevieren&#8221; bieten Christiane Berkvens &#8211; Stevelinck (Remonstranten Pastorin) und Sytze de Vries (Reformierter Pastor) Hinweise für eine Spiritualität eines jeden Monats, als Impuls, das besondere &#8220;Profil&#8221; der jeweiligen Jahreszeiten besser wahr &#8211; zu nehmen.</p>
<p>Spiritualität im Monat MAI: Eine Zeit, um einander zu umarmen</p>
<p>Mit dem Beginn der „Guten Jahreszeit“, wenn die Natur in vollem Glanz erscheint, wächst auch der Wunsch nach der Freiheit eines offenen Himmels, nach der Wärme, mit der uns die Sonne hegt und pflegt. Wir werfen den „Winterpelz“ ab, wir machen uns frei und fühlen uns eins mit den Elementen Wasser, Luft, Erde und Feuer.</p>
<p>Im Mai&#8230;.</p>
<p>Wenn wir einander umarmen, heben wir den Abstand zwischen uns auf. Was Menschen von einander trennt, wird aufgegeben. Von Entzweiung ist keine Rede mehr. Eine Umarmung kann Versöhnung und Vergebung bedeuten. Umarmen ist die greifbare Geste der Liebe.</p>
<p>Das Umarmen gibt es in zahllosen Abstufungen: Im fröhlichen, herzlichen Umarmen auch von Unbekannten kommt zum Ausdruck, dass die Welt etwas besser erscheint, wenn Menschen einander freundlich begegnen. Im Friedenskuss, wie er in den Gottesdiensten der Kirchen praktiziert wird, gelangen wir über uns selbst hinaus. In der leidenschaftlichen Umarmung der Liebenden kann die Seele und die Seligkeit liegen&#8230;</p>
<p>Die Umarmung spielt auch in der Bibel eine Rolle. Rembrandt hat die Umarmung des „verlorenen“ Sohns durch seinen Vater auf einmalige Weise gemalt. Wir können dabei teilhaben an einem intimen Moment zwischen Vater und Sohn&#8230;</p>
<p>Texte der Bibel zum Thema Umarmen:</p>
<p>Lukas, 15, 11 – 20-</p>
<p>1 Samuel 20, 35 – 42 (zu Dabid und Jonathan)</p>
<p>Hohelied, 1, 1-4; 4, 9-15.</p>
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		<title>Huub Oosterhuis inspiriert: Der &#8220;Beraadsdag&#8221; der Remonstranten in Amsterdam</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 17:34:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Huub Oosterhuis inspiriert: Das jährliche Treffen der Remonstranten. Diesmal in Amsterdam Von Christian Modehn Die Remonstranten halten einmal im Jahr einen so genannten „Beraadsdag“, frei übersetzt: einen „Tag der Gespräche und Diskussionen“. Von den 5.000 Mitgliedern dieser freisinnigen Kirche waren am 10. März 2012  200 dabei: Sie trafen sich im neuen Zentrum der Studentenekklesia in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Huub Oosterhuis inspiriert: Das jährliche Treffen der Remonstranten. Diesmal in Amsterdam</p>
<p>Von Christian Modehn</p>
<p>Die Remonstranten halten einmal im Jahr einen so genannten „Beraadsdag“, frei übersetzt: einen „Tag der Gespräche und Diskussionen“. Von den 5.000 Mitgliedern dieser freisinnigen Kirche waren am 10. März 2012  200 dabei: Sie trafen sich im neuen Zentrum der Studentenekklesia in Amsterdam, der ökumenischen Gemeinde, die von dem Theologen und Dichter Huub Oosterhuis 1970 ins Leben gerufen wurde. Nach mehreren Umzügen hat diese Gemeinde seit einem Jahr ein neues Zuhause gefunden in einem prächtigen Gebäude an der Da Costakade.</p>
<p>Die Remonstranten hatten Huub Oosterhuis gebeten, den ersten Vortrag beim „beraadsdag“ zu halten. Er sprach – dem Motto des Treffens entsprechend –über das Reich Gottes, jenes universale Symbol einer friedlichen und gerechten Welt; es ist DIE zentrale Zusage der biblischen Botschaft für die Menschen. Huub Oosterhuis legte allen Nachdruck darauf, dass das Reich Gottes mehr ist als ein schöner Traum. Reich Gottes sollte nicht in eine spirituelle Innenwelt eingeschlossen sein. Es wird vielmehr von den Menschen hier und jetzt „gebaut“, wann immer sie sich für Gerechtigkeit und gegen die Ausgrenzung der Armen einsetzen. Im Tun des Guten werde das Reich Gottes geschaffen.</p>
<p>Huub Oosterhuis unterstrich den aktiven Einsatz der Menschen für das Reich Gottes. Damit entsprach er durchaus den theologischen Vorstellungen der Remonstranten, die sich seit Beginn ihrer Geschichte im 17. Jahrhundert gerade von einer abstrakten Gnadenlehre absetzen, die behauptet, der Mensch selbst könne nichts Gutes tun für sein Heil und seine Erlösung.</p>
<p>Es gab beim Beraadsdag mehrere Workshops. IKON berichtet, dass ein Gesprächskreis sich auch mit der 400 jährigen Geschichte der Remonstranten befasste. Tjaard Barnard zeigte, dass es in der Geschichte der Remonstranten oft Akzentverschiebungen gab, einmal mehr zu orthodoxen , dann viel mehr zu freisinnigen theologischen Ansätzen. Beachtlich bleibt &#8211; in unserer Sicht- , dass sich die Remonstranten wie kaum eine andere Kirche er Philosophie der Aufklärung und auch dem Modernismus wohlwollend und lernbereit stellten. &#8220;Seit den 1960 Jahren ist einem orthodoxen (calvinistischen) Glauben bei den Remonstranten nichts mehr übrig geblieben, die Remonstranten präsentieren sich als freisinnig&#8221; (IKON).  In der weiten christlichen Ökumene  das darf man ohne Übertreibung sagen &#8211; eine recht seltene Erscheinung! Schön, dass es diese Kirche gibt.</p>
