Der liberalen Theologie eine Chance: Arminius Institut in Amsterdam begründet

In Deutschland wird im Blick auf die Erinnerung an die “Thesen” Martin Luthers am 31.10 1517  schon seit Jahren massiv in allen denkbaren Formen des deutsches Reformators gedacht, etwa auch mit inspirierenden “Magazinen” zu den jeweiligen Themenjahren, etwa zu 2015: “Reformation-Bild und Bibel”.

Bei all den Luthergedenk-Aktionen werden andere Reformatoren unseres Erachtens übersehen oder sie stehen im völligen Hintergrund. Das gilt etwa für ERASMUS, das gilt für Thomas Münter und Jan Hus, das gilt aber auch für eine Gestalt der niederländischen Reformation, der wir bis heute entscheidende Impulse verdanken: ARMINIUS ist der Name. Der ursprünglich reformierte Theologe ging seinen eigenen Weg, weil er für die Freiheit des einzelnen auch in Glaubensfragen eintrat. Er wurde so zum Initiator einer freisinnigen, theologisch-liberalen Kirche, sie heißen Re­mon­s­t­ran­ten.

Um die Kenntnis dieser Gestalt einer so anderen, dogmatisch-freien und humanistischen Reformation zu verbreiten, haben die Re­mon­s­t­ran­ten nun am 1. 9. 2014 ein ARMINIUS Institut in Amsterdam eröffnet, der remonstrantische Theologe Dr. Bert Dicou (Hoorn) ist der Direktor, MitarbeiterInnen sind die Theologen Christa Anbeek, Tjard Bernard und Elza Kuik. Das Institut wird nicht nur historische Studien fördern, sondern sicher auch der Frage nachgehen, welche Rolle heute eine liberale, eine freisinnige Theologie haben kann und haben sollte. Wir sind gespannt, ob es auch Impulse gibt für remonstrantisches Leben außerhalb Hollands.

 

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Christian Modehn