<p>Remonstranten sind – in unserer Sicht – eine Art Avantgarde! Viele große Kirchen haben nie die Aufklärung und den Modernismus anerkannt und rezipiert, etwa die römische Kirche oder die Orthodoxen Kirchen Griechenlands, Rußlands usw.  Das Ausbleiben mit diesen modernen Denkrichtungen ist in diesen Kirchen machtvoll zu spüren, bis heute.</p>
<p>Die Toleranz wurde von Remonstranten während ihrer ganzen Geschichte immer als hoher Wert verteidigt. Beachtlich bleibt, dass die Remonstranten Kirche heute eine freisinnige Kirche ist, in der jedes Mitglied selbstverständlich sein individuelles Glaubensbekenntnis formuliert. Das wird beim Eintritt in die Kirche  respektiert. Beachtlich ist weiter, dass es kein allgemein bindendes Glaubensbekenntnis für alle Mitglieder gibt. Auf diese Weise wird die individuelle spirituelle Entwicklung eines jeden Menschen respektiert. Ein interessanter Versuch, Menschen mit ausdrücklich unterschiedlicher Glaubenshaltung in einer Kirche zusammenzuführen. Das hat sich in Deutschland &#8211; und weltweit &#8211; leider noch nicht so herumgesprochen. Aber freisinnige Kirchen haben es Zeiten  flammender Religiosität und lautstarker Bekenntnisse und Dogmen und moralischer Vorschriften ohnehin nicht so ganz leicht&#8230;</p>
<p>copyright: christian modehn, berlin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Spirituelle Impulse für den Monat März: Eine Zeit, um zu säen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 13:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freisinnige Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[jeder Monat hat eine eigene Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[liberale theologische Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität für einen Monat]]></category>

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		<description><![CDATA[Spirituelle Impulse für den März: Eine Zeit, um zu säen Die Bibel, auch das Neue Testament, ist eng verbunden mit einer agrarisch geprägten Kultur. Die Gleichnisse Jesu z.B. sind oft auf den Ackerbau und die Herden und Hirten usw. bezogen (bis heute nennen sich katholische Bischöfe, seltsam genug für viele, „Hirten“ oder „Oberhirten“ und behandeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spirituelle Impulse für den März: Eine Zeit, um zu säen</p>
<p>Die Bibel, auch das Neue Testament, ist eng verbunden mit einer agrarisch geprägten Kultur. Die Gleichnisse Jesu z.B. sind oft auf den Ackerbau und die Herden und Hirten usw. bezogen (bis heute nennen sich katholische Bischöfe, seltsam genug für viele, „Hirten“ oder „Oberhirten“ und behandeln die Gemeinden wie „Schafe“ oder „Schäfchen“).</p>
<p>Trotzdem: Haben die biblischen Texte deswegen in einer städtischen, modernen Kultur keine Bedeutung mehr? Die Autoren des Buches „Vieren en Brevieren“ sind anderer Meinung. Sie benutzen die alten Bilder, um dem heutigen Leser einige Möglichkeiten der Besinnung zur Vertiefung der eigenen Existenz anzubieten. Christian Modehn.</p>
<p>Zum Monat März schreiben Christiane Berkvens – Stevelinck und Sytze de Vries in dem schon mehrfach erwähnten Buch &#8220;Vieren en Brevieren&#8221; (S. 210 f).</p>
<p>&#8220;Wenn der Frühling kommt, ist es Zeit zu säen. In Holland ist der März seit alters her als „Monat des Säens“ bekannt. Ohne Säen keine Ernte, ohne Ernte kein Brot. Was in der Landwirtschaft gilt, hat auch Gültigkeit im spirituellen Leben. Ein fruchtbarer Boden allein reicht nicht aus. Wir brauchen auch Saatgut: Das sind Worte, Bilder, Gedanken, Erfahrungen, die in unser Herz gelangen („gesät werden“), dann zur Blüte kommen können, als Früchte erfreuen sie Gott und die Menschen.</p>
<p>Wer sät, ist seiner Ernte nicht sicher. Damit das Saatgut sich richtig entwickelt, braucht man u.a Erfahrung, Pflege und Glück. Auch wenn das Resultat unsicher ist: Gesät wird trotzdem! Jedes Jahr neu.</p>
<p>Jede Generation versucht der folgenden Generation Werte zu vermitteln. Mehr als Säen und Pflügen und Hegen können wir allerdings auch in dem Fall nicht tun. Wir sind auch hier abhängig, abhängig von Wind und Sonne und Regen. Das Getreide, bildlich gesprochen, wächst, während der Bauer schläft.</p>
<p>Die biblische Sprache arbeitet viel mit den Bildern von Saat und Frucht, von Landarbeit und Ernte. Sagen uns diese Bilder noch viel? Helfen sie uns noch, um unsere Kernfragen deutlich zu machen und z.B. auch die Botschaft von Jesus zu verstehen?</p>
<p>Was bleibt: Der Sämann sät mit großzügiger Gebärde, von außen nach innen, so dass das Saatgut gut zurecht kommt. In der fliegenden Bewegung des Sämanns ist die Schönheit des Lebens eingeschrieben&#8221;.</p>
<p>Biblische Texte zur Meditation:</p>
<p>Prediger, 11, 4 -6</p>
<p>Matthäus 13, 3-9</p>
<p>Matthäus, 13 24- 30.</p>
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		<title>Spiritualität im Februar: Eine Zeit, um zu suchen</title>
		<link>http://forum.remonstranten-berlin.de/spiritualitat-im-februar-eine-zeit-um-zu-suchen/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 16:10:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Spiritualität für den jeweiligen Monat]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Spirituelle Impulse aus dem Buch Vieren en brevieren zum Monat Februar: Ein Zeugnis für freisinnige, remonstrantische Spiritualität. Was suchen wir? Halt? Fundamentale Sicherheiten? Bestätigung? Harmonie? Wie alle Generationen vor uns suchen wir nach Antworten auf die großen Lebensfragen. Wer bin ich? Was tu ich hier? „Is this all there is? Die richtigen Antworten zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Spirituelle Impulse aus dem Buch Vieren en brevieren zum Monat Februar: Ein Zeugnis für freisinnige, remonstrantische Spiritualität.</p>
<p>Was suchen wir? Halt? Fundamentale Sicherheiten? Bestätigung? Harmonie? Wie alle Generationen vor uns suchen wir nach Antworten auf die großen Lebensfragen. Wer bin ich? Was tu ich hier? „Is this all there is?</p>
<p>Die richtigen Antworten zu finden ist nicht selbstverständlich. Aber vielleicht ist es auch wichtiger, die richtigen Fragen zu stellen! Denn jeder Mensch muss für sich selbst immer wieder seine eigenen Antworten finden und wieder finden.</p>
<p>Aber was ist, wenn wir auch nach einem langen Weg des Suchens nichts finden? Ist dann unser Suchen sinnlos gewesen? Das Leben selbst ohne Sinn? Oder ist es möglich, das Suchen selbst wichtiger zu finden als das Finden? Den Weg wichtiger als das Ziel? Die Fragezeichen viel sagender zu finden als die Ausrufungszeichen?</p>
<p>Suchen nach dem Alten, Vertrauten, nach dem, was ich kenne, das ist Fragen nach dem bekannten Weg.</p>
<p>Aber Suchen nach dem Unbekannten, nach dem Überraschenden, nach dem Nicht  &#8211; Gedachten und Nicht -Üblichen , das öffnet neue Wege. Solches Suchen erfordert kühnen Mut.</p>
<p>Die Suchbewegung nach dem eigenen Platz in der Welt, nach unserer persönlicher Verantwortlichkeit im täglichen Leben und in der Gesellschaft, setzt eins voraus: Das kritische Suchen nach uns selbst.</p>
<p>In der Bibel lernen wir die suchende Menschen kennen. Sie suchen nach einer neuen Zukunft, nach dem verborgenen Gott, nach Gerechtigkeit und Friede, sie suchen nach dem „Reich Gottes“. Dabei heißt Gott ein „leuchtendes Zeichen“, das uns den Weg weist.</p>
<p>Spuren suchend in der Bibel, finden wir Erzählungen über Sackgassen und  sichere Erzählungen, die eine Sicherheit geben: „Wer sucht, wird endlich auch finden“.</p>
<p>Liegt hierin nicht der größte Wert im Suchen selbst? Oder vielleicht selbst in dem „Gefunden- Werden“.</p>
<p>Zur biblischen Meditation:</p>
<p>Matthäus, 7, 1-12</p>
<p>Jesaja, 55, 1- 6</p>
<p>Lukas, 15. 3-10.</p>
<p>Weitere meditative Texte und Gebete finden sich in dem schon mehrfach von mir empfohlenen Buch: „Vieren en Brevieren“. Meinema Verlag, 2009. ISBN 978 90 211 4238 8</p>
<p>Übersetzung : Christian Modehn.</p>
<p>Copyright: meinema.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Januar: Eine Zeit, sich auf die Zukunft einzustellen</title>
		<link>http://forum.remonstranten-berlin.de/januar-eine-zeit-sich-auf-die-zukunft-einzustellen/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 11:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Spiritualität für den jeweiligen Monat]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Spiritualität im Januar: Eine Zeit, sich auf die Zukunft einzustellen Vorbemerkung von Christian Modehn: Die spirituelle Besinnung der Remonstranten, noch einmal soll es hier gesagt werden, lebt von der kritischen, der vernünftigen Reflexion. Philosophisches Denken, philosophierendes Nach – denken, bestimmen darum immer auch das besondere spirituelle Profil eines Monats. Das wird am Beispiel des Monats [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spiritualität im Januar: Eine Zeit, sich auf die Zukunft einzustellen</p>
<p>Vorbemerkung von Christian Modehn:</p>
<p>Die spirituelle Besinnung der Remonstranten, noch einmal soll es hier gesagt werden, lebt von der kritischen, der vernünftigen Reflexion. Philosophisches Denken, philosophierendes Nach – denken, bestimmen darum immer auch das besondere spirituelle Profil eines Monats. Das wird am Beispiel des Monats Januar besonders deutlich; wieder einmal zeigt sich, dass sich jeder und jede auf diese Besinnung einlassen kann, mehr noch: Jeder und jede kann solche Besinnung aus sich selbst entwickeln. Das könnte ja auch zeitgemäße Spiritualität sein: In sich selbst schauen, fühlen und denken, was in einem selbst lebt und dies mit anderen besprechen. Und – ja, auch das &#8211; , aus dieser Erkenntnis Orientierung und Lebensfreude gewinnen.  Eine „rationale Spiritualität“ hat dann sozusagen „ganzheitliche“ Auswirkungen. Kein enthusiastisch, charismatisch und wie auch immer „beschwingt“ – oder traditionell Glaubender kann diese rationale Spiritualität klein reden&#8230; Auch sie lebt von der Konfrontation mit biblischen Texten, die ebenfalls als Einladung zum Nachdenken wahrgenommen werden.</p>
<p>Christiane Berckvens – Stevelinck und Sytze de Vrie schreiben in ihrem Buch „Vieren en Brevieren“ (Meinema Verlag, 2009) auf den Seiten 200 ff. über die Spiritualität des Monats Januar u.a. die folgenden Zeilen; dass es sich dabei nie um „Dogmen“ oder gar „absolute Wahrheiten“ handelt, sondern um Vorschläge und Einladungen zu weiterem Denken, versteht sich für Remonstranten von selbst.</p>
<p>„Am Ende eines Jahres nehmen wir Abschied von dem, was war, um uns auszurichten, auf das, was kommt, was aufgebaut werden muss. Aber längst nicht alles aus dem vergangenen Jahr verlief „wunschgemäß“. Darum beginnen wir ja auch ein neues Jahr mit guten Vorsätzen. Denn wir stehen sozusagen immer auf den „Schultern der Vergangenheit“. Wenn wir uns auf die Zukunft ausrichten, ist es wichtig, zuerst die Vergangenheit anzunehmen, um daraus unser Heute zu gestalten.</p>
<p>Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind unauflösbar mit einander verbunden. Denn in der Vergangenheit finden wir vieles, das das Heute erklären kann. Darin liegen auch die „Keime“ für morgen.</p>
<p>Dabei wird auch jedes Heute wieder zur Vergangenheit. Beide, Vergangenheit und Zukunft, halten die lebendige Gegenwart an seiner Stelle. Darin findet das Heute sein Gleichgewicht und seine Harmonie.</p>
<p>Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nicht allein, sozusagen isoliert, verfügbar. Wer nur zurückblickt und in der Vergangenheit lebt, erlebt die Gegenwart nicht mehr in ihrer vollen Bedeutung. Aber auch nur im Blick auf die Zukunft zu leben,  ist eine Illusion und missachtet die Bedeutung der Gegenwart, was hier und heute geschieht. Und wer nur im Jetzt lebt, befreit das Leben von seinen Wurzeln und dem Blick nach vorn.</p>
<p>In der Bibel wird die fortdauernde Wechselwirkung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft deutlich sichtbar. Alte Erzählungen überliefern die Lebenserfahrungen von Menschen aus Fleisch und Blut, die bisweilen viel und manchmal nichts aus der Vergangenheit lernten und dadurch auch ihre Zukunft  verspielten. Der wahre biblische Weg bewegt sich beständig zwischen dem Denken an die Vergangenheit und der Erwartung der Zukunft“.</p>
<p>Zur biblischen Besinnung in dem Zusammenhang empfehlen die Autoren:</p>
<p>Aus dem Buch Josua,   4, 1-17</p>
<p>Aus dem Buch Jesaja,  9, 1 16</p>
<p>Aus dem Matthäus Evangelium, 14, 24 – 33</p>
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		<title>Zur Aktualität der liberalen Theologie. Perspektiven von Prof. Wilhelm Gräb, Berlin</title>
		<link>http://forum.remonstranten-berlin.de/zur-aktualitat-der-liberalen-theologie-perspektiven-von-prof-wilhelm-grab-berlin/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 21:16:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elemente der Theologie der Remonstranten]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[die Leute wissen schon]]></category>
		<category><![CDATA[dogmenfreie Kirche in Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[iglesia liberal en Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[keine Mission]]></category>
		<category><![CDATA[liberal church in Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[liberal theology in Berlin today]]></category>
		<category><![CDATA[liberale Kirche in Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[liberale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Vorschriften glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Gräb]]></category>
		<category><![CDATA[remonstrants in Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Theologe in Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[théologie libérale]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen der Remonstranten aus Holland in Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[was ist liberale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[was sie glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm Gräb]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Aktualität der liberalen Theologie Perspektiven anlässlich einer Begegnung mit Remonstranten in Berlin am 5. 11.2011 Von Prof. Wilhelm Gräb, Theologe an der Humboldt Universität zu Berlin Bedeutung und Aktualität der „liberalen Theologie“ sind für mich deutlich auf die säkulare Situation einer Stadt wie Berlin oder anderer Großstädte in Europa und Amerika bezogen. Dort haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Aktualität der liberalen Theologie</p>
<p>Perspektiven anlässlich einer Begegnung mit Remonstranten in Berlin am 5. 11.2011</p>
<p>Von Prof. Wilhelm Gräb, Theologe an der Humboldt Universität zu Berlin</p>
<p>Bedeutung und Aktualität der „liberalen Theologie“ sind für mich deutlich auf die säkulare Situation einer Stadt wie Berlin oder anderer Großstädte in Europa und Amerika bezogen. Dort haben die  Kirchen Mühe, ihre Mitglieder an die Kirche zu binden.</p>
<p>Andererseits bekommen die Menschen von heute die Religion nicht aus dem Blick. Es ist ein Bedürfnis da nach letzter Vergewisserung des Lebenssinns, auch an den Bruchstellen des Lebens, in Krisensituationen z.B.  Aber nicht nur dort. Es ist vielmehr ein Verlangen da, das Leben gesteigert zu erfahren, etwa in der so genannten Eventkultur. Aber auch die Präsenz religiöser Themen in den Medien ist deutlich, etwa in den Talkshows. Also, dass es mit der Religion bergab ginge, so lautet ja eine Interpretation unserer säkularen Gesellschaft, das ist für mich nicht zutreffend. Es gibt sicher einen Resonanzverlust des kirchlichen Christentums, vor allem in der Reformierten Kirche oder der Lutherischen Kirche, und derer, die man in den USA „main line churches“ nennt.</p>
<p>Aber dieser Resonanzverlust der Kirchen liegt daran, dass dort eine Sprache gesprochen wird, die die Menschen nicht mehr verstehen.</p>
<p>Da ist der Glaube in Formeln eingepackt, die nur Insidern noch zugänglich sind. Der große Sozialphilosoph Niklas Luhmann hat das einmal „Gruppensemantik“ genannt, die in den Kirchen gesprochen wird.</p>
<p>Für „liberale Theologie“ ist also eine Unterscheidung wichtig: Es gibt  einerseits das religiöse Interesse bzw. es gibt Religion im christlichen Gesamtkontext. Und andererseits gibt es die Art, wie in Predigten, Theologien, kirchlichen Texten usw. darüber gesprochen wird. Dort wird der Glaube immer noch mit der Anerkennung bestimmter Glaubenslehren und Bekenntnissätzen gleichgesetzt.</p>
<p>Die „liberale Theologie“ meint: Dieser Glaubensausdruck ist nicht vorgeschrieben, er ist nicht durch Bibel und Bekenntnis vorgeschrieben, sondern der Glaubensausdruck muss in einer bestimmten Zeit und im Blick auf die eigene Person immer wieder neu gefunden werden. Jeder hat die Freiheit, wie er seinen Glauben ausdrückt und welche Konsequenzen er daraus in seiner Lebenspraxis zieht. Nicht auf das autoritativ Vorgegebene kommt es an, sondern auf die persönliche Entscheidungsfreiheit des einzelnen.</p>
<p>Ich muss als liberaler Theologie nicht glauben, was die Kirche zu glauben von mir verlangt, sondern das jenige, wovon ich selber persönlich überzeugt bin. Das ist der Grundsatz liberaler Theologie.</p>
<p>Glaube ist eine persönliche Angelegenheit eines jeden Menschen.</p>
<p>Und die Kirche? Sie ist  im Grunde nur dazu da, dass wir über diesen Glauben miteinander ins Gespräch kommen, dass wir ihn nicht allein leben, dass wir andere als Gesprächspartner haben über das, was uns allen persönlich wichtig ist, wenn es um Gott geht, wenn es darum geht, woran wir uns in letzter Instanz orientieren. Die Kirche ist eine Kommunikationsgemeinschaft des Glaubens. Sie ist dem Glauben der einzelnen nicht vor geordnet, sondern die Kirche folgt aus der Tatsache, dass der Glaube den einzelnen so wichtig ist, dass sie mit den anderen darüber sprechen möchten und ihn feiern wollen. Da wird nichts von oben und anderswoher vorgeschrieben.</p>
<p>Wenn Diskussionen entstehen und nach Kriterien gefragt wird, dann sind die Kriterien nicht dogmatischer Natur, sondern es sind eher ethische Kriterien des Umgangs mit einander; es sind Kriterien, wo die Frage aufbricht: Gibt es auch destruktive Glaubensüberzeugungen, solche, die den Menschen menschlich nicht gut tun, etwa, wenn sie an den Teufel glauben oder an böse Mächte, von denen sie dann befallen sein können.</p>
<p>Für liberale Theologie ist auch die Kultur ganz wichtig: Denn persönlicher Glaube kann überall dort entstehen, wo ich Erfahrungen mache, die eine tiefe Resonanz in mir auslösen, wo ich mich angesprochen finde gegenüber dem, was in meinem Leben wichtig ist, wo Sinn – Perspektiven erschlossen werden. Das kann die Erfahrung in einem Konzert sein, so, dass ich merke: Ich bin Teil eines größeren Ganzen, da entstehen Resonanzen in mir, die mich sehr tief mein Dasein in dieser Welt spüren lassen; da erfahre ich das, was der Theologe  Friedrich Schleiermacher das Universum genannt hat, also die alles bestimmenden Wirklichkeit, die wir dann Gott nennen, die Erfahrung also, dass wir uns aufgehoben fühlen in einem großen Ganzen.</p>
<p>Diese Erfahrung kann sich auch beim Hören einer Symphonie von Mahler ereignen, die ein solches Empfinden in mir weckt, dass die Wirklichkeit im Vorhandenen nicht aufgeht, dass es eine Dimension der Transzendenz gibt, von der wir uns getragen wissen können. Diese Erfahrung kann in der bildenden Kunst geschehen oder auch im Kino, wo ich spüre: Diese Geschichte geht auch mich an.</p>
<p>Darum noch einmal: Alle Lehren über Glaubenssätze sind sekundär gegenüber dem – eben nur angedeuteten &#8211; Erlebten, das ist Kern liberaler Theologie. Mit der religiösen Erfahrung fängt die Religion an, also mit der Erfahrung, dass ich einer umfassenden Wirklichkeit zugehöre, einem größeren Ganzen, das mich im Leben trägt. Da spüre ich mich lebendig, wenn ich schwierige Erfahrungen zu verarbeiten habe usw. Also diese Dimension einer inneren Gewissheit, ist zentral.</p>
<p>Das religiöse Erleben ist immer das primäre, welche Sprache dann gefunden wird, ist sekundär. Allerdings meine ich, dass liberale Kirchen in ihren Gottesdiensten nicht so berücksichtigen, was andere Glaubensgemeinschaften praktizieren, nämlich eine Form der Emotionalität. Es geht nicht nur darum, über den Glauben zu „räsonieren“. Wir sollten auch in gewisser Weise „Erlebnis“ bieten im Gottesdienst, wenn wir das nicht schaffen, dann müssen wir bereit sein anzuerkennen, dass junge Leute heute im Pop Konzert das finden, was früher in der Religion oder in der Kirche gefunden wurde.</p>
<p>Für liberale Theologie kommt es nicht in Frage, den Religionsbegriff zu verengen, man neigt ja oft dazu, den Religionsbegriff abhängig zu machen von bestimmten Glaubensinhalten. So dass man sagt: Jemand ist gläubig, wenn er zur Kirche geht und bestimmte Dogmen glaubt. Wir vertreten ein weites Verständnis von Religion: Es ist das Berührtwerden von einer Dimension des Unbedingten in der Kultur. Liberale Kirchen nehmen deswegen Abstand von eher fundamentalistischen Theologien und Kirchen, die ja noch stark am Paradigma der Mission festhalten, also der Bekehrung der Menschen hin zur vorgegebenen Überzeugung der eigenen Kirche.  Wir als liberale Theologen gehen hingegen nicht davon aus, dass die Menschen erst zum Glauben kommen müssen, wie es das Missionsparadigma vorsieht. Als liberale Theologen setzen wir voraus: Da ist immer schon eine religiöse Erfahrung in den Menschen, da ist immer schon eine Erfahrung mit dem Unendlichen, diese haben die Leute längst gemacht. Jeder hat seine eigenen religiösen Gedanken, im religionsleeren Raum lebt keiner hier zulande, in den Gebieten der ehemaligen DDR ist das vielleicht anders, das ist ein eigenes Thema.</p>
<p>Liberale Theologie unterstreicht: Die Menschen haben bereits ihren Glauben. Die Kirche wird aber deswegen nicht überflüssig, wir brauchen Orte, wo man das Erlebte miteinander gestalten kann, wo man etwa an den großen Stationen des Lebens religiöse Feiern gestaltet, etwa bei der Geburt oder bei der Trauung. Wer sich den Menschen religiös zuwendet, redet so, dass die Menschen auf ihre Art Glaubende sind. Ich mache ihnen bewusst, was sie glauben, biete ihnen Vorschläge an, das Erfahrene sprachlich auszudrücken.</p>
<p>Ich bin sozusagen die „Hebamme“ für die anderen, den eigenen Glauben auszudrücken.</p>
<p>Auch das Beten kann dann neu verstanden werden: Beten heißt, dass ich mich ausspreche, sage, was mich zutiefst bewegt, und zwar in letzter Hinsicht, bezogen auf die Transzendenz, auf Gott. Im Beten geschieht eine gesteigerte Form der Selbstreflexion, ich verstehe mich dann im Horizont des Unbedingten, spreche mich aus. Ich brauche das als religiöser Mensch.</p>
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		<title>Dezember: Eine Zeit, um zu hoffen.</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 17:14:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Spiritualität für den jeweiligen Monat]]></category>

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		<description><![CDATA[Spirituelle Anregung für den Dezember „Eine Zeit, um zu hoffen&#8230;“ Bis zum 21. Dezember werden die Tagen immer kürzer und die Welt wird immer dunkler&#8230;Aber mit der Sonnenwende beginnt eine neue Saison&#8230;Die kirchliche Tradition hat diesen Rhythmus der Natur verbunden mit der Ankunft des „Lichts der Welt“, der aufgehenden Sonne, als die Christus gedeutet wurde. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spirituelle Anregung für den Dezember</p>
<p>„Eine Zeit, um zu hoffen&#8230;“</p>
<p>Bis zum 21. Dezember werden die Tagen immer kürzer und die Welt wird immer dunkler&#8230;Aber mit der Sonnenwende beginnt eine neue Saison&#8230;Die kirchliche Tradition hat diesen Rhythmus der Natur verbunden mit der Ankunft des „Lichts der Welt“, der aufgehenden Sonne, als die Christus gedeutet wurde. Wenn wir im Advent eine Kerze nach der anderen anzünden, dann meinen wir, dass zu Weihnachten das Licht wieder vollständig scheinen wird.</p>
<p>Hoffnung, an sich, ist ein leerer Begriff. Wir können nur hoffen auf „etwas“. Was ist die Aussicht meiner Hoffnung?</p>
<p>Menschen sind meist für die Hoffnung eingenommen. Sie bezeichnet ihren Willen zu überleben, beschreibt das Bedürfnis, sich der Zukunft zu stellen. „Hoffnung ist nur Treibsand“, schreibt hingegen der „Erzpessimist“ Gerrit Komrij.  Ob die Hoffnung reell ist, beweist sich eben erst danach&#8230;</p>
<p>Die Bibel lebt von einer Aura der Hoffnung. Im Alten Testament  geht es um die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die Abraham umtreibt, ein Volk wird dann durch die Wüste geführt und in der aussichtslosen Verbannung zeigen sich neue Perspektiven. Dann sind es auch prophetische Stimmen, die die Vision eines neuen Jerusalem, eines neuen Zuhauses, erzählen.</p>
<p>Im Neuen Testament konzentriert sich diese Hoffnung auf eine bessere Zukunft für alle Menschen. Es handelt sich um das „Königreich“ von Friede und Gerechtigkeit. Hoffnung könnte man de Zwillingsschwester des Glaubens nennen. Darum richtet sich die Hoffnung auf Gott. Hoffnung ist eine Aktivität, sie ist eine Tat, eine Lebenshaltung, in der Sehnsucht, Vertrauen und Geduld die wichtigsten Übungen sind.</p>
<p>Zur Meditation empfehlen wir:</p>
<p>1. Korinter Brief 12, 31 – 13, 13</p>
<p>Lukas 1, 26 – 33</p>
<p>Lukas 1, 46- 55.</p>
<p>Entnommen dem Buch „Vieren en Brevieren“. S 188 f.</p>
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		<title>November: Eine Zeit des Gedenkens</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 16:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Spiritualität für den jeweiligen Monat]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Spiritualität des Monats November: Eine Zeit des Gedenkens&#8230; An Allerheiligen und Allerseelen oder auch am letzten Sonntag im Kirchenjahr (dem „Ewigkeitssonntag“) bietet die kirchliche Tradition die Möglichkeit, der Toten zu gedenken&#8230; Auch die Natur zeigt ihre Sterblichkeit und geht “under cover“. Das bestimmt auch unsere Gedanken an die Liebe, die einmal gewesen sind, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Spiritualität des Monats November: Eine Zeit des Gedenkens&#8230;</p>
<p>An Allerheiligen und Allerseelen oder auch am letzten Sonntag im Kirchenjahr (dem „Ewigkeitssonntag“) bietet die kirchliche Tradition die Möglichkeit, der Toten zu gedenken&#8230; Auch die Natur zeigt ihre Sterblichkeit und geht “under cover“. Das bestimmt auch unsere Gedanken an die Liebe, die einmal gewesen sind, und die, auch in anderer Form, noch immer bestehen bleibt.</p>
<p>In unserem Gedenken beziehen wir uns auch auf die Toten, die schon vergessen sind und die nicht mehr mit ihrem Namen genannt werden. Sie stehen geschrieben, poetisch ausgedrückt, „auf der Handfläche Seiner (Gottes) Hand“. Er erbarmt sich ihrer, wer auch immer sie waren&#8230;</p>
<p>Unser ganzes Leben steht im Zeichen des Gedenkens. Auf den Geburtsurkunden stehen die Namen die Namen der Eltern. Auf den Todesanzeigen meist die Namen der Kinder und Enkel. Wir halten unsere Geliebten im Gedächtnis, immer wenn wir ihre Namen noch nennen. Denn an wessen Namen man sich noch immer mit Liebe erinnert, der bleibt anwesend.</p>
<p>Zur Meditation biblischer Texte wird vorgeschlagen:</p>
<p>Jesaja 49, 8 – 16</p>
<p>Psalm 105, 1 – 19</p>
<p>Lukas 22,  14-20.</p>
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<p>Wie in den anderen Beiträgen dieser Rubrik ist dieser Text eine Übersetzung aus dem empfehlenswerten Buch: &#8220;Vieren en Brevieren&#8221;, Meinema Verlag, 2009, s. 184 f.  Die Autorin Christiane Berckvens &#8211; Stevelinck ist Pastorin der Remonstranten Kirche; Sytze de Vries ist Reformierter Theologe.</p>
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		<title>OKTOBER: Eine Zeit, um mit Steinen zu bauen</title>
		<link>http://forum.remonstranten-berlin.de/oktober-eine-zeit-um-mit-steinen-zu-bauen-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 17:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Spiritualität für den jeweiligen Monat]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum kann nicht auch der jeweilige Monat unter einem spirituellen Motto stehen und zu Denken und Besinnung anregen? Christiane Berckvens – Stevelinck und Sytze de Vries machen in ihrem Buch „Vieren und Brevieren“ (Meinema Verlag) entsprechende Vorschläge. (Übersetzung Christian Modehn) Oktober: Eine Zeit, um mit Steinen zu bauen Solange es Erinnerungen an die Geschichte der  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum kann nicht auch der jeweilige Monat unter einem spirituellen Motto stehen und zu Denken und Besinnung anregen? Christiane Berckvens – Stevelinck und Sytze de Vries machen in ihrem Buch „Vieren und Brevieren“ (Meinema Verlag) entsprechende Vorschläge. (Übersetzung Christian Modehn)</p>
<p>Oktober: Eine Zeit, um mit Steinen zu bauen</p>
<p>Solange es Erinnerungen an die Geschichte der  Menschheit gibt, werden Steine aufeinander gesetzt. Natursteine, die übereinander gefügt werden als Erinnerungszeichen; leicht behauene Steine, die besser zu einander passen und leicht stehen; schon geformte Bausteine, die mit Zement aneinander befestigt sind. Dann gibt es klare und feste Baustrukturen, die aneinander befestigt werden.</p>
<p>Einfach oder kompliziert: Der Mensch ist der Architekt seines Lebensraumes und auch seines eigenen „geistlichen Hauses“.</p>
<p>Steine aufeinander stellen kann dann auch im übertragenen Sinne verstanden werden. Unser „geistliches Haus“ besteht aus Bausteinen, die aus unserer eigenen Tradition stammen oder aus der Traditionen anderer Menschen. Es sind Steine, die wir sammeln oder geschenkt bekommen und dann zusammenfügen zu einen bewohnbaren Ganzen.</p>
<p>Die Bibel spricht dauernd über Bausteine, deren Qualität und Gebrauch oder Missbrauch. Man kann sein Haus bauen auf einen Felsen oder auf Sand. Man kann Christus als sein Fundament wählen oder auch nach einer Stadt verlangen, in der Gott selbst der Architekt und Baumeister ist. Wir können lebendige Steine sein, sozusagen Mittel, durch das ein Haus, ein Tempel, eine Wohnung für Gott unter den Menschen gebaut wird.</p>
<p>Bibeltexte zum Meditieren:</p>
<p>Genesis, 11, 1- 9</p>
<p>Psalm 118, 22  29</p>
<p>Markus 13, 1-2</p>
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		<title>Neue Bücher der Remonstranten im Herbst 2011: Das &#8220;Hier und Jetzt&#8221;  ist nicht das ganze Leben: Und: &#8220;Coming Out Churches&#8221;</title>
		<link>http://forum.remonstranten-berlin.de/neue-bucher-der-remonstranten-im-herbst-2011-gegen-die-fixieung-im-hier-und-jetzt-und-fur-die-coming-out-churches/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 15:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktueller Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Hier und Jetzt ist nicht alles: Warum Christen die Zukunft wieder ernst nehmen sollen&#8230; .und warum Homosexuelle in Kirchen selbstverständlich willkommen sind&#8230; Von Christian Modehn In Deutschland beginnt am 12. Oktober in FRANKFURT die Internationale Buchmesse, bei der selbstverständlich auch niederländische Verlage ihre Neuerscheinungen vorstellen. Auch wenn es bis jetzt noch (leider) keine Bücher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Hier und Jetzt ist nicht alles: Warum Christen die Zukunft wieder ernst nehmen sollen&#8230; .und warum Homosexuelle in Kirchen selbstverständlich willkommen sind&#8230;</p>
<p>Von Christian Modehn</p>
<p>In Deutschland beginnt am 12. Oktober in FRANKFURT die Internationale Buchmesse, bei der selbstverständlich auch niederländische Verlage ihre Neuerscheinungen vorstellen. Auch wenn es bis jetzt noch (leider) keine Bücher von Remonstranten in deutscher Sprache gibt: Wir freuen uns, dass gleich zwei wichtige Bücher von niederländischen Remonstranten zur Buchmesse erscheinen:</p>
<p>Der Theologe und Rotterdamer Remonstranten Pastor Koen Holtzapffel veröffentlicht ein Essay über mögliche Beziehungen der Menschen zur Zukunft, der eigenen, persönlichen Zukunft wie der Zukunft der Menschheit. Der durchaus provozierende Titel des Buches, erschienen in dem angesehenen Meinema Verlag,  ist: „Alleen de hond leeft in het hier en nu“, „<strong>Nur der Hund lebt im Hier und Jetzt“.</strong></p>
<p>Auch wenn Holland als „säkularisiert“ und „unkirchlich“ gilt, die Statistiken sprechen ja eine deutliche Sprache, so ist doch das Interesse an Esoterik  und spiritueller „Selbsthilfe“ ungebrochen. „Stopp die Zeit, lebe nur im Hier und Jetzt“, heißt die Empfehlung mancher „Gurus“. D.h: Genieße das Leben. Carpe Diem. Auf der anderen Seite melden sich so genannte Zukunftspropheten zu Wort, die „Millenaristen“, die das Ende der Welt gekommen sehen.</p>
<p>In diesem Kontext bewegen sich die Überlegungen von Koen Holtzapffel. Er hat kürzlich eine theologische Dissertation eingereicht zum Thema „Eschatologie“, also zur Frage, was bedeutet das Ende der Welt? Aber diese Frage wird bei ihm auf die spezielle Theologie der Freisinnigen Christen bezogen. Der Autor sieht, dass die Kirchen immer mehr auf die These eingehen, um nicht zu sagen „reinfallen“, am wichtigsten sei das Hier und Jetzt;  dabei wird der Ausblick in die weite (und bessere) Zukunft der Menschheit ausgeblendet. Der Autor kritisiert  zu recht, dass Erwartung und Hoffen nicht die zentrale Rolle im Glauben heute spielen. Es bildet sich eine Art Wohlfühlreligion im Heute ohne die Leidenschaft, die negative Seite des Hier und Jetzt zu überwinden. Der Rotterdamer Theologe fragt: Warum ist die christliche Hoffnung, die ja Veränderung will, nicht mehr so zentral?</p>
<p>Der Autor unterscheidet zwischen selbst gemachten Zukunfts &#8211; Idealen und Utopien und den in einer Einsicht geschenkten Visionen und Träumen. Utopien können gefährlich sein, wenn sie unmittelbar praktisch umgesetzt werden, Visionen sind eher Poesie, eher sanft, aber sehr wirksam als kommunikatives Geschehen.</p>
<p>Der katholische Historiker und Remonstrant Peter Nissen, Nijmegen, nennt dieses Buch „gebildet, ausgewogen und sehr belesen“. Seinem Wunsch schließen wir uns an: „Ich wünsche dem Buch viele Leser, es hat es verdient“.</p>
<p>Auf andere Art mit einer besseren Zukunft befasst sich das von Tom Mikkers angeregte und herausgegebene Buch „<strong>Coming Out</strong> <strong>churches“,</strong> so der Titel des in Holland veröffentlichten Buches. Auf Deutsch etwa: Kirchen, die das homosexuelle Coming Out normal finden und unterstützen&#8230;</p>
<p>Tom Mikkers ist Allgemeiner Sekretär der Remonstranten, diese Kirche war weltweit die erste, die 1986 homosexuelle Paare kirchlich – gleich welcher Konfession &#8211; segnete. Er hat verschiedene  Interviews zum Thema gemacht, sie handeln vom Eintreten für Emanzipation und Freiheit, sie zeigen, dass es Kirchen gibt, die ihrem Namen „christlich“ gerecht werden und natürlich Homosexuelle willkommen heißen. Das Thema ist selbst in Holland noch umstritten, dennoch gibt es dort mehr „coming out churches“ als in Deutschland, also Gemeinden, wo sich homosexuelle Christen als solche angenommen fühlen und sich nicht noch entschuldigen müssen, dass sie schwul oder lesbisch sind.</p>
<p>Das neue Buch von Tom Mikkers ist ein schönes Zeugnis für die offene, nicht nur tolerante, sondern Homosexuelle respektierende Haltung der Remonstranten und anderer Kirchengemeinden.</p>
<p>Das Buch wird am 9. Oktober in der Amsterdamer Remonstranten Kirche präsentiert, dabei sind u.a. Vertreter des COC, des niederländischen Vereins zur Emanzipation Homosexueller.</p>
<p>Auch das Buch „Coming Out Churches“ ist bei <a title="Verlag Meinema" href="http://www.uitgeverijmeinema.nl/" target="_blank">Meinema</a> erschienen, es hat 116 Seiten und kostet 14,90 Euro.</p>
<p>&#8230;&#8230;..</p>
<p>Beide Bücher passen gut zum Jahresthema 2011/ 2012, das die Gespräche der Remonstranten und ihrer FreundInnen inspirieren kann: Dein Reich Komme, eine Bitte, ein Wunsch, eine Utopie, die im Vater Unser schon formuliert ist, das Wort „Reich“  ist ein Symbol für eine Welt, in der Friede und Gerechtigkeit herrschen, modern übersetzt: In dem die immer weiter zu entwickelnden Menschenrechte oberste Prinzipien der Politik, der Wirtschaft, des individuellen Lebens sind.</p>
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